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Mikado Roll-Wirbel Super Strong Schwarz
Mikado Roll-Wirbel Super Strong Schwarz

Mikado Roll-Wirbel Super Strong Schwarz

Drall ist der stille Störfaktor beim Spinnfischen. Jeder rotierende Köder, jeder schräg durchs Wasser gezogene Blinker und jedes Einkurbeln unter Last dreht die Schnur ein Stück weiter ein. Anfangs merkt man nichts, nach einer Stunde legt sich die Hauptschnur in Schlaufen, springt beim Wurf vom Spulenrand und bildet Perücken. Der Roll-Wirbel aus der Reihe Super Strong von Mikado setzt genau an dieser Stelle an: Er trennt die drehende Seite von der ruhenden und nimmt dem Problem die Grundlage.

Die Wirkung entsteht an der Lagerstelle zwischen Körper und Ösen. Dreht sich der Köder, folgt die Öse auf seiner Seite mit, während Hauptschnur und Rolle unbelastet bleiben. Wichtig ist, dass der Wirbel nicht unter Dauerzug blockiert wird. Sitzt er zu dicht an einem Knoten oder wird er von einem Gummistopper eingeklemmt, kann er nicht arbeiten und der Drall wandert trotzdem in die Schnur.

Erkennbar wird eingedrehte Schnur an mehreren Zeichen. Der abgezogene Meter springt in Ringeln zurück, das Vorfach kräuselt sich, beim Absenken legt es sich um die Hauptschnur, und die Würfe werden auf einmal kürzer, weil die Schnur in den Rutenringen hängt. Wer diese Zeichen früh bemerkt, kann noch reagieren; liegt der Drall über einer ganzen Spule, hilft meist nur langes Abtreiben der Schnur im Fluss oder neues Aufspulen.

Die schwarze Ausführung spielt in der Praxis mit. Blanke Metallteile werfen im flachen, klaren Wasser Lichtreflexe, die vorsichtige Fische an der Montage vorbeiziehen lassen und gelegentlich Attacken auf den Verbinder selbst auslösen. Eine dunkle Oberfläche fällt hier weniger auf, besonders bei tief stehender Sonne und über hellem Sandgrund.

Sechs Größen stehen zur Wahl. Die Nummerierung läuft gegenläufig zur Bauform: Nr. 4 ist die größte Ausführung dieser Reihe, Nr. 18 die kleinste. Grob lassen sich die Stufen so einsetzen:

  • Nr. 4 und Nr. 6 für große Gummifische, schwere Blinker und das Fischen auf Hecht
  • Nr. 8 und Nr. 10 für die Mittelklasse auf Zander, Forelle und mittlere Kunstköder
  • Nr. 14 und Nr. 18 für leichte Spinnerbeine, kleine Wobbler und Barsch im Ultralight-Bereich

Die Auswahl folgt zwei Gedanken. Zum einen soll der Wirbel zur Ködergröße passen, damit er beim Wurf nicht wie ein Gewicht vorneweg fliegt und das Laufbild verzerrt. Zum anderen muss er zum verwendeten Schnurdurchmesser passen, damit der Knoten in der Öse rund aufliegt. Ein deutlich überdimensionierter Wirbel vor einem kleinen Köder bremst dessen Bewegung sichtbar.

Eingebaut wird er meist zwischen Hauptschnur und Vorfach. Ein zweiter Einsatzort ist der Übergang vom Vorfach zum Stahl- oder Titanvorfach beim Hechtfischen. Auch in Naturköder-Montagen mit Wasserkugel oder Sbirolino verhindert er, dass sich das lange Vorfach in die Hauptschnur dreht. Beim Schleppen mit rotierenden Ködern gehört er ohnehin fest zum Aufbau.

Zum Einsatz kommt der Wirbel überall dort, wo sich Drehung nicht vermeiden lässt. Beim Spinnfischen mit Spinnern und Blinkern gehört er zur Grundausstattung, beim Führen von Gummifischen am Kopfblei bringt er Ruhe in die Montage, beim Schleppen hinter dem Boot ist er Standard. Auch in der Brandung und beim Angeln vom Kutter arbeitet der Köder durch die Bewegung des Wassers dauernd auf und ab, und jede Drehung wandert ohne Wirbel bis zur Rolle.

Beim Knoten lohnt Genauigkeit. Die Schnur vor dem Festziehen anfeuchten, den Knoten gleichmäßig schließen und das Ende knapp, aber nicht bündig abschneiden. Geflochtene Schnur verlangt mehr Windungen als monofile, Fluorocarbon reagiert empfindlich auf Hitze beim Zuziehen. Der Knoten soll rund in der Öse aufliegen und nicht über eine Kante laufen. Nach einem Hänger im Steinigen die Öse und die ersten Zentimeter Schnur mit den Fingern prüfen. Wird die Drehung unrund oder greift Salzwasser die Oberfläche an, ist der Austausch die sinnvollste Vorsorge gegen einen verlorenen Fisch.

Kombiniert wird der Wirbel nach Zielfisch: mit Fluorocarbon als Vorfach auf Zander und Barsch, mit Stahl oder Titan auf Hecht, mit robusterer Mono in der Brandung. Wer zusätzlich einen Snap anhängt, wechselt Köder, ohne den Wirbel neu zu binden. Für Systeme mit Seitenarm oder Paternoster übernehmen mehrfach verzweigte Ausführungen dieselbe Aufgabe an mehreren Punkten gleichzeitig.

Aufgehoben werden die kleinen Teile am besten nach Größen getrennt, in einer Box mit dichtem Deckel und trocken. Nach dem Küstentag ein kurzes Abspülen und offenes Trocknen, bevor die Box wieder geschlossen wird. Wer die gängigen Stufen doppelt vorhält, muss am Wasser nicht improvisieren.

Eine größere Auswahl einzelner Modelle steht in der Kategorie Einzelwirbel, alle Bauarten zeigt der Bereich Wirbel. Für Seitenarme und verzweigte Montagen sind zusätzlich 3-Fach Wirbel im Programm.

  • Produktnummer SW15025
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer HX3010-010-SS
  • Gewicht 0.007 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/

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