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- Produktnummer SW15908
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer AMC-11521-07
- Gewicht 0.013 kg
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Mikado Lead Clip Tail Rubber
Jedes Blei-Clip-System hat eine empfindliche Stelle, und das ist der Übergang vom Clip zur Schlagschnur. Dort treffen harte Kanten, ein Wirbel und eine dünne Schnur aufeinander, dort wirkt beim Wurf die größte Beschleunigung, und dort entscheidet sich, ob das Blei im Ernstfall abgeworfen wird oder am Fisch hängen bleibt. Das Tail Rubber schiebt sich über diesen Übergang, nimmt den Clip samt Wirbelöse auf und macht aus mehreren Einzelteilen eine glatte, schlanke Einheit.
Im zusammengebauten Zustand übernimmt die Tülle drei Aufgaben gleichzeitig. Sie hält den Stift oder Arm des Clips in seiner Lage, damit das Blei beim Wurf und beim Absinken nicht von selbst ausklinkt. Sie deckt die Kanten des Clips ab, sodass die Mundschnur beim Eintauchen nicht an einer Ecke hängen bleibt. Und sie verlängert die Linie des Übergangs, wodurch das Vorfach gestreckt vom Blei wegführt, statt sich um die Montage zu wickeln.
Der Zusammenbau geschieht in dieser Reihenfolge:
- Schlagschnur oder Leader durch die Tülle ziehen, bevor der Wirbel angeknotet wird. Die schmale Seite zeigt dabei zur Rute.
- Wirbel anknoten oder mit einer Hülse festlegen, Blei-Clip von vorn auf den Wirbel schieben, bis er einrastet.
- Blei in den Clip einhängen und auf festen Sitz prüfen.
- Tülle vorsichtig über den Clip schieben. Ein Tropfen Wasser auf der Innenseite erleichtert das Aufziehen.
- Vorfach am Wirbel einhängen und die ganze Einheit einmal von Hand durchziehen.
Wie weit die Tülle aufgeschoben wird, ist die wichtigste Einstellung an der ganzen Montage. Ganz nach vorn geschoben sitzt der Clip bockfest; das hält bei weiten Würfen über Kraut und Kies, gibt das Blei aber kaum frei. Nur zur Hälfte aufgezogen löst sich der Clip dagegen schon unter mäßigem Zug, und das Blei bleibt im Hindernis zurück, während der Fisch frei ankommt. Zwischen diesen beiden Lagen wird nach Gewässer entschieden: in offenem Wasser mit sandigem Grund weiter vorn, in Krautfeldern, Totholz und Muschelbänken deutlich zurückhaltender. Eine Probe an Land vor dem ersten Wurf zeigt sofort, bei welchem Zug der Clip öffnet.
Zwei Farbtöne stehen zur Wahl, und beide haben ihren eigenen Untergrund:
- dunkelgrün passt zu Gewässern mit Pflanzenbewuchs, Algenbelag und weichem, dunklem Grund. Über Kraut und Schlamm bildet der Ton eine ruhige Fläche ohne harten Kontrast.
- Camouflage bricht die Form der Montage in unregelmäßige Flecken auf. Das wirkt über gemischtem Grund aus Kies, Sand, Laub und Steinen, wo eine einfarbige Fläche eher auffällt als ein unruhiges Muster.
Tarnung am Grund ist bei diesem Bauteil kein Randthema, weil die Tülle das größte sichtbare Stück der bleinahen Montage ist. Wer dasselbe Gewässer über Jahre befischt, stimmt sie auf den Grund ab und ergänzt sie mit Leadern und Stäbchen in verwandten Tönen. Bei stark getrübtem Wasser oder nachts spielt die Farbe eine geringere Rolle; über hellem Sand bei Sonne und klarer Sicht dagegen eine große.
Auch im Flug zeigt sich die Wirkung. Eine abgedeckte Verbindung reißt beim Abwurf weniger an der Mundschnur, weil keine Kante hervorsteht, an der sich Garn verfangen kann. Das Vorfach legt sich während des Flugs an die Tülle an und löst sich erst beim Eintauchen. Wer zusätzlich ein kurzes Stäbchen über den Wirbel schiebt, verlängert diese Führung und erreicht selbst bei langen Mundschnüren einen gestreckten Aufbau am Grund. Bei weiten Würfen mit schwerem Blei macht sich das in gleichmäßigen Landungen bemerkbar, weil der Köder immer in derselben Lage aufsetzt.
Zu allen gängigen Blei-Clip-Aufbauten passt die Tülle gleichermaßen: zum Festbleiansitz mit kurzem Haar, zum Angeln mit auftreibendem Köder und zur Montage mit geflochtenem oder ummanteltem Leader. Ausschlaggebend ist nicht die Art der Schnur, sondern die Einbaulage. Die Tülle muss über die Außenkante des Clips reichen, dabei aber die Wirbelöse frei lassen, damit das Vorfach daran schwenken kann. Sitzt sie zu weit vorn, klemmt sie die Öse ein, und das Vorfach steht steif vom Blei ab, was Bisse von vorsichtigen Fischen verhindert.
Diese Fehler bleiben mit einer korrekt sitzenden Tülle aus:
- Das Blei klinkt beim Wurf aus und fliegt unkontrolliert davon.
- Die Mundschnur verfängt sich am offenen Arm des Clips und legt den Köder neben das Futter.
- Der Knoten am Wirbel liegt frei und wird von Kies und Muscheln angerieben.
- Das Blei bleibt beim Drill am Fisch und arbeitet als Hebel gegen den Haken.
Zum Aufbau gehören weitere Kleinteile. Clips, Leader-Zubehör und Stäbchen finden sich unter Rig-Zubehör, Verbindungen am Leader lassen sich mit Quetschhülsen festlegen. Für Laufmontagen am Grundblei stehen Perlenlaufwirbel bereit, und wer Vorfächer rasch tauschen will, hängt sie über Snaps ein.
Gummiteile wollen trocken und ohne Druck gelagert werden. Nach dem Ansitz wird die Tülle vom Clip gezogen, mit klarem Wasser abgespült und getrennt vom übrigen Kleinteil verstaut, damit sie nicht zwischen Bleien gequetscht wird. Vor jedem neuen Aufbau empfiehlt sich ein Blick auf die Öffnung: Eingerissene Ränder halten den Clip nicht mehr zuverlässig und werden ersetzt. Zwei oder drei Ersatzstücke in der Rig-Tasche halten den Ansitz in Gang, wenn beim Lösen einmal eine Tülle reißt.
- Produktnummer SW15908
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer AMC-11521-07
- Gewicht 0.013 kg
Herstellerangaben
Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen
Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/