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Nicot Weiselnäpfchen
Nicot Weiselnäpfchen

Nicot Weiselnäpfchen

Die Nicot Weiselnäpfchen sind die Kunststoffnäpfchen, in denen beim Nicot Verfahren die spätere Königin heranwächst. Sie werden von hinten in den Zuchtkasten eingesetzt, die Königin legt ihre Eier direkt hinein, und das Näpfchen bleibt von der Eiablage bis zur verdeckelten Weiselzelle das Zuhause der Larve. Purewild führt die Näpfchen in zwei Packungsgrößen: als kleine Packung mit 10 Stück für einzelne Zuchtserien und als Vorratspackung mit 100 Stück für alle, die über die Saison hinweg mehrere Serien ansetzen.

Im Nicot Zuchtsystem haben die Näpfchen eine feste Aufgabe. Auf der Rückseite des Zuchtkastens sitzen sie in einer Reihe von Öffnungen, die von der Wabenseite aus für die Königin zugänglich sind. Nach dem Absperren der Königin im Kasten bestiftet sie die Näpfchen genauso, wie sie es mit normalen Arbeiterinnenzellen tun würde. Sobald die Larven geschlüpft sind, nimmt man die Näpfchen von hinten ab und überträgt sie samt Larve und Futtersaft auf die Zuchtlatte. Die Larve wird dabei nicht berührt, was den Umlarvvorgang mit Löffel oder Nadel überflüssig macht.

Weil die Näpfchen beim Übertragen mitwandern, verbraucht jede Zuchtserie so viele Näpfchen, wie Zellen gepflegt werden sollen. Im Zuchtkasten bleiben anschließend leere Plätze zurück, die für die nächste Serie neu bestückt werden. Genau dafür sind die Näpfchen als Ersatz- und Nachkaufteil gedacht. Wer mit einem bestehenden Nicot Set arbeitet, kann mit diesen Packungen den Kasten wieder vollständig bestücken, ohne ein komplettes neues Set kaufen zu müssen.

Die Packung mit 10 Stück passt gut zu Imkerinnen und Imkern, die nur gelegentlich eine kleine Anzahl Königinnen für den eigenen Betrieb nachziehen. Zehn Näpfchen reichen für eine überschaubare Serie, aus der einige Begattungseinheiten versorgt werden können. Die Packung mit 100 Stück richtet sich an alle, die mehrfach im Jahr züchten, mehrere Zuchtkästen gleichzeitig betreiben oder Vorrat für die ganze Saison anlegen möchten. Beide Varianten enthalten dasselbe Näpfchen, sie unterscheiden sich nur in der Stückzahl.

Für den Ablauf im Volk ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Der Zuchtkasten mit den eingesetzten Näpfchen wird einige Tage vor dem Absperren der Königin in das Volk gehängt, damit die Bienen den Kunststoff annehmen, putzen und mit Stockgeruch versehen. Erst danach wird die Königin für die Eiablage im Kasten abgesperrt. Diese Vorbereitungszeit erhöht die Bereitschaft der Königin, in die Näpfchen zu stiften, und gilt als einer der wichtigsten Punkte für eine gleichmäßige Belegung.

Nach dem Schlupf der Larven folgt die Übertragung. Die Näpfchen werden einzeln aus der Rückseite des Kastens gezogen und in die Weiselnapfhalter gesetzt, die auf den Sockeln der Zuchtlatte stecken. Die Latte kommt dann in ein Pflegevolk, das die Zellen weiter versorgt und zu Weiselzellen ausbaut. Das passende Zubehör für diese Schritte, etwa Halter, Sockel und Zuchtrahmen, findet sich unter Umlarven & Zuchtzubehör.

Ist die Zelle verdeckelt, wird sie vor dem Schlupf der Königin weiterverwendet, zum Beispiel für die Bildung von Ablegern oder die Bestückung von Begattungskästchen. Da das Näpfchen fest mit der Zelle verbunden ist und im Halter sitzt, lässt sich die Zelle am Halter greifen und umsetzen, ohne die empfindliche Zellwand zu berühren. Das schont die Puppe in der heiklen Phase kurz vor dem Schlupf.

Die Näpfchen bestehen aus Kunststoff. Damit sind sie formstabil, leicht und unempfindlich gegenüber dem Wachs, mit dem die Bienen sie während der Zellpflege verbauen. Für die Verträglichkeit im Volk ist vor allem entscheidend, dass die Näpfchen vor dem Einsatz von den Bienen angenommen werden. Ein Vorbereiten im Volk, wie oben beschrieben, ist deshalb fester Bestandteil der Arbeit mit neuen Näpfchen.

Bei der Lagerung gilt dasselbe wie für anderes Zuchtmaterial: trocken, sauber und geruchsneutral aufbewahren, damit die Näpfchen keine Fremdgerüche annehmen, die die Annahme im Volk erschweren könnten. Benutzte Näpfchen sollten vor einer erneuten Verwendung gründlich von Wachsresten und Futtersaft befreit werden. Für eine saubere Zucht ist es aber oft einfacher, verbrauchte Näpfchen durch neue aus der Vorratspackung zu ersetzen.

Die Ergiebigkeit ergibt sich direkt aus der Stückzahl: Jedes Näpfchen steht für eine mögliche Weiselzelle. Mit der Packung zu 10 Stück lässt sich also eine Serie mit bis zu zehn Zellen ansetzen, mit der Packung zu 100 Stück entsprechend mehrere Serien oder mehrere Zuchtkästen. Die tatsächliche Zahl schlupffähiger Königinnen hängt wie bei jeder Zucht von Pflegevolk, Tracht und Witterung ab. Passende Zuchtkästen für den Einstieg oder die Erweiterung des Systems führt Purewild ebenfalls im Sortiment.

Die Nicot Weiselnäpfchen sind damit ein klassisches Verbrauchsteil der Königinnenzucht. Sie werden für jede neue Serie gebraucht, passen in das bestehende Nicot System und erlauben eine Zucht ohne Umlarven, bei der die Larve vom Ei bis zur verdeckelten Zelle in ihrem ursprünglichen Näpfchen bleibt.

  • Produktnummer 16446
  • Hersteller Nicotplast
  • Herstellernummer 17700
  • Gewicht 0.0106 kg

Herstellerangaben

NICOTPLAST SAS
75 Rue des Cyclamens
39260 Maisod
Frankreich

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