Popper
Popper kaufen – Oberflächenköder mit Becherkopf für sichtbare Attacken im Flachwasser.
Popper sind schwimmende Kunstköder mit einer ausgehöhlten Stirnfläche. Wird die Rutenspitze kurz angerissen, schiebt dieser Becher Wasser nach vorn, wirft eine Fontäne und erzeugt das typische, dumpfe Ploppen. Der Köder bleibt dabei immer an der Oberfläche und taucht nicht ab. Innerhalb der Kunstköder bilden sie damit die Gruppe, die vor allem über Geräusch und sichtbare Wasserbewegung arbeitet.
Im Sortiment stehen zwei verwandte Bauformen nebeneinander. Der Jenzi Wobbler T-Rex Popper 85 TW ist ein klassischer Popper mit deutlich ausgeprägtem Becher, und der Jenzi Wobbler Pop-Up 10 cm 24 g Rotkopf Weiß bringt zusätzlich Gewicht für weite Würfe mit. Der Jenzi Wobbler T-Rex Stickbait 75 TW hat dagegen eine gerade Stirn und lebt nicht vom Spritzer, sondern vom seitlichen Pendeln dicht unter der Oberfläche.
Aus derselben Familie kommt der Mikado Oberflächenköder MFT Dog 7,5 cm schwimmend: ein Stickbait mit gerader Stirn, der mit 8 g der leichteste Köder der Gruppe ist und in acht Dekoren zur Verfügung steht. Er ist die Wahl, wenn Barsch und Rapfen an der Oberfläche rauben und ein kompakter Köder gefragt ist, der über flachem Grund und über Krautfeldern geführt werden kann.
Der Kopf bestimmt den Charakter. Ein tiefer, weit geöffneter Becher wirft viel Wasser und ruft laut, ein flacher Becher gluckst nur leise und passt an klare, ruhige Gewässer. Die Gewichtsverteilung im Körper legt fest, wie der Köder in der Pause liegt: waagerecht wirkende Modelle warten flach ab, hecklastige stellen sich schräg auf und lassen den Schwanzdrilling nach unten hängen. Beide Haltungen lösen Bisse aus, nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Die Führung besteht aus Reizen und Warten. Kurze, harte Schläge mit gesenkter Rutenspitze setzen den Spritzer, danach folgt eine Pause von zwei bis fünf Sekunden, in der die Ringe auf dem Wasser auslaufen. Genau in dieser Pause erfolgt der Angriff meistens. Halte die Schnur dabei leicht durchhängend, denn straff gezogen kippt der Köder in die falsche Richtung. Beim Stickbait ersetzt ein rhythmisches Wippen den Schlag und erzeugt den seitlichen Gang.
Beim Anhieb gilt eine eigene Regel: Erst anschlagen, wenn Du das Gewicht des Fisches spürst, nicht beim Anblick des Schwalls. Zu frühes Reißen zieht den Köder aus dem geöffneten Maul. Eine Rolle mit sauber eingestellter Bremse aus dem Bereich Angelrollen hilft dabei, ebenso eine Freilaufrolle, wenn die Rute zwischendurch abgelegt wird. Wirbel gehören nicht direkt vor den Köder, weil sie die Kopfpartie beschweren.
Zielfische sind vor allem Hecht, Barsch, Rapfen und Wels. Barsche jagen im Sommer an der Oberfläche über Schwärmen von Kleinfisch, Hechte stehen dann im Kraut und im flachen Randbereich, Rapfen zeigen sich an Strömungskanten und über Buhnenfeldern. Für Barsche eignen sich kleine Modelle an feinem Gerät mit Barsch- und Zanderhaken als Ersatzbestückung, für Hechte gehören kräftige Haken und ein hartes Vorfachmaterial dazu.
Der Einsatz lebt von Wetter und Tageszeit. Warme, windstille Abende von Juni bis September sind die beste Zeit, ebenso die erste Stunde nach Sonnenaufgang. Bei starkem Wellenschlag verliert der Spritzer seine Wirkung, weil die Oberfläche ohnehin unruhig ist. In der Dämmerung leisten Taschenlampen beim Köderwechsel gute Dienste, und wer den Fang mitnimmt, findet für die Weiterverarbeitung passende Räuchermehle.
Von den Nachbarrubriken hebt sich der Popper klar ab. Wobbler tragen eine Tauchschaufel und arbeiten unter der Oberfläche, Jointed Lures bestehen aus mehreren beweglichen Segmenten, und Gummifische werden am Jigkopf über Grund geführt. Blinker und Spinner suchen die mittleren Wasserschichten ab. Hier geht es allein um den schwimmenden Köder mit Becherkopf.
Auch die feineren Ködergruppen verfolgen andere Ziele. Spoons sind leichte Löffel für Forellen, Mormyschkas und Zocker werden senkrecht gefischt, Chatterbaits und Bladebaits setzen auf Vibration im trüben Wasser, und Creature Baits imitieren Krebse am Grund. Der Popper bleibt dagegen immer oben und wird auf Sicht gefischt.
Rund um die Oberflächenfischerei ergänzen sich weitere Rubriken: Angeln führt ins Gesamtsortiment, Zubehör für Kunstköder liefert Sprengringe und Ersatzdrillinge, Schnelleinhänger erlauben den schnellen Wechsel, Twister decken die grundnahe Alternative ab und Meeressysteme sind für die Küste gedacht.
Kaum eine andere Ködergruppe zeigt den Biss so unmittelbar wie ein Popper, und genau das macht warme Sommerabende am flachen Ufer so reizvoll. Wähle Größe, Becherform und Farbe passend zu Deinem Gewässer und bestelle Deine Popper jetzt bequem bei Purewild!