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Futtersirup

Was ist Futtersirup? – Futtersirup ist ein flüssiges Bienenfutter aus Zuckern, mit dem Du Deine Völker vor allem im Spätsommer und Herbst auffütterst, damit sie gut versorgt in den Winter gehen. Er ersetzt den entnommenen Honig als Wintervorrat und lässt sich von den Bienen schnell aufnehmen und einlagern.

Wie funktioniert die Fütterung mit Futtersirup?

Futtersirup ist ein verzehrfertiges Flüssigfutter, das Du direkt aus dem Kanister in eine Futtertasche, einen Aufsetzeimer oder einen Futtertrog über den Rähmchen gibst. Die Bienen nehmen den Sirup auf, dicken ihn ein und lagern ihn als Wintervorrat in den Waben ein. Weil der Sirup bereits gelöste Zucker enthält, sparen sich die Bienen einen großen Teil der Arbeit, die sie bei kristallinem Zucker hätten. So füllt sich das Brutnest zügig, und das Volk baut in kurzer Zeit einen tragfähigen Vorrat auf. Rund um die Fütterung dreht sich vieles beim Imkern, denn eine gute Einwinterung entscheidet über die Überlebensrate Deiner Völker.

Woraus besteht Futtersirup und welche Arten gibt es?

Klassischer Futtersirup besteht aus einer Mischung verschiedener Zucker, meist Saccharose, Glukose und Fruktose, häufig auf Basis von Rüben- oder Getreidestärke. Der Anteil dieser Zucker bestimmt, wie gut der Sirup fließt und ob er in der Wabe flüssig bleibt oder auskristallisiert. Neben dem flüssigen Sirup gehört auch fester Futterteig zum gängigen Bienenfutter. Teige wie der HOBBEE® Fonda Classic Futterteig 1 kg oder der RuBee® Vitalplus Futterteig 1 kg eignen sich besonders für die Reizfütterung und die spätere Notfütterung, während der flüssige Sirup seine Stärke bei der großen Auffütterung im Spätsommer ausspielt.

Wann fütterst Du Futtersirup?

Der wichtigste Zeitpunkt ist die Auffütterung nach der letzten Honigernte, meist ab Ende Juli bis in den September hinein. In dieser Phase gibst Du in mehreren Portionen so viel Sirup, bis das Volk seinen kompletten Wintervorrat eingelagert hat. Wichtig ist, dass die Fütterung früh genug abgeschlossen ist, damit die Bienen das Futter noch bei ausreichend warmen Temperaturen verarbeiten und verdeckeln können. Fütterst Du zu spät, bleibt der Sirup offen in den Waben stehen, gärt und schadet dem Volk. Im Frühjahr setzt Du dagegen eher auf kleine Reizgaben, um die Königin zum Legen anzuregen.

Weshalb Futtersirup statt selbst angerührtem Zuckerwasser?

Selbst angesetztes Zuckerwasser ist günstig, aber mit Aufwand und Risiko verbunden: Du musst Zucker abwiegen, auflösen und darauf achten, dass nichts anbrennt oder ungelöst bleibt. Fertiger Futtersirup ist dagegen genau auf die Bedürfnisse der Bienen abgestimmt, hat ein optimales Zuckerverhältnis und ist frei von unverdaulichen Bestandteilen, die den Bienen im Winter zusetzen könnten. Außerdem sparst Du Zeit, weil Du den Sirup direkt aus dem Gebinde verfütterst. Gerade wer mehrere Völker betreut oder in die Königinnenzucht einsteigt, profitiert von der gleichbleibenden Qualität eines industriell hergestellten Futters.

Wofür verwendest Du Futtersirup außer zur Einwinterung?

Neben der klassischen Winterauffütterung dient Futtersirup auch der Reizfütterung im Frühjahr, mit der Du das Brutgeschäft in Schwung bringst. Bei Trachtlücken im Sommer, wenn draußen wenig blüht, überbrückst Du mit kleinen Gaben eine Hungerphase, ohne die Völker in Schwarmstimmung zu bringen. Auch beim Bilden von Ablegern und Jungvölkern versorgst Du die neuen Einheiten mit Sirup, damit sie zügig Waben ausbauen und Vorräte anlegen. So begleitet Dich das Flüssigfutter durch die gesamte Saison, von der ersten Durchsicht bis zur Einfütterung im Herbst.

Womit kombinierst Du Futtersirup?

Futtersirup und Futterteig ergänzen sich ideal: Den flüssigen Sirup nutzt Du für die große Menge im Spätsommer, den festen Teig für die punktgenaue Reiz- und Notfütterung. Proteinreiche Teige wie der HOBBEE® FondaPoll 1 kg oder der HOBBEE® FondaPro 1 kg liefern zusätzlich Pollenersatz für die Brutpflege, während vitaminangereicherte Varianten wie der HOBBEE® FondaMin mit Vitaminen 1 kg oder der Neopoll C 1 kg die Vitalität der Bienen unterstützen. Für die reine Kohlenhydratversorgung greifst Du zu Teigen wie dem Neopoll 1 kg oder dem pollenfreien HOBBEE® FondaNo 1 kg. Beim Öffnen der Beute helfen Dir Werkzeuge aus der Kategorie Imkerwerkzeuge, und ein Smoker beruhigt die Bienen, bevor Du das Futter aufsetzt.

Worauf solltest Du beim Kauf von Futtersirup achten?

Achte auf ein ausgewogenes Zuckerverhältnis, das ein Auskristallisieren in der Wabe verhindert, sowie auf eine saubere Herkunft ohne unnötige Zusätze. Ein hoher Anteil an Frucht- und Traubenzucker sorgt dafür, dass der Sirup gut fließt und von den Bienen leicht aufgenommen wird. Praktisch sind Gebinde, aus denen Du direkt in die Futtertasche gießen kannst, ohne umständlich umzufüllen. Eine Übersicht der passenden Produkte findest Du in der Kategorie Bienenfutter. Die passenden Bienenkästen mit ihren Futteraufsätzen bestimmen mit, welches Gebinde und welche Futtertasche für Dich am besten passen.

Für wen eignet sich Futtersirup?

Futtersirup ist für alle Imker die erste Wahl, die ihre Völker zuverlässig und ohne großen Aufwand einwintern wollen. Für Einsteiger ist er ideal, weil er das fehleranfällige Selbstanrühren erspart und ein sicheres Ergebnis liefert. Berufs- und Nebenerwerbsimker mit vielen Völkern schätzen die schnelle Verfütterung großer Mengen. Wer nur ein oder zwei Völker im Garten hält, profitiert ebenfalls, weil das Volk gleichmäßig versorgt wird und der Sirup gut lagerfähig ist. Auch wer Wert auf saubere Honigbehälter und eine klare Trennung von Winterfutter und Honig legt, fährt mit fertigem Sirup gut.

Welche Fehler solltest Du beim Füttern vermeiden?

Ein häufiger Fehler ist die zu späte Fütterung: Bleibt der Sirup unverdeckelt in der Wabe, gärt er und führt zu Durchfall und Winterverlusten. Ebenso schädlich ist ein Überangebot in kurzer Zeit, das das Brutnest verengt und die Königin einschränkt. Vermeide es außerdem, Sirup offen und tagsüber zu verfüttern, denn das lockt Wespen an und kann Räuberei zwischen den Völkern auslösen. Fütterst Du daher lieber abends und schließe die Beute sauber, unterstützt durch Maßnahmen aus dem Bereich Bienenabwehr. Trage bei allen Arbeiten am offenen Volk passende Imkerbekleidung.

Wie lagerst Du Futtersirup richtig?

Futtersirup lagerst Du am besten kühl, trocken und dunkel, damit die Zuckermischung stabil bleibt und nicht auskristallisiert. Ungeöffnete Gebinde sind über viele Monate haltbar; angebrochene Kanister verschließt Du dicht und verbrauchst sie zügig, damit kein Schmutz oder keine Feuchtigkeit eindringt. Achte darauf, den Sirup vor Frost zu schützen, weil sich sonst die Konsistenz verändern kann. Lagerst Du das Futter zusammen mit Deiner übrigen Ausrüstung ordentlich sortiert, hast Du im Herbst alles griffbereit und kannst Deine Völker ohne Verzögerung einfüttern.

Damit ist Futtersirup einer der wichtigsten Bausteine für eine sichere Einwinterung und gesunde Völker im Frühjahr – vom Zuckerverhältnis über den richtigen Zeitpunkt bis zur sauberen Lagerung. Mit dem passenden Flüssigfutter, ergänzendem Futterteig und etwas Fingerspitzengefühl bei der Dosierung legst Du die Grundlage für starke, überwinterungssichere Bienen. Das passende Bienenfutter für Deine nächste Auffütterung findest Du direkt bei Purewild.