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Drohn

Was ist ein Drohn? – Ein Drohn ist die männliche Honigbiene, die aus einem unbefruchteten Ei entsteht und deren einzige Aufgabe die Begattung einer jungen Königin ist. Er sammelt weder Nektar noch Pollen, besitzt keinen Stachel und ist größer und gedrungener als eine Arbeiterin. Als Träger der väterlichen Gene sichert er die Fortpflanzung Deines Volkes.

Wie funktioniert die Rolle eines Drohns im Bienenvolk?

Der Drohn ist der einzige männliche Bewohner eines Bienenstaates und erfüllt eine klar umrissene Funktion: Er begattet junge, unbegattete Königinnen auf dem sogenannten Hochzeitsflug. Anders als die Arbeiterinnen beteiligt er sich nicht am Sammeln von Nektar, an der Brutpflege oder an der Verteidigung. Er hat keinen Stachel, keine Sammelkörbchen an den Beinen und keinen ausgeprägten Rüssel zum Nektarsaugen, weshalb er von den Arbeiterinnen gefüttert wird. Wer die Zusammenhänge im Volk verstehen und selbst mit Bienen arbeiten möchte, findet den passenden Einstieg in der Kategorie Imkern, in der Ausrüstung und Wissen für die tägliche Arbeit am Stock zusammenlaufen.

Wie entwickelt sich ein Drohn aus dem Ei?

Ein Drohn entsteht aus einem unbefruchteten Ei – dieser Vorgang heißt Parthenogenese. Die Königin legt das Ei gezielt in eine größere, weiter gewölbte Drohnenzelle, die Du als Imker gut von den flacheren Arbeiterinnenzellen unterscheiden kannst. Die Entwicklung vom Ei über die Made bis zum fertigen Insekt dauert rund 24 Tage und damit länger als bei Arbeiterinnen und Königinnen. Weil dem Drohn der väterliche Chromosomensatz fehlt, ist er genetisch haploid und gibt seine Gene unverändert an die Töchter der begatteten Königin weiter. Wer diese Ablage in ruhiger, gepflegter Umgebung beobachten möchte, setzt auf gut einsehbare Bienenkästen mit klar aufgebauten Waben.

Welche Merkmale kennzeichnen einen Drohn?

Ein Drohn ist deutlich größer und stämmiger als eine Arbeiterin, hat einen kompakten, walzenförmigen Körper und auffallend große Facettenaugen, die auf dem Kopf beinahe zusammenstoßen. Diese großen Augen helfen ihm, die Königin im freien Flug zu erkennen. Sein Brummen ist tiefer und lauter als das der Arbeiterinnen, woher auch der volkstümliche Name rührt. Da ihm der Stachel fehlt, ist er für Dich völlig ungefährlich und kann bedenkenlos in die Hand genommen werden. Beim Durchsehen der Waben erkennst Du Drohnen sofort an ihrer Größe und dem gedrungenen Hinterleib.

Wann treten Drohnen im Bienenjahr auf?

Drohnen werden vor allem im Frühjahr und Sommer aufgezogen, also in der Zeit, in der Schwärme entstehen und junge Königinnen begattet werden müssen. Ihre Hauptsaison reicht ungefähr von April bis August. Sobald die Trachtzeit endet und der Herbst naht, kommt es zur sogenannten Drohnenschlacht: Die Arbeiterinnen dulden die futterzehrenden Männchen nicht länger, drängen sie aus dem Stock und lassen sie draußen verhungern. So spart das Volk wertvolles Bienenfutter für den Winter. Ein Volk, das im Herbst noch viele Drohnen duldet, kann ein Zeichen für Weisellosigkeit sein und verdient Deine besondere Aufmerksamkeit.

Weshalb sind Drohnen für das Volk so wichtig?

Ohne Drohnen gäbe es keine begatteten Königinnen und damit keine Fortpflanzung der Bienenvölker. Auf ihrem Hochzeitsflug paart sich eine junge Königin mit zahlreichen Drohnen aus fremden Völkern, wodurch die genetische Vielfalt und die Widerstandskraft der gesamten Population steigen. Die Drohnen sorgen also für frisches Blut zwischen den Ständen einer Region. Wer auf gesunde, vitale Völker setzt, findet vollständige Einheiten und Startpunkte in der Kategorie Bienen kaufen, etwa als kompletter Bienenvolk kaufen oder als kleinerer Ableger kaufen.

Wofür nutzt Du Drohnenbrut in der Imkerei?

Drohnenbrut spielt für Dich als Imker eine praktische Rolle bei der Varroabekämpfung. Weil sich die Varroamilbe bevorzugt in der länger verdeckelten Drohnenbrut vermehrt, schneidest Du gezielt Drohnenrahmen aus und entnimmst so einen Großteil der Milben aus dem Volk – das nennt man Drohnenbrutschneiden. Diese biotechnische Maßnahme reduziert den Milbendruck ganz ohne Chemie und ist ein fester Baustein der modernen Betriebsweise. Der ausgeschnittene Drohnenrahmen lässt sich zudem wieder einhängen, um im nächsten Durchgang erneut als Fangwabe zu dienen. Für saubere Eingriffe am offenen Volk brauchst Du geeignete Imkerwerkzeuge, mit denen sich Rahmen und Waben ruhig bewegen lassen.

Womit kombinierst Du das Wissen über Drohnen in der Königinnenzucht?

Wer eigene Königinnen heranzieht, muss die Drohnenlage im Blick haben, denn die Qualität der Paarung entscheidet über die Vitalität der ganzen Nachzucht. Auf Belegstellen wird bewusst mit ausgewählten Drohnenvölkern gearbeitet, damit die gewünschten Eigenschaften der jungen Königinnen sicher weitergegeben werden. Alles rund um die gezielte Vermehrung findest Du in der Kategorie Königinnenzucht. Für die kontrollierte Begattung im kleinen Maßstab eignet sich ein Gerät wie der APIDEA Begattungskasten, in dem Du junge Königinnen zusammen mit wenigen Bienen zur Paarung ausfliegen lässt. Eine fertig begattete Bienenkönigin kaufen ist die Alternative, wenn Du nicht selbst züchten möchtest.

Worauf solltest Du beim Kauf von Bienen achten?

Achte beim Kauf auf gesunde, sanftmütige Völker mit einer jungen, gut begatteten Königin und einem ausgewogenen Brutbild, in dem Drohnen- und Arbeiterinnenbrut in natürlichem Verhältnis stehen. Ein Volk mit auffällig viel verstreuter Drohnenbrut in Arbeiterinnenzellen deutet auf eine drohnenbrütige, also unbegattete Königin hin – davon solltest Du die Finger lassen. Bewährte Herkunft und die verbreitete Rasse Carnica bieten Dir einen sicheren Start, etwa mit dem Purewild Carnica Bienenableger auf Zandermaß, der als eingefahrene Einheit direkt in Deine Bienenkästen passt.

Für wen ist das Verständnis der Drohnen wichtig?

Das Wissen um die Rolle des Drohns ist für jeden Imker unverzichtbar – vom Neuling bis zum erfahrenen Züchter. Einsteiger lernen an den Drohnen, ein Brutbild richtig zu deuten und den Zustand ihres Volkes einzuschätzen. Fortgeschrittene nutzen die Drohnenbrut zur Varroakontrolle und steuern über Drohnenvölker die Paarung ihrer Zuchtköniginnen. Auch wer nur ein oder zwei Völker im Garten hält, profitiert davon, die friedlichen Männchen sicher zu erkennen. Beim ruhigen Arbeiten am Stock schützt Dich passende Imkerbekleidung, und griffige RuBee Bavaria Lederhandschuhe geben Dir beim Hantieren mit den Rahmen zusätzlichen Halt.

Welche Fehler solltest Du im Umgang mit Drohnen vermeiden?

Ein häufiger Fehler ist es, die harmlosen Drohnen für stechende Bienen zu halten und deshalb hektisch und unruhig zu arbeiten – das überträgt sich auf das ganze Volk. Verwechsle drohnenbrütige Völker nicht mit gesunden, sonst rettest Du eine bereits verlorene Einheit zu lange. Schneide beim Drohnenbrutschneiden nur verdeckelte Brut aus und wirf sie fachgerecht weg, damit Du die Varroamilben tatsächlich aus dem Kreislauf entfernst. Arbeite ruhig und mit dem passenden Werkzeug: Ein sauberer Ami Stockmeißel löst festsitzende Rahmen schonend, und ein wenig Rauch aus dem Smoker hält das Volk gelassen.

Wie beobachtest und kontrollierst Du Drohnen am Bienenstock?

Bei jeder Durchsicht solltest Du das Verhältnis von Drohnen- zu Arbeiterinnenbrut im Auge behalten, denn es verrät viel über den Zustand der Königin. Ein gesundes Frühjahrsvolk legt zielgerichtet Drohnenbrut am Wabenrand an – ein gutes Zeichen für Schwarm- und Paarungsbereitschaft. Etwas Rauch beruhigt die Bienen und macht die Kontrolle sicherer; das richtige Rauchmaterial sorgt für kühlen, milden Rauch. Zum ruhigen Öffnen und Auseinanderrücken der Zargen greifst Du auf robustes Werkzeug aus der Kategorie Stockmeißel zurück.

Wie hängen Drohnen mit Deiner Honigernte zusammen?

Auch wenn Drohnen selbst keinen Honig eintragen, steht ihre Aufzucht am Anfang eines starken, ertragreichen Volkes: Nur ein Volk, dessen Königin sauber begattet wurde, entwickelt die Volkstärke, die für eine gute Ernte nötig ist. Steht die Schleuderzeit an, brauchst Du passende Behälter aus der Kategorie Honigbehälter, um den Ertrag sauber abzufüllen. Bewährt haben sich der große Hobbock 40Kg für die Lagerung größerer Mengen sowie der handliche Honigeimer 25Kg für den laufenden Betrieb. Rund um Abfüllen und Verarbeiten findest Du weiteres Zubehör in der Kategorie Honigverarbeitung.

Der Drohn mag im Bienenvolk auf den ersten Blick nur ein passiver Mitesser sein, doch tatsächlich sichert er als Vater der nächsten Generation den Fortbestand und die genetische Vielfalt Deiner Bienen. Wer seine Rolle versteht, deutet Brutbilder sicherer, nutzt die Drohnenbrut zur Varroakontrolle und legt die Grundlage für starke, ertragreiche Völker. Die passende Ausrüstung, gesunde Völker und alles rund um die Königinnenzucht für Deine nächste Saison findest Du direkt bei Purewild.

Anders als die Arbeiterbiene entsteht der Drohn aus einem unbefruchteten Ei und besitzt keinen Stachel.