Bladebaits
Bladebaits kaufen – flache Metallköder mit hoher Vibration für kaltes Wasser.
Ein Bladebait ist ein flach gepresster Metallköder mit Bleikopf am Bauch und mehreren Einhängeösen auf dem Rücken. Beim Anheben der Rute schießt er nach oben und erzeugt dabei eine schnelle, harte Vibration, beim Absinken taumelt er flatternd zurück zum Grund. Diese Kombination aus Druckwelle und trudelndem Fall macht ihn zu einem der wenigen Kunstköder, die auch bei Wassertemperaturen um vier Grad noch Bisse bringen.
Die Reizwirkung entsteht durch das schmale Profil. Weil der Köder kaum Volumen hat, sinkt er schnell und schneidet durch Strömung, statt abzutreiben. Gleichzeitig überträgt das dünne Blech die Schwingung fast verlustfrei auf die Schnur – Du spürst in der Hand, ob der Köder arbeitet, und merkst sofort, wenn er in Kraut oder Muschelbank gerät. Genau diese Rückmeldung fehlt vielen weicheren Ködern.
Im Sortiment findest Du unterschiedliche Auslegungen. Die Mikado M-VIB Serie deckt mit Modellen wie M-VIB Natural Perch, M-VIB Holo Roach oder M-VIB Fire Tiger in 3 und 5 Gramm den Bereich für Barsch und kleinere Zander ab. Der Mikado Cicada steht mit 5, 8 und 14 Gramm für die schwereren Varianten, die auch in tieferem oder strömendem Wasser noch Bodenkontakt halten. Naturdekore überzeugen im klaren Wasser, Signalfarben wie Chartreuse bei Trübung.
Die Einhängeöse verändert den Lauf spürbar. Die vordere Position lässt den Köder flacher und weiter springen, die hintere erzeugt eine engere, hektischere Vibration mit steilerem Fall. Probiere beide Varianten aus, bevor Du den Spot abschreibst. Ein kleiner Karabiner erleichtert das Umhängen, sollte aber nicht zu groß ausfallen, sonst dämpft er die feine Schwingung.
Geführt wird der Köder fast immer vertikal oder in kurzen Sprüngen über Grund. Wirf an, lass ihn auf die Sohle sinken, hebe die Rutenspitze zügig um vierzig bis sechzig Zentimeter an und begleite den Köder kontrolliert zurück. Die meisten Bisse kommen im Absinken, deshalb darf die Schnur nie völlig durchhängen. Vom Boot aus funktioniert das reine Jiggen über einer Kante besonders gut, im Fluss lohnt der Wurf stromauf.
Für dieses Spiel brauchst Du straffes Gerät. Eine spitzenbetonte Rute aus dem Bereich der Angelruten überträgt den Anhieb direkt, kompakte Angelrollen mit sauberer Bremse verhindern Ausschlitzer bei kurzem Kontakt. Dünne geflochtene Angelschnur ist Pflicht, weil sie sich nicht dehnt; ein Stück monofile Angelschnur oder Fluorocarbon als Vorfach bringt die nötige Abriebfestigkeit an Muschelkanten.
Am Haken lässt sich einiges verbessern. Viele Angler tauschen den hinteren Drilling gegen ein Modell mit kurzem Schenkel oder gegen einen Einzelhaken, weil das die Hängerquote über Steinpackungen deutlich senkt. Ein kleiner Sprengring mehr gibt zusätzliches Spiel, ein Fähnchen aus Fasern am Endhaken verlangsamt den Fall. Wichtig bleibt, dass die Haken frei pendeln und beim Absinken nicht in die Schnur greifen – ein verhedderter Bladebait arbeitet gar nicht mehr.
Jahreszeitlich liegt die Hochphase im Spätherbst und Winter, wenn Barsche und Zander in Rudeln über tiefen Bereichen stehen. Dann ersetzt der Bladebait häufig den Gummiköder, weil er auch bei minimaler Bewegung noch Druck erzeugt. Im Sommer setzt Du ihn eher punktuell ein: an Buhnenköpfen, über Krautkanten oder wenn Fische auf schnelle, aggressive Reize reagieren. Ein Drilling in scharfem Zustand ist dabei wichtiger als jede Farbwahl.
In den Nachbarkategorien findest Du die passenden Alternativen: Gummifische und Twister für die langsamere Führung, Spinner, Blinker und Spoons als weitere Metallköder, dazu Wobbler, Chatterbaits, Creature Baits, Mormyschkas und Kunstmaden und Kunstwürmer. Für das Meer stehen Pilker und die übrigen Meeressysteme bereit, für die Fliegenrute Fliegen und Streamer; die komplette Übersicht liefert der Bereich Kunstköder, Kleinteile das Angelzubehör.
Ob 3 Gramm für den Hafenbarsch oder 14 Gramm für die tiefe Rinne im Strom – such Dir Gewicht und Dekor passend zum Gewässer aus und bestelle Deine Bladebaits jetzt bequem bei Purewild!