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Jenzi Wathose atmungsaktiv
Jenzi Wathose atmungsaktiv

Jenzi Wathose atmungsaktiv

Ein langer Ansitz ist eine stille Form von Arbeit. Sechs oder acht Stunden am gleichen Platz, die ersten drei im kalten Morgen, die nächsten in der Sonne, dazwischen das Aufstehen zum Werfen und das Hinsetzen zum Warten. Was dabei auf die Dauer entscheidet, ist nicht die Höhe des Schnitts und nicht die Festigkeit des Stoffes, sondern das Klima zwischen Haut und Hose. Diese Wathose von Jenzi ist atmungsaktiv ausgelegt und nimmt damit genau dieses Thema auf.

Atmungsaktiv bedeutet, dass Feuchtigkeit von innen nach außen wandern kann. Beim Angeln entsteht sie laufend: beim Weg zum Platz mit Rucksack und Kescher, beim Aufbau, beim Werfen, beim Drill. Eine Hose, die diese Feuchtigkeit festhält, fühlt sich nach der ersten Pause klamm an, und was klamm ist, kühlt. Wird die Feuchte stattdessen nach außen abgegeben, bleibt die Haut trockener, die Temperatur gleichmäßiger und der Unterschied zwischen Gehen und Stehen geringer.

Spürbar wird dieser Unterschied am Rhythmus eines Angeltages. Wer morgens mit Gepäck einen Kilometer am Ufer entlanggeht, kommt warm am Platz an. In einer Hose ohne Feuchtetransport steht man dann zwanzig Minuten später im eigenen Schweiß und beginnt zu frieren, obwohl die Luft mild ist. Mit Feuchtetransport trocknet die Schicht unter der Hose nach und nach ab, und der Körper muss nicht gegen die eigene Nässe anheizen.

Damit das funktioniert, muss die Schicht darunter mitspielen. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie kaum weiter, eine Jeans unter der Wathose macht den Vorteil zunichte. Richtig sind eine lange Funktionshose als erste Lage und, je nach Jahreszeit, eine dünne Fleecelage darüber. Socken aus Wolle oder Wollmischung transportieren besser als Baumwollsocken. Die Lagen werden locker getragen, denn Feuchtetransport braucht einen Luftzwischenraum, und dieser Zwischenraum verschwindet, sobald es eng wird.

Die Reihe umfasst fünf Größen: 43, 44, 45, 46/47 und 48. Sie beginnt also erst bei 43 und reicht bis 48, mit 46/47 als Doppelgröße in der oberen Hälfte. Wer kleinere Füße hat, findet in dieser Reihe keine passende Nummer und sieht sich besser bei einem anderen Modell um. Wer in 46 oder 47 liegt, nimmt die Doppelgröße und rechnet mit etwas Spielraum. Bei 43, 44, 45 und 48 entspricht die Angabe der gewohnten Zahl.

Beim Probieren gilt derselbe Grundsatz wie beim Tragen: Platz schlägt Passgenauigkeit. Hose mit der geplanten Unterbekleidung anziehen, dann eine Weile sitzen, aufstehen, einen Schritt über einen Höhenunterschied machen. Nirgends soll der Stoff an Knie oder Schritt ziehen, und der Fuß soll die Zehen bewegen können. Ein stundenlanger Ansitz verzeiht keine Stelle, die schon nach fünf Minuten drückt.

Die Einsatzzeit dieses Modells liegt in der milden Hälfte des Jahres und in allen Situationen mit Bewegungsanteil. Im Frühjahr auf Aland und Brassen, im Sommer am frühen Morgen auf Karpfen, im Herbst beim langen Spinntag mit vielen Platzwechseln. Auch an warmen Wintertagen mit viel Gehanteil ist der Feuchtetransport von Vorteil, solange die Unterbekleidung die Wärme übernimmt. Je länger der Tag und je höher der Anteil an Bewegung, desto deutlicher wirkt sich die Eigenschaft aus.

Im Sommer kommt ein Punkt hinzu, der mit dem Wasser selbst nichts zu tun hat. Steht die Sonne hoch, staut sich Wärme an jedem geschlossenen Kleidungsstück, und am Bein wird es auch dann warm, wenn die Füße im kühlen Wasser stehen. Hier hilft der Wechsel zwischen Wasser und Schatten: zwanzig Minuten im Wasser, dann eine Pause am Ufer mit heruntergelassenem Oberteil, damit die gestaute Luft entweichen kann. Ein Hut, ein Schluck Wasser und eine ruhige Minute im Schatten gehören zu einem langen Angeltag genauso dazu wie die passende Hose.

Ein Blick auf den Tagesverlauf macht die Sache greifbar. Um vier Uhr morgens ist die Luft kühl und die erste Lage darf dicker ausfallen. Gegen neun Uhr steigt die Temperatur, die Jacke wandert in den Rucksack und die Hose übernimmt allein. Am Mittag wird es ruhiger am Wasser, es wird mehr gesessen als geworfen. Am Abend kühlt es wieder ab, und die Schicht, die nachmittags feucht geworden ist, bestimmt, wie die letzten zwei Stunden ausfallen. Eine Hose, die Feuchtigkeit weitergibt, wirkt deshalb gerade gegen Ende des Tages am deutlichsten.

Zur Pflege: Nach dem Angeln abspülen, damit Sand und Schlamm nicht im Gewebe bleiben, denn Schmutz setzt die Atmungsaktivität herab. Danach hängend trocknen und die Hose zwischendurch wenden, damit die Innenseite vollständig abtrocknet. Keine starken Reiniger, keine Weichspüler, nicht auf die Heizung legen. Gelagert wird die Hose hängend und trocken, gut belüftet und nicht in einem geschlossenen Sack.

Dieser Text gehört zum Elternartikel und gilt für alle fünf Größen. Die Nummer wird beim Bestellen am Artikel gewählt. Wer vergleichen will, findet die weiteren Modelle in der Übersicht Watbekleidung.

  • Produktnummer SW22602
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 8989045
  • Gewicht 0.0011 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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