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Jenzi Bergman Pilker Steel
Jenzi Bergman Pilker Steel

Jenzi Bergman Pilker Steel

Der Pilker ist der Arbeitsköder des Meeresangelns. Er wird vom driftenden Boot bis auf den Grund gelassen, dort mit Rutenschlägen belebt und beim Absinken von Raubfischen genommen. Jenzi führt den Bergman Pilker in der Ausführung Steel, und zwar über eine breite Gewichtsreihe, die vom flachen Küstenwasser bis in die tiefen Rinnen reicht. Weil die Gewichtsklasse beim Pilken über Erfolg und Misserfolg entscheidet, ist die Reihe dieser Familie das eigentliche Werkzeug: Ein einziger Pilker deckt niemals alle Tiefen und Driftgeschwindigkeiten eines Bootstages ab.

Die Variantenachse ist das Gewicht. Sieben Klassen gehören zur Familie:

  • 50,0g
  • 90,0g
  • 110,0g
  • 175,0g
  • 270,0g
  • 385,0g
  • 500,0g

Als Faustregel gilt: Das richtige Gewicht ist das leichteste, mit dem sich bei gestreckter Schnur noch sauberer Grundkontakt halten lässt. 50,0g bleibt damit den flachen Bereichen vorbehalten, etwa den Küstenriffen und Kanten in geringer Tiefe, wenn die Drift langsam läuft und leichtes Gerät im Einsatz ist. 90,0g und 110,0g bilden den Alltagsbereich vieler Bootstage über Sandbänken und Steinfeldern. 175,0g greift, sobald die Drift zulegt, Wind aufkommt oder die Tiefe deutlich zunimmt. 270,0g gehört an tiefere Kanten und an Stellen mit spürbarem Strom. 385,0g und 500,0g sind für die schweren Aufgaben gedacht, also für große Tiefen, kräftige Gezeitenströmung und den Moment, in dem eine schnelle Drift die leichteren Klassen schräg unter das Boot zieht.

Geführt wird in der Regel in drei Schritten. Der Pilker geht mit offener Rolle abwärts, bis die Schnur erkennbar locker wird; das Erreichen des Grundes wird sofort mit Schließen der Rolle und einer Kurbelumdrehung beantwortet. Danach folgt das eigentliche Pilken: Rutenschläge nach oben, dazwischen kontrolliertes Absinken, weil die meisten Bisse in der Sinkphase kommen. Bleibt der Kontakt aus, wird der Köder schrittweise höher durch die Wasserschichten gearbeitet, denn Dorsche und Köhler stehen nicht immer dicht am Boden. Zwischendurch lohnt ein Blick auf den Schnurwinkel: Läuft die Schnur stark schräg ab, ist die nächstschwerere Klasse an der Reihe.

Reviere findet dieser Köder überall dort, wo mit Kunstködern vertikal geangelt wird. Auf der Ostsee arbeiten Kleinbootangler und Kutterbesatzungen damit über Sandkanten und Riffen, in norwegischen Fjorden trägt die schwere Seite der Reihe den Köder auch bei starkem Zug bis in die Tiefe, und über Wracks und Hangkanten der Nordsee bringt sie den Köder rasch an die Fischschar. Zielfische sind in erster Linie Dorsch und Köhler, dazu je nach Revier weitere Standräuber, die einem hart geführten Metallköder folgen.

In der Montage sitzt der Pilker am Ende der Schnur, angebunden über einen kräftigen Karabiner oder direkt geknotet. Oberhalb finden Beifänger Platz, wie sie als vorgebundene Systeme im Meeresprogramm zu finden sind. Eine geflochtene Hauptschnur überträgt die Rutenschläge nahezu ohne Verlust in die Tiefe, was gerade bei den schweren Klassen zählt. Die Rute gehört zur Gewichtsklasse: Eine Pilkrute mit passendem Wurfgewicht arbeitet den Köder sauber, eine überforderte Rute nimmt dem Anhieb die Kraft.

Über das Jahr verschiebt sich die Auswahl mit den Bedingungen. Im ruhigen Sommerwetter über flachen Riffen reichen die leichten Klassen, weil das Boot langsam treibt und der Köder senkrecht unter der Rute bleibt. Im Herbst und Winter, wenn Wind und Welle zunehmen, wandert die Wahl mehrere Stufen nach oben, damit die Schnur nicht als langer Bogen im Wasser steht. Wer beide Enden der Reihe im Kasten hat, bleibt an einem wechselhaften Tag handlungsfähig, ohne den Platz verlassen zu müssen.

Beim Drill trägt die Gewichtsklasse mit: Ein schwerer Körper hängt am Fischmaul und arbeitet bei nachlassendem Druck gegen den Haken, weshalb die Schnur vom Anhieb bis zum Kescher unter gleichmäßigem Zug bleibt. Pumpende Rutenbewegungen mit gleichzeitigem Kurbeln bringen den Fisch kontrolliert nach oben.

An Bord haben sich einige Punkte bewährt:

  • Zwei bis drei Gewichtsklassen bereitlegen und beim Driftwechsel sofort tauschen.
  • Den Grundkontakt bewusst suchen und nach jedem Absinken neu herstellen.
  • Die Bremse so einstellen, dass ein kräftiger Fisch Schnur nehmen kann, ohne dass der Haken ausschlitzt.
  • Haken nach jedem Hänger und nach jedem gelandeten Fisch mit dem Fingernagel prüfen.
  • Den Pilker beim Wechsel nicht offen an Deck liegen lassen, sondern in das Fach der Box zurücklegen.

Nach dem Einsatz im Salzwasser wird der Köder mit Süßwasser abgespült und offen getrocknet, bevor er in die Box kommt. Feuchte Pilker in geschlossenen Fächern greifen Haken und Sprengringe an. Sortiert wird nach Gewicht, damit die passende Klasse auch bei Seegang griffbereit ist, und Sprengringe sowie Haken werden zu Saisonbeginn einmal komplett durchgesehen.

Zum weiteren Aufbau der Meeresausrüstung führen wir zusätzliche Pilker in anderen Auslegungen, vorgebundene Dorschvorfächer als Beifänger über dem Köder sowie Heringsvorfächer für die Beschaffung von frischem Naturköder. Ein Blick in die Meeressysteme zeigt, welche Kombinationen sich an Bord bewährt haben.

  • Produktnummer 65537
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 7973050
  • Gewicht 0.0562 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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