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- Produktnummer SW15617
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer AMC-11645-3.7
- Gewicht 0.008 kg
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Mikado Rig Ring schwarz matt
Der Rig Ring gehört zu den kleinsten Bauteilen einer Karpfenmontage und bestimmt trotzdem mit, wie frei sich der Köder über dem Grund bewegen kann. Als geschlossener Ring arbeitet er als Gelenk zwischen Hakenschenkel, Haar und Köder. Ein starr angebundener Köder liegt immer in derselben Lage; am Ring dagegen dreht er sich in jede Richtung und folgt dem Saugstrom des Fisches, ohne dass sich die Montage verkantet. Genau diese Beweglichkeit ist der Grund, warum erfahrene Karpfenangler kaum ein Vorfach ohne einen solchen Ring binden.
Zwei Einbaupositionen haben sich durchgesetzt. Die erste liegt auf dem Hakenschenkel: Der Ring wird vor dem Anknoten über den Schenkel geschoben und anschließend vom Rig-Garn in seiner Höhe gehalten. So entsteht ein Hakenaufzug, bei dem der Ring um den Schenkel wandert und dem Haken erlaubt, sich unabhängig vom Köder zu drehen. Die zweite Position sitzt am Ende des Haares. Dort trägt der Ring den Köder selbst oder nimmt den Stopper auf, der den Boilie hält. In beiden Fällen richten sich Haken und Köder getrennt voneinander aus, und der Hakenbogen bleibt zum Fischmaul hin offen.
Beim Binden führt man das Rig-Garn zuerst durch den Ring, legt dann den Knoten am Hakenschenkel an und zieht ihn langsam fest, damit sich die Wickelungen gleichmäßig legen. Der Ring darf dabei nicht zwischen den Windungen eingeklemmt werden; nach dem Festziehen soll er sich von Hand noch deutlich verschieben lassen. Wer den Köder über den Ring führt, nutzt eine Ködernadel: Boilie oder Pellet aufziehen, die Garnschlaufe in das Öhr der Nadel legen, zurückziehen und hinter dem Köder mit einem Stopper sichern. Bei harten Ködern erleichtert ein vorgebohrtes Loch die Arbeit und verhindert, dass die Schlaufe ausfasert.
Diese Montagearten lassen sich mit dem Ring aufbauen:
- Haarmontage mit beweglichem Köderanschluss, bei der der Ring die Schlaufe trägt
- Hakenaufzug am Schenkel, bei dem der Ring die Austrittshöhe des Haares vorgibt
- Steife Mundschnüre, bei denen der Ring das Gelenk zwischen Vorfach und Haken bildet
- Auftreibende Kombinationen aus Boilie und Schaumstoff, die am Ring ausbalanciert werden
- Übergänge zu Wirbel, Schlaufe oder Schnelleinhänger, bei denen der Ring das Rig abschließt
Zur Auswahl stehen zwei Durchmesser. Die Wahl richtet sich nach Ködergröße und Garnstärke, nicht nach der Rute oder dem Gewässer:
- 3,1mm ist der kleinere Ring für zurückhaltende Montagen mit feinem Rig-Garn, einzelnen Pellets, kleinen Boilies, Maiskörnern und Imitaten. Er fällt am Schenkel kaum auf und hält den Aufbau kompakt.
- 3,7mm ist der größere Ring für kräftiges Geflecht, voluminöse Boilies, Doppelköder und aufgetürmte Kombinationen. Die weitere Öffnung gibt der Schlaufe mehr Spiel und lässt sich mit dicken Garnen bequem durchfädeln.
Mit dem Ring an der passenden Stelle umgeht man mehrere Fehler, die beim Binden ohne Gelenk regelmäßig entstehen:
- Ein festgeknoteter Köder dreht sich beim Einsaugen mit und drückt die Hakenspitze aus der Arbeitsrichtung weg.
- Garnschlaufen, die unmittelbar am Hakenschenkel reiben, scheuern nach mehreren Würfen auf. Der Ring nimmt die Bewegung auf und entlastet das Material an dieser Stelle.
- Zu knapp gebundene Haare legen sich beim Wurf an den Hakenbogen. Über den Ring bleibt der Abstand zwischen Köder und Haken erhalten.
- Beim Köderwechsel muss das Vorfach nicht neu gebunden werden, weil nur der Stopper am Ring getauscht wird.
Die matt schwarze Ausführung nimmt dem Bauteil den Glanz. Kleinteile, die Licht zurückwerfen, stechen über dunklem Grund und in klarem Wasser hervor, während eine stumpfe, dunkle Fläche zwischen Kies, Laub und Schlamm verschwindet. An Gewässern mit vorsichtigen Fischen und langen Standzeiten der Montage wiegt dieser Punkt schwer, denn der Karpfen hat Zeit, den Köder und alles daran in Ruhe zu prüfen.
Seinen Nutzen entfaltet der Ring erst im Zusammenspiel mit dem übrigen Kleinteil. Stopper, Perlen, Schrumpfschlauch und Hülsen liegen im Bereich Rig-Zubehör, einen Überblick über alle Verbindungsteile gibt die Abteilung Wirbel und Verbinder. Wer die Mundschnur vom Blei abspreizen und Verwicklungen beim Wurf unterbinden will, ergänzt die Montage um einen Anti-Tangle Boom. Für den knotenlosen Anschluss des Vorfachs an den Haken eignen sich Teile aus dem Bereich No-Knot.
Zur Abstimmung auf die übrige Montage gehört auch der Blick auf das Blei. Je schwerer das Festblei arbeitet, desto kräftiger wird am Haken gezogen, und desto wichtiger ist es, dass sich der Köder am Ring wegdrehen kann, statt den Haken mitzureißen. An leichten Montagen mit Futterkorb oder Method-Feeder fällt diese Kraft geringer aus, dort steht die freie Lage des Köders im Vordergrund.
In der Handhabung sind die Ringe unauffällig und entsprechend leicht zu verlieren. Eine kleine Dose mit Schraubdeckel oder ein Rig-Board mit Fächern hält sie zusammen, sodass am Wasser nicht im Sand gesucht werden muss. Nach dem Ansitz werden die Ringe mit klarem Wasser abgespült und trocken verstaut; so bleiben keine Sand- oder Salzreste in der Öffnung liegen, die später das Garn aufreiben könnten. Wer häufig Vorfächer vorbereitet, hält beide Durchmesser nebeneinander bereit, weil sich der Aufbau dann nach dem Köder richtet und nicht nach dem Ring, der gerade in der Dose liegt.
- Produktnummer SW15617
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer AMC-11645-3.7
- Gewicht 0.008 kg
Herstellerangaben
Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen
Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/