Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Smoker

Was ist ein Smoker? – Ein Smoker, auch Imkerpfeife genannt, ist ein Rauchgerät, mit dem Du beim Öffnen eines Bienenvolks kühlen Rauch erzeugst. Der Rauch beruhigt die Bienen, dämpft ihre Alarmreaktion und macht das Arbeiten an der Beute für Dich und Deine Völker deutlich sicherer und ruhiger.

Weshalb beruhigt der Rauch die Bienen?

Die Wirkung beruht auf einem uralten Instinkt: Rauch signalisiert den Bienen einen möglichen Waldbrand. Sie nehmen daraufhin Honig auf, um für eine Flucht gerüstet zu sein, werden dadurch träger und weniger verteidigungsbereit. Gleichzeitig überdeckt der Rauch die Alarmpheromone der Wächterbienen, sodass sich Aufregung nicht im ganzen Volk ausbreitet. So kannst Du in Ruhe Waben ziehen, das Volk kontrollieren und Honig ernten, ohne die Bienen unnötig zu stressen.

Wer braucht einen Smoker?

Ein Smoker gehört bei jedem Imker zur Grundausstattung – vom Anfänger mit einem Volk bis zum Berufsimker mit vielen Beuten. Schon beim ersten Öffnen einer Beute wirst Du merken, wie viel ruhiger und sicherer die Arbeit mit kühlem Rauch verläuft. Auch für Vereine und Imkerschulen ist der Smoker unverzichtbar, weil er das Handling für Einsteiger deutlich entspannter macht.

Woraus besteht ein Smoker?

Ein Smoker besteht aus einer Brennkammer aus Metall, einem angesetzten Blasebalg und einem Deckel mit Tülle, durch die der Rauch gezielt austritt. Über den Blasebalg fachst Du die Glut an und dosierst die Rauchmenge. Viele Modelle besitzen einen Innenbehälter, der die Brennkammer schützt und für gleichmäßige Glut sorgt – so etwa der Smoker mit Edelstahl-Innenbehälter Ø10 cm oder die kompaktere Ø8-cm-Variante. Ein Hitzeschutzkorb um die Kammer bewahrt Dich vor Verbrennungen, wenn das Gerät im Einsatz heiß wird.

Womit befülle ich einen Smoker?

Entscheidend für kühlen, ruhigen Rauch ist das richtige Brennmaterial. Bewährt haben sich naturbelassene Stoffe wie Hobelspäne, Jute, getrocknetes Gras, Rinde oder fertige Rauchstoffe wie der Hanf-Rauchstoff aus reinem Hanf. Was sich eignet und wie Du es sauber zum Glimmen bringst, findest Du in der Kategorie Rauchmaterial. Wichtig ist, dass das Material glimmt und nicht offen brennt – heißer, aggressiver Rauch würde die Bienen reizen statt beruhigen. Verzichte auf behandeltes Holz, Kunststoffe oder Karton mit Druckfarben.

Wie zünde ich einen Smoker richtig an?

Beginne mit etwas leicht entzündlichem Material am Boden der Kammer, gib dann nach und nach gröberes Material nach und pumpe regelmäßig mit dem Blasebalg, bis eine gleichmäßige Glut entsteht. Fülle die Kammer locker, damit Luft durchziehen kann. Ein gut gepackter Smoker hält oft eine ganze Durchsicht über, ohne dass Du nachlegen musst. Bevor Du den ersten Rauchstoß ans Volk gibst, prüfst Du an der Handoberseite, dass der Rauch wirklich kühl ist und nicht brennt.

Wann und wie viel sollte ich rauchen?

Du setzt den Smoker bei jeder Arbeit am offenen Volk ein: bei der Frühjahrs- und Herbstkontrolle, beim Erweitern oder Einengen, bei der Honigernte und bei Behandlungen. Ein bis zwei sanfte Rauchstöße auf die Fluglochseite und unter den Deckel genügen meist. Zu viel Rauch treibt die Bienen unnötig auf und kann Geschmack auf den Honig übertragen. Erfahrene Imker rauchen deshalb so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

Welche Smoker-Modelle und Größen gibt es?

Als handlicher, hochwertiger Einstieg empfiehlt sich die Imkerpfeife Primus – ideal für kleine bis mittlere Imkereien. Wer viele Völker betreut, greift zu größeren Edelstahlmodellen mit langer Glutdauer wie dem Original ZADANT Smoker groß oder dem Ami Smoker groß im amerikanischen Stil mit großem Volumen. Kleinere Smoker sind leichter und wendiger, größere komfortabler bei langen Durchsichten – Ein weiteres großvolumiges Modell für den Vielvölker-Betrieb ist der Rubbee Deluxe Ami Smoker. Die Wahl hängt vor allem von der Zahl Deiner Völker und der Dauer Deiner Arbeiten ab.

Worauf solltest Du beim Kauf achten?

Achte auf rostfreien Edelstahl, einen stabilen, luftdicht schließenden Blasebalg aus zähem Material, einen fest vernieteten Hitzeschutz und einen Deckel mit Haltehaken. Ein Innenbehälter erleichtert das Reinigen und schont die Kammer. Der Smoker gehört – neben Stockmeißel und Bienenbesen – zur Grundausstattung, die Du gebündelt unter Imkerwerkzeuge findest. Praktische Ergänzungen sind ein Purewild Bienenstockmeißel oder ein Ami Stockmeißel zum Lösen der Rähmchen und ein Abkehrbesen zum sanften Abkehren der Bienen.

Worauf muss ich beim Brandschutz achten?

Ein Smoker wird sehr heiß und enthält echte Glut. Stelle ihn nur auf feuerfeste, standsichere Unterlagen und niemals in trockenes Gras oder auf brennbaren Boden. Transportiere ihn gesichert, damit er nicht umkippt, und lösche die Glut nach der Arbeit vollständig, indem Du das Flugloch verschließt oder die Kammer luftdicht abdeckst. Kontrolliere vor dem Verstauen im Auto oder Schuppen unbedingt, dass wirklich nichts mehr glimmt und keine Funken mehr aufsteigen.

Wie halte ich die Glut über die ganze Durchsicht?

Der Schlüssel ist die richtige Schichtung: unten leicht brennbares Anzündmaterial, darüber locker gepacktes, gröberes Material, das langsam glimmt. Pumpe zwischendurch immer wieder ein paar Mal mit dem Blasebalg, damit die Glut nicht erstickt, und lass den Deckel geschlossen, wenn Du den Smoker gerade nicht brauchst. Ein gut befüllter Smoker mit Innenbehälter hält so problemlos eine komplette Durchsicht über, ohne dass Du nachlegen musst.

Welche Alternativen gibt es zum Smoker?

Für kleine, kurze Eingriffe nutzen manche Imker eine Sprühflasche mit Wasser oder dünnem Zuckerwasser, um die Bienen von den Oberträgern zu lösen. Das ersetzt den Smoker aber nicht: Wasser beruhigt nicht wie Rauch und ist bei größeren Arbeiten oder wehrhaften Völkern keine echte Option. Für sicheres, entspanntes Arbeiten bleibt der Smoker das Standardwerkzeug jeder Imkerei. Wer regelmäßig imkert, kommt am Smoker daher auf Dauer nicht vorbei.

Wie pflege ich meinen Smoker?

Lass den Smoker nach dem Einsatz vollständig auskühlen und entleere die Asche, damit sich keine Rückstände festsetzen und die Luftzufuhr frei bleibt. Bürste Brennkammer und Tülle gelegentlich aus, denn Teer und Kondensat können die Öffnung verengen. Prüfe den Blasebalg auf Risse und lagere das Gerät trocken. So bleibt Dein Smoker über viele Jahre zuverlässig einsatzbereit.

Ob Frühjahrskontrolle, Honigernte oder Behandlung – mit einem zuverlässigen Smoker arbeitest Du ruhiger, sicherer und schonender am Volk. Wer von Anfang an auf ein solides, gut verarbeitetes Gerät setzt, spart sich Ärger am Bienenstand und arbeitet über viele Jahre zuverlässig. Die passenden Modelle für Deine Imkerei findest Du direkt in der Kategorie Smoker – jetzt bequem bei Purewild.