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- Produktnummer SW24555
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8557028
- Gewicht 0.0594 kg
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Jenzi Klapp-Blei zum Schleppen 2 Stück
Beim Schleppen entscheidet die Laufhöhe des Köders darüber, ob er den Fischen vor die Nase gerät oder unbeachtet über ihnen hinwegzieht. Ein Schleppblei übernimmt genau diese Aufgabe: Es holt die Montage hinter dem Boot in jenes Stockwerk, in dem die Fische stehen, und hält sie dort über die gesamte Bahn. Dieses Blei sitzt zwischen Hauptschnur und Vorfach und arbeitet von dort als Tiefenregler für den laufenden Köder. Jede Packung enthält 2 Stück. Damit liegt die gefischte Stufe doppelt an Bord, und eine zweite Rute lässt sich auf dieselbe Laufhöhe einstellen.
Der Name beschreibt die Bauweise. Im Zug der Fahrt stellt sich die Bleifläche quer zum anströmenden Wasser und erzeugt den Abtrieb, der die Montage nach unten holt. Sobald der Zug nachlässt und eingekurbelt wird, klappt das Blei zusammen und zieht schlank durch das Wasser. Dieser Wechsel hat zwei Folgen, die man im Bootsalltag sofort merkt. Im Drill arbeitet der Fisch nicht gegen eine stehende Fläche, der Zug auf Schnur und Haken bleibt dadurch ruhiger. Und beim Ablassen auf die nächste Bahn dreht sich die Montage weniger ein, weil das zusammengelegte Blei kaum Angriffsfläche bietet.
Gegenüber einem starren Blei zeigt sich der Unterschied vor allem auf dem Rückweg zum Boot. Eine flächige Form, die in Arbeitsstellung verharrt, hängt sich beim Einholen wie ein kleiner Taucher in die Schnur und übertönt dabei die Signale des Fisches. Die klappbare Bauform nimmt diesen Druck heraus, sodass Kopfstöße und Fluchten deutlicher in der Hand ankommen. Auch das Hantieren an der Bordwand bleibt ruhiger, weil das flach angelegte Blei nicht seitlich ausbricht, wenn der Kescher schon bereitliegt.
Die fünf Varianten trennt allein das Bleigewicht. Mehr Gewicht heißt mehr Abtrieb und damit eine tiefere Bahn bei gleicher Schnurlänge und gleichem Tempo. Die Staffel beginnt leicht für flache Reviere und endet schwer für tiefe Seen und zügige Fahrt:
- 28,0g: die feine Stufe für flache Seen, ruhige Buchten und Boddengewässer. Sie hält kleine Wobbler und Blinker knapp unter der Oberfläche und bleibt auch bei langsamer Fahrt gut lesbar in der Rutenspitze, weil der Abtrieb die Spitze nur leicht anlegt.
- 42,0g: der Alltagswert für mittlere Lagen. Damit lässt sich eine flache Kante abfahren, ohne dass der Köder ständig Grundberührung bekommt, und die Bahn bleibt beim Kurvenfahren berechenbar.
- 56,0g: die Wahl, sobald das Wasser tiefer wird oder größere Köder mehr Widerstand aufbauen. Diese Stufe hält die Laufhöhe auch dann, wenn Wind das Boot schneller treiben lässt oder eine Welle das Heck anhebt.
- 84,0g: für tiefe Seebereiche und Fahrten über der Sprungschicht. Der Abtrieb reicht aus, um die Montage trotz höherer Geschwindigkeit unten zu halten, und die Schnur bleibt dabei flacher gespannt.
- 112,0g: die schwerste Stufe für Talsperren, große Seen und Strecken mit Zug im Wasser. Sie bringt den Köder auf kurzer Schnurlänge in die Tiefe, was das Manövrieren in engen Rinnen erleichtert.
Tiefe entsteht im Zusammenspiel von drei Größen: Bleigewicht, abgelassene Schnurlänge und Fahrgeschwindigkeit. Bei höherem Tempo steigt die Montage an, dann hilft die nächstschwerere Stufe. Mehr abgelassene Schnur bringt ebenfalls Tiefe, nimmt aber Genauigkeit beim Abfahren einer Kante. Sinnvoll ist es deshalb, zwei bis drei Stufen im Bootskasten zu haben und sich die Kombination zu notieren, die an einem bekannten Platz gefangen hat. Solche Notizen sind nach wenigen Ausfahrten brauchbarer als jede Faustformel, weil sie das eigene Boot, die eigene Rute und die eigenen Köder einbeziehen.
Über das Jahr verschiebt sich der Bedarf. Im Frühjahr stehen Hechte in flachen, sich rasch erwärmenden Bereichen, dort genügen die leichten Stufen in Verbindung mit viel Schnur. Im Sommer ziehen Zander und Salmoniden tiefer, und die Montage muss unter die warme Deckschicht gebracht werden, wofür die mittleren und schweren Stufen gedacht sind. Im Herbst folgen die Räuber den Schwärmen ins Freiwasser, wo große Flächen abgesucht werden und eine gleichmäßige Laufhöhe mehr zählt als der exakte Meter. Die Staffel aus fünf Stufen deckt diese Jahreszeiten ab, ohne dass die übrige Ausrüstung gewechselt werden muss.
Montiert wird das Blei vor dem Vorfach, am besten mit einem kräftigen Wirbel davor und dahinter. Das Vorfach darf ruhig lang ausfallen, damit der Köder Abstand zum Blei behält und frei arbeitet. Ein zweites Blei derselben Stufe ist beim Fischen mit zwei Ruten die einfachste Lösung, beide Köder auf gleicher Höhe zu führen und so einen Schwarm breiter abzusuchen. Zum Ausloten einer unbekannten Stelle vor dem ersten Zug greifen viele Bootsangler zu Lotbleie, bevor die Schleppstrecke festgelegt wird.
Weitere Gewichtsformen für das Fischen vom Boot stehen bei den Schleppbleie bereit, und zum Abtasten des Grundes statt zum Schweben im Freiwasser führen die Bodentaster die passende Bauform. Beim senkrechten Fischen über derselben Kante übernehmen dagegen Drop-Shot-Bleie die Gewichtsarbeit. Im Zusammenspiel mit abgestimmten Vorfächern deckt diese Gewichtsstaffel die üblichen Schlepptiefen auf Hecht, Zander, Lachs und Seeforelle ab.
- Produktnummer SW24555
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8557028
- Gewicht 0.0594 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com