Jenzi Pilker Lofoten Luminous
Jenzi
23,50 €
Versandfertig in 1 Tag, Lieferzeit 3-7 Tage
Fragen zum Produkt?
Wir beraten Sie gern persönlich.
Beschreibung
Jenzi Pilker Lofoten Luminous
Der Jenzi Pilker Lofoten Luminous gehört in die schwere Klasse der Meeresköder und ist für das senkrechte Fischen vom driftenden Boot gebaut. Sein Revier sind tiefe Fjordkanten, abfallende Steilhänge, offene Nordseegründe und Plätze, an denen Tide und Drift die Schnur schräg stellen. Je tiefer das Wasser und je kräftiger der Zug darin, desto wichtiger wird ein Körper, der sich zügig durch die Wassersäule arbeitet und unten Bodenkontakt behält.
Auf flachen Küstenstrecken mit ruhigem Wasser ist diese Gewichtsklasse überdimensioniert. Ihr Platz liegt dort, wo das Echolot dreistellige Tiefenwerte zeigt, wo ein Boot über eine scharfe Kante zieht oder wo Wind und Strömung gegeneinander arbeiten. In solchen Lagen verlieren leichte Modelle den Kontakt zum Grund, während ein schwerer Körper die Montage gestreckt hält und jeden Anhieb verlustfrei nach unten weitergibt. Auch das Wiederfinden der Fangtiefe nach einem Hängerverlust geht mit viel Gewicht schneller, weil der Köder weniger abtreibt.
Typische Reviere sind Fjorde mit steil abfallenden Hängen, die Übergänge zwischen Rinne und Plateau, Hartgrundkuppen im offenen Meer und lange Driftstrecken über tiefen Bänken. Über solchen Strukturen stehen beim Pilken in nordischen Gewässern seit jeher Dorsch, Köhler und Leng. Entscheidend für die Wahl der Last ist dabei nicht die Tiefenzahl allein, sondern das Verhältnis aus Tiefe, Driftgeschwindigkeit und Schnurdurchmesser: Eine dünne Geflechtschnur bietet dem Wasser weniger Fläche und lässt ein moderates Gewicht weiter reichen, während dicke Schnur und schnelle Drift die nächsthöhere Stufe verlangen.
Der Zusatz Luminous bezeichnet eine nachleuchtende Ausführung. Die Oberfläche nimmt Licht auf und gibt es anschließend über eine Weile wieder ab. In großer Tiefe erreicht nur noch ein Rest des Tageslichts den Köder, bei Dämmerung und in der Nacht fällt auch dieser Rest weg. Ein nachleuchtender Körper bleibt in diesem Umfeld länger als Silhouette erkennbar. Vor dem Absenken genügt ein kurzes Anstrahlen mit der Kopf- oder Taschenlampe, um die Leuchtwirkung aufzufrischen; bei langen Driften wiederholt man das zwischen zwei Absätzen der Montage.
Die Familie umfasst drei Gewichte. Sie orientieren sich an Tiefe und Strömung am Angelplatz:
- 300,0g, Artikelnummer 65583 — die Einstiegsstufe dieser Reihe für mittlere Tiefen und mäßige Drift
- 400,0g, Artikelnummer 65584 — die mittlere Stufe für wechselnde Bedingungen über Tag
- 500,0g, Artikelnummer 65585 — die schwerste Stufe für tiefe Kanten und kräftigen Zug
Wer immer dieselbe Stelle befischt, kommt mit einer Stufe aus. Auf Tagesfahrten mit wechselnden Plätzen empfiehlt sich der Griff zu zwei Abstufungen, denn Tiefe und Strömung ändern sich im Lauf einer Tide deutlich. Als Faustregel dient das leichteste Gewicht, mit dem die Schnur noch annähernd senkrecht steht: Es erzeugt die ruhigste und natürlichste Köderbewegung. Erst wenn die Schnur wegzieht und der Grundkontakt abreißt, wird eine Stufe höher gegriffen.
Das Gerät sollte zur Last passen. Eine Rute mit kräftigem Rückgrat, eine Rolle mit ausreichender Schnurfassung und eine geflochtene Hauptschnur ohne nennenswerte Dehnung bilden die Grundlage; nur dann kommt der Anhieb aus großer Tiefe überhaupt am Fisch an. Angebunden wird klassisch über einen stabilen Wirbel, damit das Vorfach beim Pilken nicht verdrallt. Ergänzend laufen über dem Köder oft Beifänger: Passende Fertigmontagen finden sich bei den Pilkvorfächern, weitere Konfektionsware für die Küste und die Hochsee in der Abteilung Meeressysteme.
In der Praxis trägt das Modell vor allem im Grundbereich. Nach dem Aufsetzen wird die Schnur gestrafft, der Körper mit ruhigen, weiten Bewegungen der Rutenspitze angehoben und auf gespannter Schnur wieder absinken gelassen. Die meisten Bisse erfolgen in dieser Absinkphase, weshalb die Hand am Schnurlauf bleibt. Treibt das Boot aus der Tiefe heraus, gibt man Schnur nach, statt stärker zu jiggen, und hält damit den Köder in der fängigen Zone.
Schwere Köder gehören an Bord nicht lose in eine Tasche mit empfindlichem Zubehör. Eine Box mit festen Fächern oder ein Köderwickel hält sie getrennt, verhindert verhakte Spitzen und schont die nachleuchtende Oberfläche. Zwei bis drei fertig angebundene Montagen in Reserve verkürzen außerdem die Umbaupause, wenn ein Hänger die erste Montage behält und der Schwarm gerade unter dem Boot steht.
Nach dem Einsatz im Salzwasser werden Köder mit Süßwasser abgespült und trocken verstaut, bevor sie zurück in die Box gehen. Das erhält die Oberfläche und verhindert, dass Salzreste benachbarte Kleinteile und die Haken der Nachbarköder angreifen. Ein Blick auf die Anbindung vor dem ersten Absenken des nächsten Tages gehört zur gleichen Routine. Wer sein Köderprogramm für die nächste Tour ergänzt, findet schwere Vertikalköder gesammelt bei den Pilkern und das übrige Programm an künstlichen Ködern unter Kunstköder.
Produktdetails
- Produktnummer 65583
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7993300
- Gewicht 0.318 kg