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Brutraum

Was ist ein Brutraum? – Der Brutraum ist der Bereich im Bienenstock, in dem die Königin ihre Eier legt und das Bienenvolk seine Brut aufzieht. Hier entwickeln sich aus Eiern über Larven und Puppen die jungen Bienen; rund um das kugelförmige Brutnest lagern die Bienen Pollen und Futter als Nährstoffreserve für die Aufzucht.

Wie funktioniert ein Brutraum?

Der Brutraum ist das Herz jedes Bienenvolkes und bildet den unteren Teil der Beute. In seiner Mitte legt die Königin in die leeren Zellen der Waben ihre Eier, aus denen sich die neue Bienengeneration entwickelt. Die Ammenbienen halten das Brutnest konstant bei rund 35 Grad Celsius, denn nur bei dieser Temperatur reift die Brut zuverlässig heran. Rund um die Brutfläche ordnen die Bienen einen Kranz aus Pollen und Honig an, damit die Nährstoffe für die Larven kurze Wege haben. So entsteht im Bienenkasten ein klar gegliederter Lebensraum, in dem das Volk das ganze Jahr über arbeitet. Wer sich grundsätzlich mit dem Thema beschäftigt, findet im Bereich Imkern die passende Ausrüstung dazu.

Woraus besteht ein Brutraum?

Ein Brutraum setzt sich aus mehreren Bauteilen zusammen, die aufeinander abgestimmt sind. Nach unten schließt ihn der Boden ab, zum Beispiel ein Dr. Liebig Hochboden, der für gute Belüftung und einen sauberen Anflug sorgt. Die eigentlichen Wände bildet die Zarge, in die Rahmen mit Mittelwänden eingehängt werden; eine fertig bestückte Variante ist die Dr. Liebig Ganzzarge montiert Zandermaß. Wer lieber selbst zusammenbaut, greift zur Dr. Liebig Ganzzarge in Teilen. Auf den Rahmen bauen die Bienen ihre Waben, die das eigentliche Brutnest tragen. Ein bewährtes Beutensystem findest Du in der Kategorie Dr. Liebig Beute.

Welche Arten und Betriebsweisen gibt es beim Brutraum?

Beim Brutraum unterscheidet man vor allem nach der Anzahl der Zargen. Bei der einräumigen Betriebsweise entwickelt das Volk sein gesamtes Brutnest auf einer einzigen, meist großen Zarge, was die Kontrolle vereinfacht. Bei der zweiräumigen Führung stehen zwei Zargen übereinander, sodass das Volk mehr Platz zum Ausdehnen hat. Manche Imker arbeiten mit einem angepassten Brutraum, bei dem der Raum aktiv verkleinert oder erweitert wird, um das Volk zu steuern. Welche Variante zu Dir passt, hängt von Deiner Bienenrasse, dem Standort und Deinen Zielen ab. Grundsätzlich gilt: Je gleichmäßiger das Maßsystem, desto einfacher tauschst Du Waben zwischen den Völkern.

Welche Maße gibt es beim Brutraum?

In Deutschland sind vor allem zwei Rahmenmaße verbreitet, die den Brutraum bestimmen. Das Zandermaß ist besonders in Süd- und Mitteldeutschland beliebt und bietet eine handliche Wabengröße. Das Normalmaß ist etwas kleiner und vor allem im Norden verbreitet. Wichtig ist, dass Du Dich für ein Maßsystem entscheidest und dabei bleibst, denn nur so passen Rahmen, Zargen und Zubehör dauerhaft zusammen. Ein einheitliches Maß erleichtert das Umhängen von Brutwaben, das Bilden von Ablegern und den Austausch mit anderen Imkern in Deiner Region. Die passenden Systeme dazu findest Du gesammelt in der Kategorie Bienenkästen.

Wann erweiterst oder verkleinerst Du den Brutraum?

Der Brutraum ist kein starres Gebilde, sondern atmet mit dem Jahreslauf. Im Frühjahr, wenn das Volk stark wächst, gibst Du zusätzlichen Raum, damit die Königin genügend Platz zum Legen hat und kein Schwarmtrieb entsteht. Im Herbst und Winter zieht sich das Volk zur Wintertraube zusammen, und ein zu großer Brutraum würde die Bienen unnötig auskühlen lassen. Mit einer Dr. Liebig Holzbausperre begrenzt Du den nutzbaren Raum gezielt und hältst die Wärme im Brutnest. Beobachte den Zustand Deines Volkes bei jeder Durchsicht und passe den Platz an, statt nach festem Kalender vorzugehen. So vermeidest Du sowohl Enge als auch unnötige Auskühlung.

Weshalb ist die Trennung von Brutraum und Honigraum wichtig?

Damit Du sauberen Schleuderhonig erntest, sollte die Königin nur im Brutraum legen und nicht in den Honigwaben darüber. Deshalb setzen viele Imker ein Absperrgitter zwischen Brut- und Honigraum, das die größere Königin unten hält, während die Arbeiterinnen frei hindurchschlüpfen. So bleibt der Honig oben brutfrei und lässt sich leichter ernten. Der Brutraum wiederum bleibt der geschlossene Kern des Volkes, in dem die Aufzucht ungestört abläuft. Diese klare Aufteilung ist eine der wichtigsten Grundlagen für eine ordentliche Honigverarbeitung und für saubere Honigbehälter am Ende der Saison.

Wofür brauchst Du den Brutraum genau?

Der Brutraum erfüllt gleich mehrere lebenswichtige Aufgaben für das Volk. Er ist zuerst der Ort der Vermehrung, denn nur hier entstehen die jungen Bienen, die das Volk am Leben halten. Zugleich dient er als Vorratslager, weil rund um die Brut Pollen und Futter eingelagert werden. Auch die Königin lebt dauerhaft im Brutraum und wird dort von ihrem Hofstaat versorgt; wer gezielt junge Königinnen heranziehen möchte, findet in der Königinnenzucht das passende Zubehör. Nicht zuletzt reguliert das Volk im Brutraum Temperatur und Feuchtigkeit und schafft so ein stabiles Mikroklima. Ohne einen funktionierenden Brutraum könnte kein Volk über die Jahre bestehen.

Womit kombinierst Du den Brutraum?

Der Brutraum steht nie allein, sondern ist Teil einer durchdachten Imkerausrüstung. Am Flugloch steuerst Du mit einem Dr. Liebig Fluglochkeil die Größe des Eingangs und schützt schwache Völker vor Räuberei. Zur Gesundheitskontrolle gehört ein Rubee Varroaschiebeboden, mit dem Du den natürlichen Milbenfall unter dem Brutnest beobachtest. Bei jeder Durchsicht helfen Dir Deine Imkerwerkzeuge, allen voran ein Stockmeißel, um verkittete Rahmen zu lösen. Damit die Bienen ruhig bleiben, arbeitest Du mit einem Smoker und dem passenden Rauchmaterial. Deine Beobachtungen hältst Du am besten auf einer Purewild Stockkarte fest.

Worauf solltest Du beim Kauf achten?

Beim Kauf eines Brutraums zählt vor allem, dass alle Teile zu einem einheitlichen Maßsystem passen. Achte auf sauber verarbeitetes, wetterfestes Holz ohne Risse und auf präzise Falze, damit die Zargen dicht aufeinandersitzen. Ein guter Boden mit Gitter erleichtert die Belüftung und die Varroakontrolle, weshalb sich eine Kombination aus Zarge, Boden und Deckel aus einer Serie lohnt. Überlege vor dem Kauf, ob Du ein- oder zweiräumig imkern möchtest, denn davon hängt die Zahl der benötigten Zargen ab. Die passenden Komplettsysteme und Einzelteile findest Du gebündelt in der Kategorie Dr. Liebig Beute.

Für wen eignet sich welcher Brutraum?

Für Einsteiger empfiehlt sich ein einfaches, weit verbreitetes System, weil Du dann leicht Rahmen, Ableger und Rat von erfahrenen Imkern bekommst. Wer bereits einige Jahre imkert, wählt den Brutraum gezielt nach Betriebsweise, Bienenrasse und Standort aus. Berufsimker setzen oft auf ein einheitliches System über alle Völker, um Waben frei tauschen und rationell arbeiten zu können. Auch wer sein erstes Volk erst noch anschaffen muss, plant den Brutraum am besten gleich mit; die passenden Völker findest Du unter Bienen kaufen. Wichtig ist, dass Ausrüstung und Ziele zusammenpassen, damit Du über die Jahre nicht umrüsten musst.

Welche Fehler solltest Du vermeiden?

Ein häufiger Fehler ist das Mischen unterschiedlicher Maße, wodurch Rahmen nicht mehr passen und der Wabentausch unmöglich wird. Ebenso problematisch ist ein zu großer Brutraum im Winter, der das Volk auskühlen lässt, oder ein zu enger Raum im Frühjahr, der den Schwarmtrieb auslöst. Vernachlässige nie die Varroakontrolle unter dem Brutnest, denn ein zu spät behandeltes Volk geht über Winter leicht ein. Vergiss beim Öffnen des Stocks außerdem Deinen Schutz nicht und trage stets ordentliche Imkerbekleidung. Notiere jede Kontrolle sauber, damit Du den Zustand Deiner Völker im Blick behältst.

Wie pflegst und reinigst Du den Brutraum?

Ein gepflegter Brutraum ist die Grundlage für gesunde Völker über viele Jahre. Tausche alte, dunkle Brutwaben regelmäßig gegen frische Mittelwände aus, denn in altem Wabenwerk sammeln sich Krankheitskeime und Rückstände. Reinige Böden und Zargen zwischen den Belegungen gründlich und flamme das Holz bei Bedarf leicht ab, um Keime abzutöten. Achte im Herbst darauf, dass genügend Futter im Brutraum eingelagert ist, und füttere bei Bedarf mit passendem Bienenfutter nach. Bewahre eingelagerte Waben trocken und motten­sicher auf, damit sie im nächsten Frühjahr wieder einsatzbereit sind.

Damit ist der Brutraum das Fundament jedes Bienenvolkes – er vereint Aufzucht, Vorrat und Klimaregulierung an einem Ort und entscheidet maßgeblich über die Gesundheit und Kraft Deiner Völker. Mit dem richtigen Maßsystem, sauber verarbeiteten Zargen und dem passenden Zubehör legst Du den Grundstein für eine erfolgreiche Imkersaison. Die passenden Beuten, Böden und Werkzeuge für Deinen nächsten Brutraum findest Du direkt bei Purewild.