2,40 €
- Produktnummer SW24024
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7292002
- Gewicht 0.0011 kg
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Jenzi Aalhaken gebunden Premium geflochten
Gebundene Aalhaken aus der Premium-Linie von Jenzi, dem Namen nach mit geflochtenem Vorfachmaterial aufgebaut und auf den nächtlichen Ansitz am Aalplatz zugeschnitten. Fertig gebundene Haken nehmen am Wasser genau den Arbeitsschritt ab, der im Dunkeln am meisten Zeit frisst: das Anknoten bei schwachem Licht. Die fertige Einheit wandert in Wirbel oder Schlaufe der Hauptschnur, und der Köder liegt wieder draußen, bevor die Beißphase vorbei ist.
Unterschieden werden die Varianten allein über die Hakengröße. Die vollständige Staffel dient als Auswahlhilfe:
- Hakengröße 8 für kurze Wurmstücke und schmale Streifen an Plätzen mit kleinen Aalen
- Hakengröße 6 für einen einzelnen Tauwurm, der sauber über dem Bogen sitzt
- Hakengröße 4 für kräftige Tauwürmer und mittlere Fischfetzen
- Hakengröße 2 für Wurmbündel und breite Fetzen, wenn große Aale erwartet werden
Erster Köderblock: der Tauwurm. Er bleibt am Aalplatz der Maßstab und wird je nach Stärke einzeln oder als Bündel aufgezogen. Der Wurm schiebt sich dabei möglichst weit über den Bogen, das hintere Ende bleibt frei beweglich. Diese Beweglichkeit macht im Dunkeln den halben Reiz aus, weil der Aal über Geruch und Vibration zum Köder findet. Einzelne Würmer sitzen auf der mittleren Hakengröße 6 am besten, dicke Exemplare aus feuchter Wiese verlangen 4. Soll ein Bündel aus zwei oder drei Würmern ins Wasser, gibt Hakengröße 2 dem Köder genügend Platz, ohne dass die Spitze unter Wurmfleisch verschwindet. Entscheidend bleibt, dass der Köder nicht am Vorfach hochrutscht, sonst verliert die Montage ihre Form.
Zweiter Köderblock: der Fischfetzen. Streifen vom Weißfisch und abgezogene Filetstücke spielen ihre Stärke dort aus, wo große Aale einen Teil ihrer Nahrung aus totem Fisch beziehen. Der Fetzen wird einmal durch die zähe Hautseite gestochen, damit er beim Wurf nicht vom Schenkel schlägt. Schmale Streifen finden auf Hakengröße 8 und 6 Platz, breitere Stücke verlangen 4 oder 2, weil der Bogen sonst zugedeckt wird und der Anhieb ins Leere geht. Fischfetzen bleiben länger am Haken als Wurm und tragen damit lange Standzeiten, in denen die Rute unbeobachtet im Halter liegt. Krebse und Kleinfisch arbeiten den festen Fetzen deutlich langsamer ab als weiches Wurmfleisch.
Im Verlauf einer Nacht bringt der Wechsel zwischen beiden Ködern meist mehr als das Beharren auf einem Format. Die erste Stunde nach dem Dunkelwerden gehört häufig dem Wurm, später ziehen die größeren Aale eher am Fetzen. Wer beide Formate im Kopf hat, legt sich zwei Hakengrößen bereit und tauscht die komplette gebundene Einheit statt nur den Köder. Das geht schneller und hält die Spitze scharf, weil ein mehrfach durchstochener Haken ohnehin aus dem Rennen ist.
Der Zustand des Köders entscheidet dabei mehr als die Menge. Ein Wurm, der nach einer Stunde blass und schlaff am Schenkel hängt, gibt kaum noch Duft ab und wird getauscht, selbst wenn er äußerlich noch hält. Beim Fetzen zeigt der Verbrauch sich daran, dass die Schnittkante ausgefranst und das Fleisch weiß geworden ist. Ein Kontrollgang über die Ruten in festem Rhythmus hält beide Köder frisch, ohne dass der Platz unnötig beunruhigt wird.
In der Dunkelheit zählt jeder Griff, der ohne Blick auskommt. Die gebundenen Haken kommen deshalb vor der Dämmerung aus der Verpackung und liegen in der Reihenfolge bereit, in der sie gebraucht werden. Bei zwei Ruten liegt je eine fertige Einheit in Reserve, sodass nach einem Hänger nur eingehängt und nicht neu geknotet wird. Die Kopflampe bleibt so lange aus wie möglich und zeigt vom Wasser weg. Der Anhieb folgt beim Aal nicht im ersten Zucken, sondern erst, wenn die Schnur gleichmäßig abzieht; bis dahin liegt die Rutenspitze tief und die Bremse gibt nach.
Rund um den Haken steht der Rest der Montage. Über weichem Grund hält ein Laufblei die Einheit an Position, ohne dass der Fisch beim Abziehen sofort Widerstand spürt, ein kurzer Schlauchabschnitt über dem Wirbel schützt die Verbindung. Wer am selben Platz zwischen Zielfischen wechselt, greift zu Wurmhaken für Wurmköder in anderen Formaten oder zu Friedfischhaken, wenn tagsüber Brassen und Schleien das Ziel sind. Steigt die Gerätestufe am Fluss, weil auch Welse mitgehen, führen Welshaken die Linie nach oben weiter.
Nach der Nacht wird die Montage in klarem Wasser abgespült und offen getrocknet, bevor sie zurück in die Tasche geht. Geflochtenes Vorfachmaterial nimmt Schlamm und Pflanzenreste leicht auf, die sich nach dem Antrocknen kaum noch lösen. Die Spitze prüft sich am schnellsten über den Fingernagel: Was darüber gleitet statt zu greifen, gehört aussortiert. Flache Rigboxen oder Schaumstoffstreifen verhindern, dass die Vorfächer sich verwickeln und beim nächsten Griff im Dunkeln Knoten bilden.
Vier Varianten stehen zur Wahl: Hakengröße 8, Hakengröße 6, Hakengröße 4 und Hakengröße 2. Zwei benachbarte Größen im Gepäck decken die meisten Aalnächte ab, weil sich damit sowohl ein einzelner Wurm als auch ein kräftiger Fetzen sauber präsentieren lässt.
- Produktnummer SW24024
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7292002
- Gewicht 0.0011 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com