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Zocker

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Zocker kaufen – schlanke Vertikalköder für Barsch, Zander und Dorsch in der Tiefe.

Ein Zocker ist ein schmaler, im Verhältnis zur Länge schwerer Metallköder, der senkrecht unter der Rutenspitze gefischt wird. Der Körper ist gleichmäßig kompakt gehalten, oft leicht gebogen oder vierkantig, und trägt am Ende einen Drilling oder Einzelhaken. Beim Absinken kippt er zur Seite, blitzt kurz auf und ahmt einen taumelnden, verletzten Kleinfisch nach. Der Jenzi Zocker mit roter Folie zeigt diese Bauweise mit reflektierender Auflage, die auch in trübem Wasser Licht zurückwirft.

Das Gewicht ist bei diesen Ködern kein Nebenprodukt, sondern das Konstruktionsziel. Zehn bis vierzig Gramm auf wenigen Zentimetern Länge halten den Köder auch bei Strömung und in großer Tiefe senkrecht unter dem Boot. Der Jenzi Vertical-Jig 12 g 5 cm Shiner deckt das leichte Segment für Barsch im Binnensee ab, der Jenzi Jig Gold setzt auf eine warme Metalloberfläche, die bei tiefstehender Wintersonne und in angefärbtem Wasser gut sichtbar bleibt. Ersatzdrillinge und Sprengringe führt der Bereich Zubehör für Kunstköder.

Die Führung ist einfach und verlangt trotzdem Disziplin. Du lässt den Köder bis auf Grund, holst ihn zwei Kurbelumdrehungen an, hebst die Rutenspitze dreißig bis fünfzig Zentimeter an und lässt den Zocker an leicht gespannter Schnur zurückkippen. Der Biss kommt fast immer in dieser Absinkphase und zeigt sich nur als kurzes Stocken oder als leichtes Nachgeben der Spitze. Eine dehnungsarme geflochtene Schnur überträgt das direkt; günstige Meterware für die Spule findest Du unter Großspulen.

Zielfische sind vor allem Barsch und Zander in tiefen Seen, Talsperren und Baggerseen sowie in ruhigen Flussabschnitten mit Rinnen und Kanten. Auf See ersetzt der Zocker in kleiner Ausführung den schweren Pilker, sobald Dorsch und Köhler vorsichtig fressen. Beim Eisangeln gehört er zur Standardausrüstung, weil er im engen Bohrloch keinen Platz zum Auswerfen benötigt. Kleine Beifänger oberhalb des Köders lassen sich mit Systemen aus dem Bereich Makkvorfächer kombinieren.

Bei der Auswahl richtest Du das Gewicht nach Tiefe und Strömung aus, nicht nach der Ködergröße allein. Als Faustregel gilt: so leicht wie möglich, aber schwer genug, um bei jeder Drift senkrecht zu bleiben. Schräg abstehende Schnur kostet Bissausbeute. Farblich reichen drei Richtungen: Silber für klares Wasser, Gold oder Kupfer für Trübung, dazu ein Glow-Muster für tiefe Bereiche. Bei häufigem Grundkontakt hilft ein zusätzliches Tropfenblei am Seitenarm, das Grundgefühl zu halten.

Die Abgrenzung zu den anderen Metallködern ist wichtig. Blinker sind flach ausgewalzt und für das horizontale Einholen gebaut, Spoons sind kleine, leichte Löffel für Forellenseen mit langsamer Führung. Mormyschkas sind winzige, meist beköderte Bleitropfen für feinstes Eisangeln, und Bladebaits arbeiten mit Metallblatt und starker Vibration beim Anheben. Der Zocker steht dazwischen: kompakt, schwer, ohne eigene Aktion beim Einholen und ganz auf den Fall nach unten ausgelegt.

Auch von den Weichplastikködern grenzt sich diese Kategorie klar ab. Gummifische und Twister benötigen einen Bleikopf und erzeugen ihren Reiz über Schwanzteller oder Sichel, hier steckt die Wirkung dagegen im Metallkörper selbst. Wobbler laufen über eine Tauchschaufel auf einer festen Tiefe, Jointed Lures ergänzen ein Gelenk für breite Schlängelbewegung. Ein Zocker verzichtet auf all das und braucht Deine Rutenbewegung als Antrieb.

Die Hauptsaison liegt im Spätherbst und Winter, wenn Weißfischschwärme in die Tiefe ziehen und Räuber darunter stehen. Suche mit dem Echolot oder taste Kanten ab, halte das Boot ruhig über der Fischwolke und fische jede Stelle nur wenige Minuten. Nach dem Einsatz spülst Du die Köder ab und prüfst die Hakenspitzen mit dem Fingernagel. Werkzeug zum Kürzen von Schnüren führt der Bereich Schneidewerkzeuge, und regelmäßige Rollenpflege hält die Bremse nach kalten Tagen leichtgängig.

Passend ergänzt Du Deine Köderbox in der Sparte Kunstköder und im Gesamtsortiment Angeln. Für flaches Wasser lohnen Spinner und Chatterbaits, für Zander am Grund Creature Baits und für den Sommer an der Oberfläche Popper. Mehrarmige Systeme stehen unter Umbrella-Rigs, die schweren Meeresköder unter Meeressysteme, und für den Transport ans Wasser eignet sich ein Angelrucksack.

Ob über der Winterkante im Baggersee oder im Bohrloch auf dem Eis: Mit dem richtigen Gewicht und ruhiger Hand wird aus wenigen Zentimetern Metall der fängigste Köder der kalten Monate. Stell Dir Deine Auswahl zusammen und bestelle Deine Zocker jetzt bequem bei Purewild!