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HIKMICRO Thunder 3.0 Okular für Wärmebild-Vorsatzgeräte
HIKMICRO Thunder 3.0 Okular für Wärmebild-Vorsatzgeräte

HIKMICRO Thunder 3.0 Okular für Wärmebild-Vorsatzgeräte


Das HIKMICRO Thunder 3.0 Okular ergänzt ein Wärmebild-Vorsatzgerät der Baureihe THUNDER 3.0 um einen eigenen Einblick. Aufgesetzt entsteht daraus ein handgeführtes Beobachtungsgerät, das Du frei schwenkst, während die Büchse ruht. Ein Ausrüstungsstück deckt so zwei Aufgaben ab.

Im Regelfall reicht ein Vorsatzgerät seine Anzeige nach hinten an die davorgesetzte Tagoptik weiter und ist für sich genommen nicht einblickfähig. Diese Rolle übernimmt das Okular für das unbewaffnete Auge: Eine Linsengruppe im rundum geschlossenen Korpus bildet das Display so ab, dass Du es unmittelbar betrachtest. Elektronik enthält die Baugruppe keine. Bildwandler und Anzeige speist weiterhin der Energiespeicher des Grundgeräts, dessen Palettenwahl, Helligkeitsstufen und Aufzeichnung unverändert erreichbar bleiben.

Verbunden wird über ein Feingewinde im Maß M52 mal 0,75 mm. Du löst das Vorsatzgerät vom Adapter, führst das Okular gerade an die hintere Öffnung und drehst es von Hand bis zum spielfreien Halt ein. Hilfsmittel benötigst Du keine. Laufen die ersten Gänge nicht widerstandslos, setzt Du neu an, statt nachzudrücken, denn ein feines Gewinde verzeiht kein Verkanten. Wische Nadelstreu, Sandkörner und Frostreste vorher ab, weil schon eine einzelne Krume die Baugruppe schief in die Achse zwingt. Eine kurze Drehprobe zum Schluss sichert den Halt.

Für die Blickführung zählen zwei Angaben. Die Austrittspupille von 5 mm beschreibt den Durchmesser des austretenden Lichtbündels und schafft Spielraum zur Seite wie nach oben: Wandert Dein Kopf beim freihändigen Absuchen etwas aus der Mittellinie, bleibt die Abbildung erhalten, statt am Rand einzubrechen. Der Augenabstand von 15 mm nennt die Entfernung, in der Deine Pupille vor der Austrittsfläche stehen soll. Weiter entfernt schrumpft der Ausschnitt zu einem Kreis, zu dicht davor schiebt sich die Fassung ins Sichtfeld. Diese Position machst Du einmal in Ruhe ausfindig.

Der Dioptrienausgleich spannt von minus 5 bis plus 5 und fängt damit gewöhnliche Kurz- und Weitsichtigkeit ab. Da 15 mm Einblicktiefe für Brillengläser eher knapp ausfallen, führt die Korrektur unmittelbar am Okular zum entspannteren Sehen. Zum Justieren peilst Du eine kantenreiche Struktur in mittlerer Distanz an, verstellst absichtlich ins Verschwommene und tastest Dich zurück, bis Bildkanten und eingeblendete Symbole gemeinsam scharf erscheinen. Der einmal getroffene Wert verbleibt am Gerät, sodass die Abbildung nach jedem Umbau erneut passt. Eine Hornhautverkrümmung kompensiert die Verstellung dagegen nicht; wer beidäugig arbeiten möchte, greift eher zu Ferngläsern.

In finsterer Umgebung läuft der Wechsel nach Gefühl ab, und dafür lohnt eine feste Abfolge: Gerät zwischen die Knie klemmen, Deckel abnehmen und in eine geschlossene Tasche stecken, Okular ansetzen, eindrehen, Halt kontrollieren. Das gelingt behandschuht und ohne Beleuchtung, weil weder Zwischenring noch Schraube dazugehören. Schalte das Grundgerät erst danach ein, denn eine leuchtende Fläche vor dem Gesicht kostet Dich die Dunkeladaption. Die 104,5 g Zusatzmasse verschieben den Schwerpunkt kaum, sodass die Einheit ruhig in einer Faust liegt. Weil sie freihändig meist länger am Stück arbeitet als vor der Tagoptik, gehört geladene Reserve ins Gepäck, nachzulesen bei den Akkus & Ladegeräte.

Temperatursprünge verlangen Umsicht. Gelangt die ausgekühlte Einheit unvermittelt in beheizte Räume, kondensiert Luftfeuchte auf den Glasflächen und trübt die Abbildung. Lass Vorsatzgerät samt Okular deshalb in der Transporthülle langsam anwärmen; für den umgekehrten Weg aus dem warmen Fahrzeug in die Frostnacht gilt dasselbe. Beschlag lüftest Du ab, statt ihn zu verreiben. Bei der Reinigung kommt erst Luft, dann Textil: Grobe Krümel pustest Du fort, weil trockenes Wischen über Quarzstaub feine Riefen hinterlässt, die später Streulicht erzeugen. Anschließend führst Du ein sauberes Optiktuch von der Mitte spiralig nach außen. Papierware, Ärmelstoff und lösemittelhaltige Mittel scheiden aus.

Abgesetzt verwahrst Du das Okular mit aufgesteckten Deckeln in einem gepolsterten Behältnis, fern von Patronen und Klingen. Bei einem Bauraum von 58 mm mal 58 mm mal 52,3 mm findet es in nahezu jeder Tasche Platz. Für längere Ruhezeiten wählst Du eine trockene, kühle Ablage ohne Sonneneinstrahlung, denn feuchte Kellerluft begünstigt Beläge auf den Linsen.

Im Revier trägt der Aufsatz überall dort, wo Du ohnehin ein Clip-On der Serie THUNDER 3.0 mitführst. Vor dem Anstellen tastest Du Wiesenränder, Bestandskanten und Einstände ab, ohne die Büchse zu heben. Zeigt sich ein Stück, kommt das Okular herunter, das Vorsatzgerät wandert zurück vor das Glas und Du bist bereit. Auf der Kontrollrunde und bei der Nachsuche arbeitest Du ebenso frei aus der Faust. Ein zweites Thermalgerät mit eigener Ladepflege bleibt daheim, was Traglast spart. Für die dauerhafte Beobachtung einzelner Wechsel taugt die Bauart hingegen nicht, dafür stehen Wildkameras bereit.

Die Schranken liegen offen. Der Aufsatz erzeugt keine eigene Abbildung, er hebt Auflösung, Reichweite und Detektionsleistung um keinen Deut an, sondern macht das ohnehin vorhandene Bild ohne nachgeschaltete Optik zugänglich. Güte und Vergrößerung bestimmt allein das Vorsatzgerät. Ein Absehen führt das Okular nicht, für die Schussabgabe ist es nicht bestimmt. Vor dem Erwerb klärst Du ab, dass Dein Modell der Serie THUNDER 3.0 entstammt.

Die wesentlichen Kennwerte im Überblick:

  • Typ: Okular für Wärmebild-Vorsatzgerät
  • Kompatibilität: HIKMICRO THUNDER 3.0
  • Bildanzeige: klare und scharfe Darstellung
  • Austrittspupille: 5 mm
  • Augenabstand: 15 mm
  • Dioptrienbereich: minus 5 bis plus 5 dpt
  • Gewinde: M52 mal 0,75 mm
  • Abmessungen: 58 mm mal 58 mm mal 52,3 mm
  • Masse: 104,5 g
  • Energieversorgung: über das Vorsatzgerät
  • Produktnummer SW25005
  • Hersteller HIKMICRO
  • Herstellernummer 50-2-135
  • Gewicht 0.75 kg

Herstellerangaben

Hangzhou Microimage Software Co., Ltd
Gebäude A1, Nr. 299, Qiushi Road, Tonglu Economic Development Zone
China

Mail: techsupport.cee@hikmicrotech.com
Web: https://www.hikmicrotech.com/