3,30 €
- Produktnummer 65968
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8172005
- Gewicht 0.0074 kg
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Jenzi Soft Cylinder Auftriebskörper farbig sortiert
Gefragt sind solche Auftriebskörper vor allem bei Fischen, die den Köder dicht über dem Grund aufnehmen. Brassen, Güster und Schleien gehören dazu, ebenso Karpfen an der Grundmontage und Aale in der Dämmerung. Auch Plötzen und Barsche reagieren auf einen Köder, der nicht flach im Schlamm liegt, sondern eine Handbreit darüber schwebt. Der weiche Zylinder nimmt dem Haken genau so viel Gewicht ab, dass Wurm, Made oder Teig vom Untergrund abheben und im Blickfeld des Fisches bleiben.
Über das Jahr hinweg verschiebt sich der Nutzen. Im Frühjahr und im Sommer, wenn Fadenalgen und Kraut den Boden überziehen, hält der Auftriebskörper die Hakenköder über dem Grün, anstatt sie darin verschwinden zu lassen. Im Spätsommer, wenn sich auf weichem Grund eine Schlammschicht aufbaut, verhindert er das Einsinken. Im kalten Wasser des Spätherbstes zahlt sich der Auftrieb anders aus: Die Fische stehen träge und dicht am Boden, und ein Köder, der sich bei der kleinsten Strömung bewegt, wird eher bemerkt als einer, der festliegt.
Mit der Wassertiefe hat der Körper selbst wenig zu tun, mit der Montage dagegen viel. Im flachen Uferbereich genügt eine kurze Vorfachlänge, damit der Köder sichtbar über Kraut und Kies steht. In tieferen Zonen und am Rand einer Rinne wird das Vorfach länger gewählt, sodass der Auftrieb den Köder weiter nach oben trägt. In beiden Fällen bestimmt die Größe des Zylinders, wie viel Last er anhebt.
Auch der Gewässertyp spielt mit. Am stehenden See und am Baggerloch hebt der Auftrieb den Köder ruhig an, und er bleibt dort, wo er abgesenkt wurde. Im Kanal und in langsam fließenden Abschnitten kommt eine leichte Bewegung hinzu, weil der Zug am Vorfach den schwebenden Köder in kleine Schwankungen versetzt. Gerade das wird von Brassen und Schleien oft gut angenommen. In kräftiger Strömung dagegen legt sich ein lang ausgelegtes Vorfach schnell um, weshalb dort kürzer gebunden und eher die kleinere Ausführung gewählt wird.
- 6mm für einzelne Maden, kleine Wurmstücke und feine Haken.
- 8mm für den mittleren Ansatz aus Tauwurmstück, Mais oder Pellet.
- 10mm für größere Köderbrocken und kräftigere Hakengrößen.
Die Lieferung erfolgt farbig sortiert. Das ist mehr als eine Frage der Optik, denn am Wasser lässt sich damit vergleichen, welcher Farbton an einem bestimmten Tag mehr Bisse bringt. Ein heller Körper hebt sich über dunklem Grund ab, ein gedeckter Ton wirkt an klaren, hart befischten Gewässern oft zurückhaltender. Da die Körper ohnehin gemischt im Vorrat liegen, lässt sich der Wechsel ohne großen Aufwand durchführen, indem einfach die nächste Montage mit einem anderen Farbton bestückt wird.
Das weiche Material bringt beim Bestücken einen Vorteil mit. Es lässt sich mit der Hakenspitze durchstechen, sodass der Zylinder auf dem Hakenschenkel sitzen bleibt, und es federt beim Biss nach, anstatt den Fisch durch einen harten Widerstand zu warnen. Wer lieber mit frei laufendem Auftrieb arbeitet, schiebt den Körper vor dem Haken auf das Vorfach und begrenzt ihn mit einem Stopper. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, und die Entscheidung fällt meist nach dem Verhalten der Fische am jeweiligen Tag.
Der verbleibende Auftrieb lässt sich schon vor dem Angeltag im Eimer prüfen. Die fertige Hakenmontage mit Köder wird hineingehalten: Steigt sie zügig auf, ist der Körper für diesen Köder reichlich bemessen, sinkt sie langsam ab, trägt er gerade noch. Angestrebt wird meist der Zustand dazwischen, bei dem das Vorfach locker steht und der Köder ohne Zug nach oben schwebt. Diese kurze Probe nimmt am Wasser viel Rätselraten ab, denn nasser Teig, ein voller Wurm und eine Dose Maden bringen jeweils ein ganz anderes Gewicht an den Haken.
Im Zusammenspiel mit dem Rest der Montage bleibt der Zylinder unauffällig. Er lässt sich an einer Durchlaufmontage mit Blei ebenso einsetzen wie hinter einem Futterkorb, und er behindert den Wurf nicht, solange das Vorfach nicht zu lang gewählt wird. Beim Biss bremst der weiche Körper kaum, sodass auch zurückhaltende Fische den Köder weit genug aufnehmen. Wird mit zwei Ruten gefischt, lohnt der Vergleich: eine Montage mit Auftrieb, eine ohne. Der Unterschied in der Bissfrequenz zeigt oft innerhalb einer Stunde, ob der Grund an diesem Platz zu weich oder zu bewachsen ist.
Im Gerätekasten gehört der Zylinder in dieselbe Schublade wie die übrigen Auftriebskugeln. Ergänzt wird er durch die Schwimmer aus dem Bereich Posen, Schwimmer und Waggler, und beim Schleppen oder beim Ansitz mit langem Vorfach übernehmen die Pilotkugeln eine verwandte Aufgabe. Die Kleinteile, die zur Montage dazugehören, von Stoppern bis Perlen, finden sich im Angelzubehör.
Weil die Körper leicht und klein sind, verschwinden sie gern in den Ecken einer Box. Eine flache Dose mit Deckel oder ein Fach in der Montagetasche hält den Vorrat zusammen. Vor dem Angeln lohnt ein kurzer Blick auf die vorhandenen Größen, denn die Entscheidung zwischen 6mm, 8mm und 10mm fällt am Wasser schneller, wenn alle drei im Zugriff sind. Ein kleines Sortiment deckt damit vom feinen Friedfischansitz bis zur kräftigen Grundmontage ein weites Feld ab.
- Produktnummer 65968
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8172005
- Gewicht 0.0074 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com