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Bienenwachs

Was ist Bienenwachs? – Bienenwachs ist ein natürlicher Rohstoff, den Honigbienen in ihren Wachsdrüsen bilden, um daraus die sechseckigen Zellen ihrer Waben zu bauen. Es dient im Bienenstock als Baustoff und Vorratslager und wird in der Imkerei zu Mittelwänden, Kerzen und Kosmetik weiterverarbeitet.

Wie funktioniert die Wachsbildung bei den Bienen?

Bienenwachs entsteht nicht von außen, sondern wird von den Arbeiterinnen selbst produziert. Junge Baubienen im Alter von etwa zwölf bis achtzehn Tagen besitzen an der Unterseite ihres Hinterleibs acht Wachsdrüsen, aus denen sie feine, durchsichtige Wachsplättchen ausschwitzen. Diese Plättchen kneten die Bienen mit ihren Mundwerkzeugen weich und formen daraus die typischen Sechseckwaben. Für diesen Prozess brauchen sie viel Energie in Form von Honig, weshalb Wachsbau immer eng mit einer guten Futterversorgung zusammenhängt. Wer im Frühjahr auf starke Völker setzt, unterstützt den Bautrieb zusätzlich mit einer Kontrolle des Futtervorrats in der Kategorie Bienenfutter. So legst Du die Grundlage dafür, dass Deine Völker kräftig bauen und gesund durch die Saison kommen.

Woraus besteht Bienenwachs und welche Arten gibt es?

Chemisch ist Bienenwachs ein komplexes Gemisch aus über 300 verschiedenen Bestandteilen, vor allem aus Estern, freien Fettsäuren und langkettigen Kohlenwasserstoffen. Frisch geschwitztes Wachs ist nahezu weiß, färbt sich durch Pollen, Propolis und Honig aber schnell in warme Gelb- bis Bräuntöne. In der Imkerei unterscheidet man vor allem zwischen hellem Entdeckelungswachs aus den Honigwaben und dunklerem Altwachs aus den Brutwaben, das sich über die Jahre mit Rückständen anreichert. Für Mittelwände und Kosmetik wird bevorzugt sauberes, helles Wachs verwendet. Rund um Deine Völker und die passende Ausstattung findest Du alles Weitere in der Übersicht Imkern, wo Werkzeug, Beuten und Zubehör gebündelt sind.

Wann und weshalb bauen Bienen besonders viel Wachs?

Der Bautrieb ist bei einem Bienenvolk nicht immer gleich stark, sondern folgt dem Jahresverlauf. Im Frühjahr, wenn Tracht und Bruttätigkeit ansteigen, bauen die Völker am eifrigsten neue Waben, um Platz für Brut und Honig zu schaffen. In dieser Phase gibst Du dem Volk gezielt Mittelwände zum Ausbauen und erweiterst die Beute rechtzeitig, damit kein Schwarmdruck entsteht. Ein starker, gut versorgter Stock baut zügig und regelmäßig, während ein hungerndes oder schwaches Volk den Wabenbau einstellt. Die passenden Beuten für diese Erweiterung findest Du in der Kategorie Bienenkästen, in der Zargen und Rähmchen für jedes Maß bereitstehen.

Wofür wird Bienenwachs in der Imkerei verwendet?

Die wichtigste Verwendung von Bienenwachs in der Imkerei sind Mittelwände: dünne, geprägte Wachsplatten, die Du in die Rähmchen einlötest und die den Bienen als Bauvorlage für gleichmäßige Waben dienen. Darüber hinaus entstehen aus Bienenwachs Kerzen, Salben, Cremes und Holzpflegemittel, die Du entweder selbst herstellst oder als Nebenerwerb verkaufst. Auch beim Verschließen von Gläsern und in der Naturkosmetik ist das Wachs beliebt, weil es hautfreundlich und rein natürlich ist. Der eigene Wachskreislauf, bei dem Du Altwachs einschmilzt und zu neuen Mittelwänden verarbeitest, ist ein Kernstück nachhaltiger Imkerei. Für die Ernte und Weiterverarbeitung von Honig und Wachs lohnt ein Blick in die Kategorie Honigverarbeitung.

Wie hängen Bienenwachs und die richtige Fütterung zusammen?

Wachsbau kostet die Bienen sehr viel Energie, denn für ein Kilogramm Wachs verbrauchen sie ein Vielfaches an Honig. Damit ein Volk kräftig baut und im Herbst gut eingefüttert in den Winter geht, ist die richtige Futterversorgung entscheidend. Fertige Futterteige machen Dir das Auffüttern besonders einfach und sauber: Bewährte Produkte sind der RuBee® Vitalplus Futterteig 1 kg sowie der HOBBEE® Fonda Classic Futterteig 1 kg. Für die Reiz- und Pollenfütterung im Frühjahr greifst Du zu eiweißreichen Varianten wie dem HOBBEE® FondaPoll 1 kg oder dem Neopoll 1 kg. Eine gut abgestimmte Fütterung sorgt dafür, dass Deine Bienen genügend Kraft für den Wabenbau haben.

Welchen Futterteig wähle ich für starke, baufreudige Völker?

Nicht jeder Futterteig ist gleich, denn die Zusammensetzung entscheidet über Akzeptanz und Wirkung. Für die klassische Winterfütterung eignet sich ein reiner Zuckerteig, während vitaminisierte und pollenhaltige Teige die Brutentwicklung und damit indirekt auch den Bautrieb fördern. Wer seinen Völkern zusätzliche Vitamine gönnen möchte, findet im HOBBEE® FondaMin mit Vitaminen 1 kg oder im Neopoll C 1 kg eine passende Lösung. Für professionelle Betriebe steht mit dem HOBBEE® FondaPro 1 kg ein leistungsstarker Teig bereit. Alle Teige findest Du gebündelt in der Kategorie Futterteig, sodass Du für jedes Volk das richtige Produkt bekommst.

Womit kombiniere ich die Arbeit mit Bienenwachs?

Wachs zu gewinnen und zu verarbeiten ist immer Teil des größeren Imker-Alltags. Bevor Du Waben entnimmst oder Mittelwände einsetzt, beruhigst Du das Volk mit etwas Rauch aus dem Smoker, damit die Arbeit ruhig und sicher abläuft. Zum Lösen der oft mit Propolis und Wachs verklebten Rähmchen brauchst Du einen guten Stockmeißel sowie weiteres Handwerkszeug aus der Kategorie Imkerwerkzeuge. Für Deinen eigenen Schutz gehört zu jeder Wabenkontrolle passende Imkerbekleidung, und das nötige Rauchmaterial hältst Du für den Smoker stets griffbereit. So arbeitest Du entspannt und störst das Volk nur minimal.

Worauf solltest Du beim Kauf von Bienenwachs achten?

Wenn Du Bienenwachs oder fertige Mittelwände kaufst, ist die Reinheit das wichtigste Kriterium. Achte auf rückstandsarmes, analysiertes Wachs aus vertrauenswürdiger Quelle, denn gepanschtes oder mit Paraffin gestrecktes Wachs kann die Brut schädigen und den Wabenbau stören. Reines Bienenwachs erkennst Du am typischen honigartigen Duft, an der warmen Farbe und daran, dass es beim Kneten weich und formbar wird. Für die eigene Verarbeitung lohnt es sich außerdem, sauberes Entdeckelungswachs zu sammeln und getrennt vom dunklen Altwachs zu lagern. Passende Gefäße für Honig und Wachsprodukte findest Du in der Kategorie Honigbehälter.

Für wen lohnt sich die eigene Wachsverarbeitung?

Die eigene Wachsverarbeitung lohnt sich für nahezu jeden Imker, vom Hobbyhalter mit wenigen Völkern bis zum Berufsimker. Schon mit zwei bis drei Völkern fällt genug Entdeckelungs- und Altwachs an, um daraus eigene Mittelwände zu gießen oder Kerzen herzustellen. Ein geschlossener Wachskreislauf spart Geld, macht Dich unabhängiger von Zukäufen und stellt sicher, dass Du weißt, was in Deinen Waben steckt. Wer Bienen vermehrt und mit der Königinnenzucht beginnt, nutzt Wachs außerdem für Weiselnäpfchen und Anzuchtwaben. Für alle, die tiefer einsteigen und weitere Völker aufbauen wollen, lohnt zusätzlich ein Blick in die Kategorie Bienen kaufen.

Welche Fehler solltest Du bei Bienenwachs vermeiden?

Der häufigste Fehler ist, Wachs zu stark oder direkt zu erhitzen: Bienenwachs schmilzt bei rund 62 bis 65 Grad und verliert bei Überhitzung Farbe, Duft und wertvolle Eigenschaften, außerdem ist es leicht entflammbar. Verwende deshalb immer ein Wasserbad oder einen Wachsschmelzer und lasse das Wachs nie unbeaufsichtigt. Ein weiterer Fehler ist, altes, dunkles Brutwachs jahrelang im Kreislauf zu halten, denn es reichert Rückstände und Krankheitserreger an. Reinige Dein Werkzeug und die Beuten regelmäßig und schütze das gelagerte Wachs mit einer sauberen Umgebung vor der Wachsmotte, wie Du sie auch mit Mitteln aus der Kategorie Bienenabwehr unterstützt.

Wie reinigst, verarbeitest und lagerst Du Bienenwachs richtig?

Frisch geerntetes Wachs enthält immer Reste von Honig, Pollen und Zellhäutchen, die Du vor der Weiterverarbeitung entfernst. Dazu schmilzt Du das Wachs schonend im Wasserbad oder Dampfschmelzer ein, seihst es durch ein feines Tuch und lässt es langsam erstarren, sodass sich Schmutz am Boden absetzt. Den sauberen Wachsblock lagerst Du kühl, trocken und dunkel, am besten mottensicher verpackt, denn richtig gelagert hält sich Bienenwachs praktisch unbegrenzt. Ein weißlicher Belag, der sich mit der Zeit bildet, ist kein Schimmel, sondern nur ausgetretenes Wachsöl und völlig unbedenklich. So bleibt Dein Wachs über Jahre einsatzbereit für Mittelwände, Kerzen und Kosmetik.

Damit ist Bienenwachs weit mehr als ein Nebenprodukt der Imkerei – es ist wertvoller Baustoff, Wirtschaftsgut und Kreislauf zugleich, von der Wabe über die Mittelwand bis zur fertigen Kerze. Mit starken, gut gefütterten Völkern, sauberem Werkzeug und der richtigen Verarbeitung holst Du das Beste aus diesem natürlichen Rohstoff heraus. Die passende Ausrüstung, Futterteige und das Zubehör für Deinen Wachskreislauf findest Du direkt bei Purewild.