Was ist eine Bienenkönigin? – Die Bienenkönigin ist das einzige voll fortpflanzungsfähige Weibchen im Bienenvolk und legt als Herz des Stocks täglich bis zu 2000 Eier. Sie steuert über ihre Pheromone den Zusammenhalt, die Stimmung und die Entwicklung des gesamten Volkes und entscheidet damit maßgeblich über dessen Stärke, Sanftmut und Gesundheit.
Wie funktioniert eine Bienenkönigin im Volk?
Die Königin ist das Zentrum eines jeden Bienenvolks: Von ihr hängt ab, ob der Stock wächst, gesund bleibt und ruhig arbeitet. Nach der Begattung legt sie in der Hochsaison unermüdlich Eier und sorgt so für stetigen Nachwuchs an Arbeiterinnen. Gleichzeitig gibt sie das sogenannte Königinnenpheromon ab, das die Arbeiterinnen an ihrem Duft erkennen und das dem Volk signalisiert: Hier ist alles in Ordnung. Fehlt dieser Duftstoff, wird das Volk unruhig und beginnt umgehend, eine neue Königin nachzuziehen. Wer erstmals in die Imkerei einsteigt, findet unter Imkern einen guten Überblick über alles, was rund um Volk und Königin dazugehört.
Wie erkennst Du die Bienenkönigin im Stock?
Die Königin ist deutlich größer und schlanker als die Arbeiterinnen, vor allem ihr Hinterleib ist länger gestreckt und ragt weit über die Flügel hinaus. Ihre Bewegungen wirken ruhig und würdevoll, während die Arbeiterinnen sie in einem Hofstaat umringen und versorgen. Viele Imker markieren ihre Königin mit einem farbigen Punkt auf dem Bruststück, um sie schneller zu finden und das Anstellungsjahr zu erkennen. Beim Durchsehen der Waben hilft Dir ruhiges, konzentriertes Arbeiten mit dem passenden Stockmeißel und dem übrigen Imkerwerkzeug, damit Du die Königin nicht übersiehst oder verletzt.
Welche Arten und Rassen von Bienenköniginnen gibt es?
In Mitteleuropa dominiert die Carnica-Biene, die für ihre Sanftmut, ihren Fleiß und ihre gute Überwinterung geschätzt wird. Daneben findest Du Buckfast-Königinnen, die aus einer gezielten Kreuzung hervorgegangen sind und sich durch hohen Honigertrag und ruhiges Verhalten auszeichnen, sowie regionale Landrassen wie die Dunkle Biene. Für viele Einsteiger ist eine standbegattete oder reinbegattete Carnica-Königin die erste Wahl. Passend dazu bietet sich der Purewild Carnica Bienenableger auf Zandermaß an, mit dem Du ein junges Volk samt Königin auf bewährtem Zandermaß startest. Eine eigene Bienenkönigin kaufen kannst Du gezielt, wenn Du eine bestimmte Rasse in Deinen Bestand bringen möchtest.
Wie entsteht eine Bienenkönigin?
Jede Königin beginnt ihr Leben als ganz gewöhnliches befruchtetes Ei – genetisch identisch mit einer Arbeiterin. Der entscheidende Unterschied liegt in der Ernährung: Larven, die durchgehend mit Gelée Royale, dem eiweißreichen Futtersaft, gefüttert werden, entwickeln sich zu Königinnen. Die Ammenbienen ziehen sie dafür in großen, nach unten hängenden Weiselzellen heran. Nach etwa 16 Tagen schlüpft die junge Königin, unternimmt wenige Tage später ihren Hochzeitsflug und wird dabei von mehreren Drohnen begattet. Wer diesen Prozess gezielt steuern möchte, findet in der Königinnenzucht das nötige Zubehör vom Umlarvlöffel bis zum Käfig.
Wann solltest Du eine Königin erneuern oder zusetzen?
Eine Königin ist zwar mehrere Jahre lang fruchtbar, doch ihre Legeleistung lässt mit dem Alter spürbar nach. Viele Imker tauschen die Königin daher alle ein bis zwei Jahre aus, um das Volk jung, vital und schwarmträge zu halten. Ein Zusetzen ist außerdem nötig, wenn ein Volk weisellos geworden ist, etwa nach dem Verlust der alten Königin. Auch beim Aufbau neuer Völker spielt sie die Hauptrolle: Wer einen Ableger kaufen möchte, erhält damit ein junges Volk, das rund um eine frische Königin heranwächst.
Weshalb ist die Bienenkönigin für das Volk so wichtig?
Ohne Königin hat ein Bienenvolk keine Zukunft, denn nur sie legt befruchtete Eier, aus denen neue Arbeiterinnen entstehen. Fällt sie aus und kann das Volk keine neue nachziehen, überaltert der Bestand und stirbt langsam aus. Darüber hinaus hält ihr Pheromon das Volk sozial zusammen und dämpft die Schwarmlust. Eine leistungsstarke, gesunde Königin ist damit die wichtigste Voraussetzung für ein Bienenvolk, das kräftig wächst und im Sommer reichlich Honig einträgt.
Wofür brauchst Du eine separate Königin?
Eine einzeln zugekaufte Königin brauchst Du immer dann, wenn Du gezielt in die Genetik Deiner Völker eingreifen willst. Das kann der Wunsch nach sanfteren Bienen sein, nach höherer Honigleistung oder nach besserer Widerstandskraft gegen Krankheiten. Auch zum Umweiseln aggressiver Völker oder zum Retten eines weisellosen Stocks ist eine junge, begattete Königin das Mittel der Wahl. Wer seinen Bestand erweitern will, kombiniert den Königinnenzukauf oft mit dem klassischen Bienen kaufen, um mehrere Völker parallel aufzubauen.
Womit kombinierst Du die Bienenkönigin in der Praxis?
Eine Königin allein macht noch kein Volk – sie braucht ein passendes Zuhause und die richtige Betreuung. Dazu gehören stabile Bienenkästen mit sauber ausgebauten Waben, in denen die Königin ein geschlossenes Brutnest anlegen kann. Für die ruhige Arbeit am offenen Volk sorgen ein guter Smoker mit dem passenden Rauchmaterial; wie der Rauch die Bienen beruhigt, erklärt der Eintrag Smoker im Detail. Damit die junge Königin und ihr Volk gut durch magere Zeiten kommen, hältst Du außerdem Bienenfutter bereit.
Worauf solltest Du beim Kauf einer Bienenkönigin achten?
Achte beim Kauf auf eine begattete, gesunde Königin aus kontrollierter Zucht mit klaren Angaben zu Rasse, Anstellungsjahr und Herkunft. Eine gut markierte Königin erleichtert Dir später das Auffinden im Stock. Wichtig ist außerdem ein seriöser, tierschutzgerechter Versand, bei dem die Königin mit Begleitbienen und Futterteig sicher verpackt reist. Für den Start empfiehlt sich eine sanftmütige Carnica-Königin, die auch für Einsteiger gut zu handhaben ist. Die passenden Tiere und Völker findest Du gebündelt unter Bienenkönigin kaufen, ergänzendes Imkerbekleidung schützt Dich beim Zusetzen vor Stichen.
Für wen lohnt sich der Zukauf einer Königin?
Der Zukauf lohnt sich für Einsteiger, die schnell ein zuverlässiges, sanftes Volk aufbauen wollen, ebenso wie für erfahrene Imker, die ihre Genetik gezielt verbessern. Auch wer nach einem Winterverlust rasch wieder handlungsfähig sein möchte oder ein weiselloses Volk retten muss, ist mit einer fertig begatteten Königin gut beraten. Selbst kleine Hobbyimker mit nur wenigen Völkern profitieren von frischem Blut, das die Schwarmlust senkt und den Honigertrag stabil hält. Wer den Honig anschließend professionell ernten will, findet unter Honigverarbeitung die passende Ausstattung.
Welche Fehler solltest Du beim Umgang mit der Königin vermeiden?
Der häufigste Fehler ist es, eine neue Königin zu hastig ins Volk zu setzen – ohne Eingewöhnung über einen Zusetzkäfig greifen die Bienen sie oft an und töten sie. Ebenso solltest Du beim Durchsehen der Waben ruhig arbeiten und die Königin niemals quetschen oder unbedacht zwischen den Rähmchen einklemmen. Vermeide es außerdem, ein bereits weiselrichtiges Volk mit einer zweiten Königin zu verwirren. Übermäßiger Rauch schadet ebenfalls: Setze Bienenabwehr und Smoker stets dosiert ein, damit das Volk ruhig, aber nicht gestresst bleibt.
Wie pflegst und begleitest Du die Königin über das Jahr?
Kontrolliere in der Saison regelmäßig, ob ein geschlossenes, gleichmäßiges Brutnest vorhanden ist – das ist das sicherste Zeichen für eine gut legende Königin. Sorge mit ausreichend Futter und intakten Waben dafür, dass sie ungestört legen kann, und beuge dem Schwärmen durch rechtzeitiges Erweitern vor. Im Herbst prüfst Du die Volksstärke, damit die Königin gut versorgt in den Winter geht. Den geernteten Honig füllst Du am besten gleich in saubere Honigbehälter ab, damit Deine Arbeit rund um Volk und Königin sich auch im Glas auszahlt.
Damit ist die Bienenkönigin das schlagende Herz jedes Volkes: Sie bestimmt über Wachstum, Sanftmut und Honigertrag und ist die wichtigste Investition in eine gesunde Imkerei. Mit einer vitalen, gut begatteten Königin, dem passenden Zubehör und etwas Erfahrung legst Du die Grundlage für starke Völker und volle Honigwaben. Deine neue Königin und alles rund ums Volk findest Du direkt bei Purewild.
Aus demselben befruchteten Ei wird je nach Fütterung eine Königin oder eine Arbeiterbiene – der Unterschied entsteht erst in der Larvenphase.
Verlässt die alte Königin mit einem Teil des Volkes die Beute, spricht man von einem Bienenschwarm.
Nur die Königinnenlarve wird durchgehend mit Gelée Royale gefüttert – daraus entsteht der Unterschied zur Arbeiterin.