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- Produktnummer 66913
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8599020
- Gewicht 0.0223 kg
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Jenzi Pendelblei mit Kork-Kugel und Wirbel
Ein Pendelblei hängt in der Montage nicht starr, sondern beweglich. Der Wirbel am Kopf stellt diese Beweglichkeit her: Er verbindet das Gewicht mit der Schnur und lässt es gegenüber dem Vorfach drehen, sodass sich Verdrallungen nicht in die Montage fortsetzen. Unterhalb des Wirbels pendelt der Körper frei, und eben dieses Pendeln gibt der Bauart ihren Namen.
Als Bodentaster übernimmt ein solches Gewicht eine Aufgabe, die über das reine Beschweren hinausgeht. Es sucht den Grund ab und meldet über die Schnur, was dort liegt. Beim langsamen Einholen oder beim Abtreiben überträgt der pendelnde Körper Unterschiede im Untergrund an die Rutenspitze: harter Kies fühlt sich anders an als weicher Schlamm, eine Kante kündigt sich als Widerstand an, Muschelbänke melden sich als feines Rattern. Wer einen Platz vor dem Ansitz abtastet, gewinnt damit ein Bild vom Gewässerboden, ohne Elektronik einzusetzen.
Die Kork-Kugel ist das zweite tragende Bauelement dieser Familie. Kork ist leichter als Wasser und wirkt deshalb als Auftriebselement. In der Montage hebt eine solche Kugel den Abschnitt oberhalb des Gewichts an und hält ihn aus dem Schlamm heraus. Zwei Wirkungen folgen daraus: Die Verbindung legt sich nicht flach auf den Boden, und der Übergang zum Vorfach bleibt frei beweglich, selbst wenn der Bleikörper in weichem Grund einsinkt. Beim Abtasten verhindert der Auftrieb zusätzlich, dass sich die Montage an jedem kleinen Hindernis festlegt.
Vier Abstufungen bilden die Reihe: 20,0g, 30,0g, 40,0g und 60,0g. Welche Stufe passt, hängt am Zug im Wasser und an der Strecke, die abgetastet werden soll. 20,0g und 30,0g bleiben in stehendem oder langsam ziehendem Wasser gut kontrollierbar und senden feine Rückmeldungen. 40,0g hält auch bei merklichem Zug die Spur, und 60,0g bleibt im Strom oder bei starkem Wind am Boden, wo leichtere Stufen abheben würden.
Montage und Handhabung:
- Hauptschnur in den Wirbel am Kopf einknoten, Vorfach darunter anschließen
- Die Kork-Kugel so in der Montage belassen, dass sie oberhalb des Gewichts arbeitet
- Beim Abtasten in kurzen Zügen vorgehen und die Schnur zwischen den Zügen gespannt halten
- Nach dem Auffinden einer Kante den Wurfwinkel merken und gezielt dort ablegen
- Auf weichem Grund eine Stufe höher greifen, damit der Kontakt nicht abreißt
Eingesetzt wird diese Bauart an Flüssen mit wechselndem Grund, an Talsperren mit Steilkanten, an Kanälen mit Schlammauflage und an Seen, deren Boden vor dem Ansitz unbekannt ist. Beim Grundangeln auf Friedfische arbeitet das Pendelblei als Teil der Montage, beim Erkunden einer Stelle als eigenständiges Werkzeug. In beiden Rollen bleibt das Prinzip dasselbe: ein beweglich geführtes Gewicht, aufgehobener Drall und ein Auftriebskörper, der die Verbindung oberhalb des Grundes hält.
Ein weiterer Punkt betrifft die Anzeige am Gerät. Weil das Gewicht pendelt, überträgt es auch kleine Richtungswechsel, und eine Rute mit fühliger Spitze macht daraus eine lesbare Rückmeldung. Wer den Grund systematisch abgeht, arbeitet in einem Raster: erst quer zur Strömung werfen, dann die Montage absinken lassen, anschließend in gleichmäßigen Zügen heranführen und die Stellen notieren, an denen sich der Untergrund ändert.
Der Drall, den der Wirbel aufnimmt, entsteht beim Angeln fast unvermerkt. Strömung dreht das Gewicht um die eigene Achse, ein Vorfach verwindet sich beim Einholen, und über viele Würfe summiert sich das zu einer Verdrallung der Hauptschnur, die bis in die Rolle reicht. Eine drehbare Verbindung am Kopf des Gewichts unterbricht diese Kette. Das Vorfach bleibt dadurch gerade, Perücken bilden sich seltener, und die Montage läuft beim nächsten Wurf wieder frei ab.
Auftrieb als Bauprinzip findet sich in vielen Montagen wieder, von der Pose über den Auftriebsköder bis zum Schwimmerelement an der Grundmontage. Kork gehört zu den ältesten Lösungen dafür und arbeitet rein über seine geringere Dichte, ohne Luftkammer und ohne Mechanik. Für eine Montage, die auf weichem Boden eingesetzt wird, ist das ein handfester Punkt: Der Körper geht nicht verloren, er verliert seinen Auftrieb nicht beim Anstoßen an Steine und braucht keine Pflege.
Im Umgang mit Hängern hilft die beschriebene Bauart ebenfalls. Weil der Körper pendelt und der Abschnitt über ihm Auftrieb hat, legt sich die Montage flacher über Hindernisse und kippt nicht so leicht in Spalten. Bleibt sie dennoch hängen, lässt sich durch kurzes Lösen der Spannung oft erreichen, dass der Auftriebskörper die Verbindung anhebt und das Gewicht frei zurückfällt. Reines Durchziehen mit Gewalt führt in Kies und Steinpackungen nur selten zum Erfolg.
Im Shop steht die Familie bei den Bodentastern. Verwandte Bauformen für dieselbe Aufgabe sind die Tiroler Hölzer, die aufrecht über dem Grund stehen, sowie das Birnenblei für ruhig abgelegte Grundmontagen.
Jenzi führt die Familie als einen Artikel; die Stufen werden direkt dort gewählt und erscheinen unter 66913, 66914, 66915 und 66916 mit den Herstellernummern 8599020, 8599030, 8599040 und 8599060.
- Produktnummer 66913
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 8599020
- Gewicht 0.0223 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com