Jenzi Pilker Skeleton
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi Pilker Skeleton
Der Skeleton ist ein Pilker aus dem Meeresprogramm von Jenzi. Er wird unter dem Nummernstamm 792310 geführt, die einzelnen Gewichte tragen die Herstellerkennungen 7923100, 7923150 und 7923300. Pilker gehören zu den Ködern, die senkrecht unter dem Boot geführt werden: Sie gehen auf Tiefe, werden mit der Rute angehoben und dann wieder absinken gelassen. Diese Beschreibung ist am Elternartikel gepflegt und gilt für alle Gewichte dieser Familie.
Die Variantenachse ist das Gewicht. Die Reihe umfasst 100,0 g, 150,0 g und 300,0 g. Damit deckt die Familie eine große Spanne ab, von der leichten Ausführung für ruhige Tage im flacheren Wasser bis zum schweren Köder, der auch bei kräftiger Drift und in großer Tiefe noch senkrecht unter dem Boot bleibt. Das Gewicht ist beim Pilken die wichtigste Entscheidung des Tages, denn es bestimmt, ob die Schnur steil steht oder flach wegzieht.
Am Wasser richtet sich die Wahl nach drei Größen: Wassertiefe, Strömung und Driftgeschwindigkeit des Bootes. Je tiefer das Wasser und je schneller die Drift, desto schwerer muss der Pilker ausfallen, damit er den Grund überhaupt erreicht und der Kontakt erhalten bleibt. Ein zu leichter Köder wird vom Boot weggetragen, die Schnur legt sich schräg, und die Bisse kommen spät an der Rutenspitze an. Ein unnötig schwerer Köder fällt dagegen zu hart und nimmt dem Spiel die Verzögerung, auf die Dorsch und Köhler reagieren.
Ein brauchbarer Anhaltspunkt am Platz ist der Schnurwinkel. Steht die Schnur nach dem Absinken steil und nahezu senkrecht im Wasser, passt das Gewicht zur Lage. Zieht sie merklich schräg vom Boot weg, hat die Drift die Oberhand, und das nächstschwerere Gewicht kommt an die Montage. Umgekehrt gilt: Schlägt der Köder hart auf und ist der Grundkontakt sofort da, lohnt der Griff zur leichteren Ausführung, weil der Köder dann länger in der für den Biss entscheidenden Absinkphase bleibt.
Die Führung bleibt in allen Gewichten gleich. Der Pilker wird auf Grund gelassen, dann mit kräftigen Rutenschlägen angehoben und beim Absinken an möglichst gespannter Schnur begleitet, weil die Bisse fast immer in der Absinkphase kommen. Nach jeder Driftstrecke lohnt es sich, den Grundkontakt neu zu suchen, da sich die Tiefe über Kanten und Rinnen schnell ändert. Oberhalb des Pilkers lässt sich ein Beifänger einsetzen; der Pilker übernimmt dann das Gewicht und das Spiel, der Beifänger zeigt eine zweite Silhouette.
Die Rute entscheidet mit darüber, ob die Führung sauber durchkommt. Sie muss das gewählte Gewicht tragen, ohne unter der Last durchzuhängen, denn ein überladener Blank verschluckt die Rutenschläge, und der Köder steigt dann nur noch schleppend. Dazu gehört eine Hauptschnur ohne nennenswerte Dehnung, weil sich auf großer Tiefe sonst jeder Anhieb im Material verliert. Mit steigender Tiefe nimmt die Bedeutung dieser Abstimmung zu: Was in zehn Metern noch verzeiht, fällt über Wracks und tiefen Riffkanten deutlich auf.
Die drei Gewichte dieser Familie:
- 100,0 g: die leichte Ausführung für flachere Abschnitte, ruhige Tage und langsame Drift.
- 150,0 g: die Alltagswahl für mittlere Tiefen, mit der die meisten Bootstage auskommen.
- 300,0 g: der schwere Köder für große Tiefe, kräftige Strömung und schnelle Drift.
Zielfische sind Dorsch und Köhler, dazu Leng und Pollack an den tieferen Plätzen sowie Makrelen, die sich im Sommer in den oberen Wasserschichten aufhalten. Gefischt wird vom Kutter, vom Kleinboot und vom Belly aus, je nach Gewässer an der Ostseeküste, vor der norwegischen Küste und über Wracks und Riffkanten. Dort, wo Hänger drohen, hilft es, den Köder nach dem Grundkontakt zügig anzuheben und nicht liegen zu lassen.
Je nach Jahreszeit verschiebt sich die Tiefe, in der die Fische stehen. Im Frühjahr und im Herbst lassen sich die Plätze oft flacher finden, im Sommer und im Winter liegt der Schwerpunkt tiefer. Weil sich mit der Tiefe auch die nötige Gewichtsklasse verschiebt, gehört eine Abstufung an Bord und nicht nur ein einzelnes Gewicht. Das gilt besonders auf dem Kutter, wo die Driftstrecke vorgegeben ist und sich die Lage über den Tag mehrfach ändert.
Für die Auswahl innerhalb der Familie empfiehlt sich, mindestens zwei Gewichte an Bord zu haben. Der Tag beginnt häufig mit dem mittleren Gewicht, und erst wenn die Schnur zu schräg steht oder der Grundkontakt verloren geht, kommt das schwere zum Einsatz. Flacht das Wasser auf oder lässt der Wind nach, geht es zurück auf das leichte Gewicht. Die Rute sollte das gewählte Gewicht tragen können, ohne durchzubiegen, damit die Rutenschläge beim Pilken noch sauber durchkommen.
Weitere Modelle stehen in der Kategorie Pilker, das gesamte Sortiment für die See unter Meeressysteme. Passende Montagen oberhalb des Köders finden sich bei den Beifängermontagen, und für das Vorschalten eignen sich die Pilkvorfächer.
Produktdetails
- Produktnummer 65398
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7923100
- Gewicht 0.106 kg