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Rutenbänder

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FTM Rutenklettband
FTM Rutenklettband

Inhalt: 10 Laufende(r) Meter (1,10 € / 1 Laufende(r) Meter)

Regulärer Preis: 10,95 €
Jenzi Rutenband verstellbar
Jenzi Rutenband verstellbar

Inhalt: 2 Stück (1,98 € / 1 Stück)

Regulärer Preis: 3,95 €

Rutenbänder sehen aus wie eine Kleinigkeit und entscheiden trotzdem darüber, in welchem Zustand deine Ruten nach ein paar Jahren noch sind. Ein Rutenband hält die Teile einer geteilten Rute so zusammen, dass sie beim Transport nicht gegeneinander schlagen. Genau dieses Aneinanderschlagen ist die häufigste Ursache für Kratzer im Blank, für lose Ringwicklungen und für die kleinen Sternchen im Lack, aus denen später ein Bruch werden kann. Bei uns findest du Rutenbänder in beiden gängigen Bauarten: als Klettband in verschiedenen Breiten und Längen und als elastische Gummischlaufe mit Kordelstopper, die sich stufenlos an jede Rutenstärke anpasst.

Wie funktioniert ein Rutenband? Es wird um die zusammengelegten Rutenteile gelegt und festgezogen, sodass sich nichts mehr verschieben kann. Beim Klettband übernimmt das ein Klettverschluss, bei der elastischen Variante eine Gummischlaufe, die durch einen Kordelstopper läuft. Zwei Bänder je Rute sind die Faustregel: eines im Bereich des Griffs, eines im vorderen Drittel. Bei langen Ruten ab vier Metern kommt ein drittes in der Mitte dazu, sonst schwingt die Spitze frei und schlägt bei jedem Schritt gegen das Handteil.

Welche Breite ist die richtige? Schmale Bänder mit rund zwei Zentimetern reichen für leichte Spinnruten und Forellenruten. Sie sind schnell angelegt und tragen kaum auf. Bei schweren Ruten mit dicken Blanks, etwa Karpfenruten oder Brandungsruten, solltest du zu Bändern ab drei Zentimetern greifen. Breite Bänder verteilen den Druck auf eine größere Fläche und drücken sich nicht in die Ringwicklung. Bei sehr dünnwandigen Blanks ist das keine Nebensache, sondern der Unterschied zwischen heil und beschädigt.

Welche Bauart ist die bessere? Beide haben ihre Stärken. Klettbänder verteilen den Zug über die ganze Breite und sind bei dicken Blanks angenehm flächig. Ihr Schwachpunkt ist der Verschluss selbst: Er setzt sich mit Fusseln, Gras und Schnurresten zu und hält irgendwann nicht mehr richtig, und der Hakenteil kann geflochtene Schnur aufrauen. Elastische Bänder mit Kordelstopper haben dieses Problem nicht, passen sich stufenlos jeder Rutenstärke an und geben bei Erschütterungen nach, statt starr zu drücken. Wovon du in jedem Fall die Finger lassen solltest, sind Haushaltsgummis und Paketbänder: Sie quetschen punktuell, zersetzen sich mit der Zeit und kleben am Lack fest.

Für Ruten, die mit montierter Rolle transportiert werden, gibt es Bänder mit Aussparung oder mit zusätzlicher Schlaufe. Die Rolle bleibt am Rollenhalter, das Band führt darum herum und fixiert trotzdem beide Rutenteile. Das spart bei jedem Ansitz das Ab- und Anschrauben und schont das Rollengewinde, das durch häufiges Wechseln irgendwann ausschlägt. Für Matchruten und Feederruten, die oft schon fertig montiert ans Wasser kommen, ist das die bequemste Lösung.

Wie legst du die Rutenteile richtig zusammen? Nicht einfach übereinander, sondern versetzt. Spitze zu Griff, sodass das dünne Ende neben dem dicken liegt und nicht daneben in der Luft hängt. Bei zweiteiligen Ruten heißt das: Die Spitze wird umgedreht und neben das Handteil gelegt, die Ringe zeigen dabei voneinander weg. So können die Ringe nicht ineinander haken. Erst dann kommt das Band darum. Wer die Ringe gegeneinander legt, verbiegt früher oder später einen Ringsteg, und schief stehende Ringe verändern die Schnurführung spürbar.

Rutenbänder und Futteral gehören zusammen. Das Band sichert die Teile gegeneinander, das Futteral schützt gegen Stöße von außen. Beides ersetzt einander nicht. Wer die Rute nur ins Futteral steckt, ohne sie zu binden, bekommt genau die Reibestellen, die man später als matte Streifen auf dem Blank sieht. Passenden Schutz findest du unter Rutenschutz, weiteres Zubehör in der Übersicht Zubehör für Ruten.

Für Teleskopruten gilt eine eigene Regel. Sie werden nicht geteilt transportiert, sondern eingeschoben, und trotzdem hilft ein Band: Es hält die eingeschobenen Segmente gegen das Herausrutschen und sichert gleichzeitig die Spitze, die bei Teleskopruten das empfindlichste Bauteil ist. Ein Band knapp unterhalb der Spitzenöffnung genügt.

Welche Länge brauchst du? Das Band muss den Umfang aller zusammengelegten Teile umschließen und noch genug Überlappung für den Klettverschluss lassen. Für zweiteilige Spinnruten reichen rund 20 Zentimeter, für dreiteilige Stippruten oder Ruten mit montierter Rolle solltest du 30 Zentimeter und mehr einplanen. Im Zweifel lieber das längere Band: Überstand lässt sich umschlagen, fehlende Länge nicht ergänzen.

Ein Punkt, der gern übersehen wird: Klett und geflochtene Schnur vertragen sich schlecht. Der Hakenteil des Kletts greift die Schnur an, wenn sie über das Band läuft. Führe die Schnur deshalb nicht unter dem Band hindurch, sondern hänge den Köder oder Wirbel in den Rutenhalter oder in einen Hakenhalter am Blank und ziehe die Schnur straff. Dann liegt sie neben dem Band statt darunter. Wer viel mit geflochtener Schnur fischt, findet in unserer Abteilung Spinnruten die passenden Ruten dazu.

Farbe ist mehr als Geschmack. Helle oder signalfarbene Bänder findest du im Dämmerlicht am Ufer wieder, schwarze verschwinden im Gras. Wer schon einmal im Dunkeln nach einem heruntergefallenen Band gesucht hat, kauft beim nächsten Mal ein auffälliges. Praktisch sind außerdem Bänder mit beschreibbarer Fläche: Darauf notierst du Wurfgewicht oder Länge der Rute und greifst im Rutenfutteral sofort die richtige, statt drei Stück auszupacken.

Zur Pflege gibt es wenig zu sagen, aber das Wenige ist wichtig. Der Klettverschluss setzt sich mit der Zeit mit Fusseln, Gras und Schnurresten zu und hält dann nicht mehr richtig. Einmal im Jahr mit einer alten Zahnbürste oder einem Nadelkamm auskämmen, und das Band greift wieder wie neu. Nasse Bänder solltest du nicht zusammengeklettet in die Tasche legen, sonst riechen sie nach kurzer Zeit muffig. Offen trocknen lassen genügt.

Rutenbänder sind auch abseits der Rute nützlich. Sie bündeln Bootsruten im Rutenkasten, halten Kescherstiel und Rutenauflagen zusammen und ordnen im Kofferraum das Kabelgewirr. Ein paar Bänder mehr in der Tasche haben noch niemandem geschadet, zumal sie kaum Platz brauchen und fast nichts wiegen.

Wenn du deine Ausrüstung insgesamt sortierst, lohnt ein Blick in die verwandten Bereiche: Forellenruten, Spoonruten, Grundruten, Pilkruten, Stellfischruten, Bologneseruten und Fliegenruten. Geht doch einmal etwas zu Bruch, findest du unter Ersatzteile für Ruten und speziell bei den Ersatzspitzen für Angelruten Nachschub. Die gesamte Auswahl steht in der Übersicht Angelruten.