46,90 €
- Produktnummer 60601
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 3541005
- Gewicht 0.0244 kg
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Jenzi Inspire Fliegenschnur Fly-Line WF schwimmend
Beim Fliegenfischen wirft nicht der Köder, sondern die Schnur. Das Gewicht der ersten Meter lädt den Blank, und erst daraus entsteht die Schlaufe, die eine fast schwerelose Fliege ans Ziel bringt. Deshalb steht bei einer Fliegenschnur die Klassenangabe im Mittelpunkt, und deshalb bildet sie bei dieser Familie von Jenzi die Variantenachse.
Die Bezeichnung zerlegt sich in drei Teile. WF steht für Weight Forward: Die Masse liegt im vorderen Abschnitt der Schnur, hinter dem Kopf folgt eine dünne Laufleine. Diese Bauform lädt die Rute schon nach kurzem Aufziehen und bringt die Schlaufe auch dort sauber los, wo wenig Platz für langes Werfen bleibt. Die Zahl benennt die Schnurklasse nach dem gängigen Klassensystem. Das F am Ende steht für floating, also für eine schwimmende Schnur, die mit ihrer gesamten Länge auf dem Wasser liegt.
Zur Wahl stehen vier Klassen:
- WF 4 F für kleine Bäche, feine Trockenfliegen und eine zurückhaltende Präsentation auf ruhigem Wasser
- WF 5 F als die Klasse, die an heimischen Forellengewässern den größten Teil der Saison abdeckt
- WF 6 F für größere Fliegen, windige Tage und Gewässer mit mehr Breite
- WF 7 F für schwere Nassfliegen und Streamer, große Flüsse und Seen mit weiten Würfen
Die Zuordnung zur Rute folgt einer einfachen Regel: Die Klasse der Schnur entspricht der Klasse der Rute. Auf dem Rutenblank oder über dem Griff steht die Klassenangabe des Modells, meist als Zahl mit vorangestelltem Gittersymbol oder als Teil der Modellbezeichnung. Eine Rute der Klasse 5 arbeitet mit der Schnur WF 5 F in dem Bereich, für den sie gebaut wurde: Sie lädt bei normaler Wurfweite vollständig und bleibt dabei kontrollierbar. Eine Klasse darunter lässt die Rute leer laufen und erzwingt mehr Schnur in der Luft, eine Klasse darüber lädt früher und gibt mehr Gefühl im Nahbereich, nimmt der Rute aber Reserve bei langen Würfen. Bewusstes Abweichen setzt Erfahrung mit der eigenen Rute voraus; beim Einstieg bleibt die Klassengleichheit die verlässliche Linie.
Das Weight-Forward-Profil hat Folgen für die Technik. Weil die Masse vorn liegt, braucht es nur wenige Meter außerhalb der Spitze, bis der Blank arbeitet. Das hilft beim Werfen über kurze Distanz, beim Angeln aus engem Uferbewuchs und beim schnellen Wechsel der Wurfrichtung. Hinter der Kopflänge folgt die dünne Laufleine, die bei weiten Würfen durch die Ringe schießt. Für Distanzen darüber hinaus zieht man vorher mehr Schnur ab und legt sie in Schlaufen in die Hand oder auf einen Schnurkorb.
Über das Jahr hinweg wandert der Bedarf zwischen den Klassen. Im Frühjahr, wenn kleine Nymphen und zarte Trockenfliegen gefragt sind, spielt die leichte Seite ihre Stärke aus. Im Sommer am Abend mit großen Sedgen und im Herbst mit Streamern verschiebt sich das Bild nach oben. Dazu kommt der Wind: Sobald er gegen die Schlaufe drückt, hilft eine Klasse mit mehr Masse im Kopf, weil sie die Schlaufe durch die Luft trägt.
Eine schwimmende Schnur ist der Allrounder des Fliegenfischens. Sie liegt oben, ist jederzeit vom Wasser abzuheben und erlaubt die Kontrolle über den Driftverlauf, weil die Schnurbahn sichtbar bleibt. Trockenfliege, Nymphe unter dem Indikator, kleine Nassfliege und oberflächennah geführter Streamer sind damit abgedeckt. Tiefere Präsentationen entstehen über beschwerte Fliegen und über die Länge des Vorfachs, nicht über die Schnur selbst.
Vor dem ersten Einsatz wird die Schnur auf die Fliegenrolle gespult, in der Regel hinter einer Backingschnur, die den Spulenkern füllt und im Drill Reserve bietet. Die Verbindung zum Vorfach entsteht über eine Schlaufe am Schnurende oder über einen Nagelknoten; danach folgt ein verjüngtes Vorfach, dessen Spitze zur Fliegengröße passt. Beim Angeln gilt der Blick auf die Oberfläche: Eine saubere Schnurbahn ohne Schlaufen und Drall entscheidet mehr über den Wurf als zusätzliche Kraft im Arm.
Zur Pflege genügt wenig. Nach dem Angeln wird die Schnur abgetrocknet und locker auf die Rolle gelegt, nicht unter Spannung. Sand und Feinkies aus Wathosen und Kescherstäben gehören nicht an die Schnur, weil sie dort als Schleifmittel wirken. Nach monatelanger Lagerung nimmt man den Druck von den Windungen und lässt die Schnur vor dem nächsten Einsatz einmal durch die Hand laufen, damit sich der Gedächtniseffekt aus den ersten Metern verliert.
Das Vorfach vor der Fliegenschnur ist ein Thema für sich: Konisch verjüngte Vorfachschnur zum Fliegenfischen überträgt die Wurfenergie bis in die Spitze, einzelne Stücke Monofile Vorfachschnur dienen zum Verlängern und Ausbessern, und für die unauffällige, sinkende Spitze greifen viele Fliegenfischer zu Fluorocarbon.
Alle vier Varianten dieser Familie sind schwimmende Weight-Forward-Schnüre und unterscheiden sich allein in der Schnurklasse. Die Entscheidung fällt damit an der Rute: erst die Klassenangabe des Blanks ablesen, dann dieselbe Klasse wählen - WF 4 F, WF 5 F, WF 6 F oder WF 7 F - und die Fliegengröße auf diese Klasse abstimmen.
- Produktnummer 60601
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 3541005
- Gewicht 0.0244 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com