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Gelée Royale

Was ist Gelée Royale? – Gelée Royale ist der milchig-weiße Futtersaft, den junge Ammenbienen in ihren Kopfdrüsen bilden und mit dem sie ausschließlich die Bienenkönigin sowie ganz junge Larven ernähren. Dieser eiweiß-, zucker- und vitaminreiche Weiselfuttersaft macht aus einer gewöhnlichen Larve eine Königin und ist damit der biologische Schlüssel jeder erfolgreichen Zucht.

Wie funktioniert Gelée Royale im Bienenvolk?

Gelée Royale entsteht in den Futtersaft- und Oberkieferdrüsen der Ammenbienen, also der jungen Arbeiterinnen im Alter von etwa sechs bis fünfzehn Tagen. Diese Ammen verfüttern den Saft direkt an die Larven, wobei die Königinlarve zeitlebens damit versorgt wird, während Arbeiterinnen- und Drohnenlarven nur in den ersten Tagen davon bekommen. Genau diese üppige Fütterung entscheidet über das Schicksal der Larve: Aus einer weiblichen Made, die dauerhaft Gelée Royale erhält, wird eine fruchtbare Königin, aus derselben Made mit normalem Futter dagegen eine Arbeiterin. Wer sich mit der Königinnenzucht beschäftigt, macht sich genau dieses Prinzip gezielt zunutze. Die gesamte Grundlage dieses Vorgangs gehört zum Kernwissen des Imkerns.

Woraus besteht Gelée Royale?

Der Futtersaft besteht zu etwa zwei Dritteln aus Wasser, dazu kommen hochwertige Proteine, freie Aminosäuren, Zucker wie Fructose und Glucose sowie Fettsäuren, darunter die für Gelée Royale typische 10-Hydroxy-2-Decensäure. Ergänzt wird das Ganze durch Vitamine der B-Gruppe, Mineralstoffe und verschiedene Enzyme. Diese Zusammensetzung macht den Saft zu einem außergewöhnlich nährstoffdichten Futter, das die Larve in kürzester Zeit enorm wachsen lässt. Für Dich als Imker ist vor allem wichtig zu verstehen, dass diese Nährstofffülle nur entsteht, wenn das Volk gut versorgt und stark ist – ein Zusammenhang, der auch bei der Auswahl des richtigen Bienenfutters eine Rolle spielt.

Welche Rolle spielt Gelée Royale bei der Königinnenzucht?

In der gezielten Zucht ist Gelée Royale der zentrale Hebel: Nimmst Du junge Larven aus einem Volk und setzt sie in Weiselzellen, versorgen die Ammenbienen sie reichlich mit Futtersaft und ziehen daraus neue Königinnen. Genau nach diesem Prinzip arbeiten Umlarvmethoden und Zuchtsysteme. Damit die frisch geschlüpften Königinnen anschließend begattet werden können, brauchst Du passende Begattungskästchen wie das bewährte APIDEA Begattungskasten, das Rubee Begattungskästchen Matterhorn oder das Hobbee Begattungskasten Rheintal. So schließt sich der Kreis vom Futtersaft bis zur begatteten Jungkönigin.

Wann bilden die Bienen Gelée Royale?

Die Produktion von Gelée Royale hängt eng am Jahresverlauf und an der Volksstärke. In der Aufbauphase von Frühjahr bis Sommer, wenn viel Brut gepflegt wird und junge Ammenbienen in großer Zahl vorhanden sind, fließt der Futtersaft besonders reichlich. In dieser Zeit fällt auch die Zucht am leichtesten, weil die Völker aus sich heraus in Schwarmstimmung geraten und Weiselzellen anlegen. Im Spätsommer und Herbst dagegen lässt die Futtersaftbildung nach, weil weniger Brut gepflegt wird. Wer zur richtigen Zeit umlarvt und die Völker mit passendem Futter unterstützt, erntet die kräftigsten Königinnen.

Weshalb ist Gelée Royale für das Volk so wertvoll?

Ohne Gelée Royale gäbe es keine Königin und damit kein fortbestehendes Volk. Der Saft entscheidet nicht nur über die Kastenbildung, sondern hält auch die Königin ein Leben lang leistungsfähig, sodass sie täglich Tausende Eier legen kann. Für das gesamte Imkern ist das ein zentraler Zusammenhang: Ein Volk ist nur so stark wie seine Königin, und die Königin ist nur so vital, wie sie in ihrer Larvenzeit gefüttert wurde. Deshalb lohnt es sich, gesunde, futtersaftreiche Völker zu pflegen und sie in guten Bienenkästen zu halten, in denen sie sich optimal entwickeln.

Wofür wird Gelée Royale außerhalb des Bienenvolks genutzt?

Über die Imkerei hinaus wird Gelée Royale als Nahrungsergänzung und in der Kosmetik geschätzt, weil ihm belebende Eigenschaften nachgesagt werden. Die Gewinnung ist allerdings aufwendig, da der Saft aus einzelnen Weiselzellen entnommen werden muss und nur in kleinen Mengen anfällt. Für die meisten Hobbyimker steht deshalb nicht die Ernte des Saftes im Vordergrund, sondern sein natürlicher Nutzen für die Zucht. Wer dennoch ernten möchte, braucht sauberes Arbeiten und die passende Ausrüstung aus dem Bereich Honigverarbeitung sowie geeignete Honigbehälter zur hygienischen Lagerung.

Womit kombiniere ich die Arbeit mit Gelée Royale am Bienenstand?

Die Zuchtarbeit rund um den Futtersaft gelingt nur mit dem richtigen Werkzeug. Zum Umlarven und Kontrollieren der Zellen brauchst Du zuverlässige Imkerwerkzeuge, und für ruhiges Arbeiten am geöffneten Volk sorgt der Smoker. Damit Du dabei geschützt und gelassen bleibst, gehört gute Imkerbekleidung zur Grundausstattung. Fängst Du gerade erst an und brauchst noch ein Volk für Deine ersten Zuchtversuche, findest Du passende Völker unter Bienen kaufen. So spielen Werkzeug, Schutz und Volk sauber zusammen.

Worauf solltest Du beim Kauf der Zuchtausrüstung achten?

Da Du Gelée Royale selbst nicht kaufst, sondern die Bedingungen für seine Bildung schaffst, richtet sich Dein Blick auf die Zuchtausrüstung. Achte auf saubere, gut belüftete Begattungskästchen und auf durchdachte Systeme zum sicheren Umsetzen der Königinnen. Für den Versand und das Zusetzen begatteter Königinnen brauchst Du einen passenden Versand- & Zusetzkäfig, etwa den Nicot Versand- und Zusetzkäfig, den Zusetzkäfig Iltis oder den Bienen Ruck RuBee Versand- & Zusetzkäfig. Qualität und saubere Verarbeitung zahlen sich hier auf Jahre aus.

Für wen ist das Wissen um Gelée Royale wichtig?

Grundsätzlich sollte jeder Imker die Rolle des Futtersaftes kennen, weil sie erklärt, warum Völker Königinnen nachziehen und wie Schwarmstimmung entsteht. Besonders wichtig wird das Thema für alle, die selbst züchten oder ihre Bestände gezielt vermehren wollen. Aber auch Einsteiger profitieren, weil sie das Verhalten ihrer Bienen besser verstehen und früher erkennen, wenn ein Volk weisellos wird. Wer das Zusammenspiel von Futtersaft, Königin und Volk begreift, imkert insgesamt ruhiger, planvoller und erfolgreicher.

Welche Fehler solltest Du rund um Gelée Royale und die Zucht vermeiden?

Der häufigste Fehler ist es, zu alte Larven umzularven – nur ganz junge Maden werden noch zu vollwertigen Königinnen ausgefüttert. Ebenso schädlich ist es, aus schwachen, futtersaftarmen Völkern zu ziehen, denn sie liefern minderwertige Zellen. Vergiss außerdem nicht, die frisch begatteten Königinnen sicher zu handhaben: Ein Abfangkäfig wie der praktische Abfangkäfig Clip schützt die Königin beim Umsetzen. Und schließlich solltest Du hektisches Arbeiten am offenen Volk vermeiden, weil Stress die Ammenbienen stört und die Futtersaftbildung bremst.

Wie pflegst und unterstützt Du die Futtersaftbildung im Volk?

Damit Deine Bienen reichlich Gelée Royale bilden, hältst Du die Völker stark, gesund und gut versorgt. Sorge für eine ausgewogene Nahrung, indem Du in trachtarmen Zeiten mit geeignetem Bienenfutter unterstützt, und halte die Beuten sauber und trocken. Ein reges Brutgeschäft und viele junge Ammenbienen sind die Voraussetzung für viel Futtersaft, deshalb lohnt sich die regelmäßige Kontrolle der Volksstärke. Weiteres praktisches Zubehör für sauberes Arbeiten findest Du unter Rubbee Begattungskästchen Holstein sowie in der Kategorie Versand- & Zusetzkäfig. Ein gut geführtes Volk dankt Dir das mit kräftigen Königinnen.

Gelée Royale ist damit weit mehr als ein einfacher Futtersaft – er ist der biologische Motor jeder Königinnenzucht und der Schlüssel zu starken, vitalen Völkern. Wer das Prinzip versteht und seine Bienen mit dem richtigen Werkzeug, guter Bekleidung und durchdachter Zuchtausrüstung begleitet, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Saison. Die passende Ausstattung für Deine Königinnenzucht – von Begattungskästchen bis Zusetzkäfig – findest Du jetzt bequem bei Purewild.