Jointed Lures
Jointed Lures kaufen – mehrgliedrige Kunstköder mit Gelenk für ein lebendiges Laufbild.
Jointed Lures sind Kunstköder, deren Körper aus zwei oder mehr Segmenten besteht. Die Teile hängen über Ösen, Stifte oder eingelassene Gelenke zusammen und bewegen sich beim Einholen gegeneinander. Dadurch entsteht eine schlängelnde Bewegung, die ein starrer Körper nicht erzeugt. Innerhalb der Kunstköder bilden sie eine eigene Gruppe, weil nicht die Tauchschaufel, sondern die Zahl und Lage der Gelenke das Laufbild bestimmt.
Die Bauformen unterscheiden sich deutlich. Zweiteiler mit Schaufel tauchen auf eine feste Tiefe und schwänzeln dort breit, wie der Jenzi Jeronimo Pike 20 cm für große Hechte oder der Jenzi Jeronimo Trout 14 cm im mittleren Format. Gliedermodelle ohne Schaufel gleiten stattdessen seitlich aus, etwa der Jenzi Jeronimo Magnum Glider 12 cm und der langgestreckte Jenzi Natural-Glider 16,5 cm. Viergliedrige Köder wie der Jenzi Jeronimo 4-Section-Trout 16 cm laufen besonders wellenförmig.
Auch das Format ist ein Auswahlkriterium für sich. Kleine Ausführungen wie der Jenzi Jeronimo Junior 10 cm passen an leichteres Gerät und werden von Barsch und mittlerem Hecht genommen, während zwanzig Zentimeter lange Modelle eine kräftige Rute und eine Rolle mit Reserve verlangen. Die Segmentzahl wirkt zusätzlich: Zwei Teile laufen ruhiger und lassen sich schneller führen, vier Teile bringen mehr Bewegung ins Wasser, reagieren dafür empfindlicher auf zu hohes Tempo.
Als mehrteiliger Swimbait steht daneben der Mikado Gliederköder MFT Swimbait in 7, 10 und 13 cm. Er läuft langsam sinkend, lässt sich dadurch dicht unter der Oberfläche halten oder über Kanten absenken, und bringt zwei verschiedene Wechselschwänze mit, mit denen sich das Laufbild von ruhig auf lebhaft umstellen lässt.
Bei der Montage entscheidet die Verbindung zur Schnur. Ein weiches Vorfach dämpft das Spiel, ein zu kurzes nimmt dem Kopfsegment den Ausschlag. Bei Zander und Barsch reicht oft monofile Vorfachschnur, sobald Hecht im Wasser steht, gehört ein hartes Material davor. Ein loser Sprengring oder Karabiner am Kopf lässt die vordere Öse frei arbeiten. Sinkende Modelle lassen sich mit bleifreien Kugelgewichten am Vorfach zusätzlich abstimmen.
Die Führung ist die halbe Miete. Glider verlangen kurze Schläge aus dem Handgelenk mit Pause dazwischen, damit der Köder seitlich ausbricht und wieder zurückkippt. Geschaufelte Zweiteiler laufen bereits beim gleichmäßigen Einholen, gewinnen aber durch Tempowechsel. Vom Boot heraus lässt sich das Muster im Schleppgang absuchen, wobei ein Elektromotor die gleichmäßig langsame Fahrt hält, die solche Köder brauchen.
Als Zielfische stehen Hecht, Zander, Barsch und Wels im Vordergrund, an großen Seen auch Rapfen im offenen Wasser. Große Gliederköder wirken vor allem dort, wo sich Raubfische an breitrückige Beute gewöhnt haben, also über Kanten, an Krautfeldern und entlang steiler Ufer. Für den Fang gehört ein weitmaschiger Kescher aus dem Bereich Kescher und Netze an den Platz, beim Lösen der Drillinge schützen Handschuhe die Finger.
Die Abgrenzung zu den Nachbarrubriken ist klar. Wobbler haben einen durchgehenden, starren Körper, dessen Lauf allein aus Schaufel und Formgebung entsteht. Gummifische bestehen aus weichem Kunststoff und werden über einen Jigkopf beschwert. Popper arbeiten ausschließlich an der Oberfläche, und Zocker sind schwere Metallköder für das senkrechte Fischen. Hier zählt ausschließlich der mehrteilige Aufbau.
Auch die übrigen Köderarten haben eigene Aufgaben. Spinner und Blinker erzeugen Druck über rotierendes oder taumelndes Blech, Spoons sind leichte Löffel für Forellen, Chatterbaits und Bladebaits arbeiten mit Vibration. Weiche Imitate wie Creature Baits zielen dagegen auf vorsichtige, kurz beißende Fische.
Beim Kauf lohnt der Blick auf die Beschlagteile. Sprengringe und Drillinge müssen zur Größe des Körpers passen, denn ein zu schwerer Haken bremst das hintere Segment aus. Prüfe außerdem das Gesamtgewicht gegen das Wurfgewicht Deiner Rute und achte darauf, ob das Modell schwimmt, langsam sinkt oder absackt. Im Herbst und Winter laufen große Formate am besten, im Sommer bringen kleinere Köder in Ufernähe mehr Kontakte, wo Knicklichter in der Dämmerung die Rutenspitze markieren.
Passend dazu findest Du im Sortiment weitere Rubriken: Angeln als Einstieg ins Gesamtprogramm, Zubehör für Kunstköder mit Ringen, Haken und Ersatzteilen, Umbrella-Rigs für den Schwarm am Draht, Meeressysteme für die Küste, Twister als günstige Ergänzung in der Box und Kunstmaden und Kunstwürmer für zögerliche Fische.
Mehrgliedrige Köder bringen Bewegung ins Wasser, wo einteilige Modelle längst durchgefischt sind, und sie überzeugen besonders dann, wenn große Fische wählerisch reagieren. Suche Dir Länge, Segmentzahl und Lauftiefe passend zu Deinem Gewässer aus und bestelle Deine Jointed Lures jetzt bequem bei Purewild!