Makrelenvorfächer
Makrelenvorfächer kaufen – mehrarmige Systeme für schnelle Fische im Freiwasser.
Ein Makrelenvorfach ist ein Paternoster: An einer durchgehenden Hauptleine sitzen mehrere kurze Seitenarme, jeder mit einem geschmückten Haken. Oben schließt eine Öse oder ein Wirbel an die Hauptschnur an, unten hängt das Gewicht. Genau dieser Aufbau macht die Montage im Schwarm so wirkungsvoll, denn wenn die Makrelen unter dem Boot stehen, hängen häufig mehrere Fische gleichzeitig an einem Vorfach.
Makrelen jagen nach Sicht und schlagen auf alles ein, was nach flüchtender Kleinfischbeute aussieht. Deshalb sind die Haken mit Federn, Flitterfäden, Fischhaut oder kleinen Gummischläuchen besetzt. Bei Purewild findest Du in dieser Kategorie unter anderem das Mikado Gummi Makk Rig Makrelenvorfach sowie die Belona Rigs C160, C161 und C162 mit jeweils drei Haken der Größe 1/0. Das Octopus Rig Hair mit 7,5 cm langen Tintenfischimitaten und Haken 2/0 zielt auf größere Fische und trübere Verhältnisse.
Die Führung ist denkbar einfach und trotzdem entscheidend. Du lässt die Montage bis zum Grund ab, holst dann in gleichmäßigem Rhythmus Schnur ein und durchkämmst so die Wasserschicht, bis der erste Kontakt kommt. Danach fischst Du gezielt diese Tiefe an. Ein Echolot hilft, spart aber nicht die Suche: Makrelenschwärme wandern, und die Tiefe von vor zehn Minuten ist selten die von jetzt.
Das Gewicht am unteren Ende bestimmt, wie sauber die Montage steht. Auf dem Kutter driftest Du meist über Grund, dort brauchst Du je nach Strömung und Wassertiefe kräftige Gewichte, sonst schlägt Dein Vorfach in die Nachbarschnüre. Viele Angler hängen statt eines reinen Bleis direkt einen Pilker an. Das kostet nichts an Wurfweite und bringt eine zusätzliche Chance auf einen Beifang aus tieferen Schichten.
Von den Nachbarsystemen grenzt sich das Makrelenvorfach klar ab. Ein Heringsvorfach trägt deutlich kleinere Haken mit feinem Flitter und ist auf Fische an der Mole ausgelegt. Dorschvorfächer arbeiten mit größeren Ködern in Bodennähe, und Brandungsvorfächer sind für den weiten Wurf vom Strand gebaut. In dieser Kategorie geht es um das Freiwasser über und neben dem Schwarm. Passend dazu führt Mikado auch das Hokkai Rig Dorschvorfach, das denselben Paternostergedanken auf grundnahe Fische überträgt.
Die Hakenzahl regelt Handhabung und Risiko. Drei bis fünf Arme sind der vernünftige Kompromiss, mit dem Du an Bord noch arbeiten kannst. Lange Vorfächer mit sechs oder mehr Haken fangen zwar theoretisch mehr, werden aber beim Landen zur Gefahrenquelle, wenn zappelnde Fische freie Haken durch die Luft schleudern. Wer auf einem vollen Kutter steht, fährt mit dem kürzeren System entspannter.
Die beste Zeit für Makrelen ist der Sommer, wenn die Schwärme dicht unter Land ziehen. Dann reichen oft schon eine mittelschwere Rute aus dem Bereich Angelruten, eine salzwassertaugliche Rolle und eine dünne geflochtene Schnur, die den Kontakt zur Montage direkt überträgt. Eine kurze Länge monofile Schnur als Puffer vor dem Vorfach nimmt harte Schläge aus dem Drill.
Nach dem Angeln spülst Du das Vorfach in klarem Süßwasser ab und trocknest es, bevor es zurück in die Verpackung geht. Salz greift Haken und Quetschhülsen schneller an, als man denkt. Kontrolliere vor jedem Törn die Knoten an den Seitenarmen und tausche das System aus, sobald ein Haken stumpf ist oder eine Feder ausgefranst am Schaft hängt.
Rund um den Meeresteil des Sortiments lohnt der Blick auf weitere Meeressysteme: Beifängermontagen für die Kombination mit dem Pilker, Seitenarmmontagen zum Selbstbauen und Naturködersysteme für Wattwurm und Fischfetzen. Im übrigen Bereich Kunstköder findest Du Blinker, Gummifische und Twister. Für die Verwertung an Land helfen Räuchermehle und Räucherlauge.
Ob geplanter Kuttertörn oder spontane Feierabendrunde von der Mole: Mit dem passenden Paternoster in der Tasche bist Du in dem Moment einsatzbereit, in dem der Schwarm auftaucht. Hol Dir Deine Makrelenvorfächer jetzt bequem bei Purewild!