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Bienenwabe

Was ist eine Bienenwabe? – Eine Bienenwabe ist das aus Bienenwachs errichtete Bauwerk aus sechseckigen Zellen im Inneren eines Bienenvolkes, in dem die Honigbienen Brut aufziehen sowie Honig und Pollen einlagern. Sie ist zugleich Kinderstube, Vorratslager und tragende Struktur des gesamten Bienennestes.

Wie funktioniert eine Bienenwabe?

Die Wabe ist ein doppelseitiges Wachsgebilde, das senkrecht im Stock hängt und auf beiden Seiten aus dicht gepackten Sechseckzellen besteht. Jede Zelle erfüllt eine klare Aufgabe: In den Brutzellen entwickeln sich Eier, Larven und Puppen, in den Vorratszellen reifen Honig und Pollen. Die sechseckige Form ist dabei kein Zufall, sondern die materialsparendste Bauweise, mit der sich eine Fläche lückenlos füllen lässt. So bringen die Bienen auf kleinstem Raum mit möglichst wenig Wachs ein Maximum an stabilen Zellen unter. Damit die Waben ordentlich und beweglich im Kasten hängen, spannen Imker sie in Rähmchen, die Du in Deinem Bienenkasten einfach entnehmen und kontrollieren kannst.

Woraus besteht eine Bienenwabe?

Das Grundmaterial jeder Wabe ist reines Bienenwachs, das die Bienen selbst produzieren. Junge Arbeiterinnen im Alter von etwa zwölf bis achtzehn Tagen scheiden über acht Wachsdrüsen am Hinterleib winzige, durchsichtige Wachsplättchen aus. Diese kneten sie mit den Mundwerkzeugen weich und formen daraus die Zellwände. Frisches Wabenwachs ist zunächst hell und fast weiß; durch Pollen, Propolis und die Häutungshemden der Brut färbt es sich über die Monate gelb, braun und schließlich fast schwarz. Neben dem Wachs sammeln sich in alten Waben also auch Rückstände an, weshalb die Wabenfarbe ein guter Anhaltspunkt für das Alter und den Zustand eines Bienenvolkes ist. Die passende Grundausstattung rund ums Wachsmanagement findest Du im Bereich Imkern.

Welche Arten von Bienenwaben gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man nach Nutzung zwischen Brutwaben, Honigwaben und Pollenwaben, wobei die Bienen je nach Bedarf flexibel umnutzen. Nach Bauweise trennt der Imker Naturbau, bei dem die Bienen frei aus dem Rähmchen heraus bauen, vom vorgeprägten Mittelwandbau. Wichtig ist außerdem die Zellgröße: kleinere Arbeiterinnenzellen, größere Drohnenzellen für die männlichen Bienen und die auffälligen, becherförmigen Weiselzellen für neue Königinnen. Wer gezielt Königinnen nachzieht, arbeitet mit speziellen Zuchtrahmen aus der Königinnenzucht. Für ein einheitliches Wabenmaß setzen viele Imker auf standardisierte Systeme wie das Zandermaß oder das Normalmaß, damit alle Rähmchen untereinander tauschbar bleiben.

Wie bauen die Bienen ihre Waben?

Für den Wabenbau schließen sich die Bienen zu einer Bautraube zusammen und lassen die Wärme im Stock auf rund fünfunddreißig Grad steigen, denn nur warmes Wachs lässt sich gut verarbeiten. Von oben nach unten ziehen sie die Zellen hoch und richten sie mit erstaunlicher Präzision aus. Als Imker gibst Du den Bienen dabei oft eine vorgeprägte Mittelwand vor, die den Zellboden vorzeichnet und für gerade, gut kontrollierbare Waben sorgt. Wer den Naturbau bevorzugt, arbeitet stattdessen mit einer Dr. Liebig Holzbausperre, die den freien Wildbau in geordnete Bahnen lenkt. Mittelwand oder Naturbau ist letztlich eine Frage der Betriebsweise und Deiner Zuchtziele.

Wofür nutzt das Bienenvolk seine Waben?

Die Wabe ist das Herzstück des Volkes und übernimmt gleich mehrere Aufgaben zugleich. Im Brutnest legt die Königin ihre Eier zellenweise ab, und die Arbeiterinnen pflegen die heranwachsende Brut. Darum herum lagern die Bienen Pollen als Eiweißfutter und reifen Honig als Energievorrat ein, den sie mit einem Wachsdeckel luftdicht verschließen. Gleichzeitig dient die Wabenfläche als Tanzboden für die Kommunikation und als Sitzfläche für die Wintertraube. Den geernteten Honig füllst Du anschließend in passende Honigbehälter ab, während die weitere Aufbereitung im Bereich Honigverarbeitung stattfindet.

Weshalb solltest Du alte Waben regelmäßig erneuern?

Waben altern, und altes Wachs ist kein neutrales Material mehr. Mit jeder Brutgeneration bleiben Häutungshemden, Kotreste und eingelagerte Umweltstoffe zurück, außerdem sammeln sich Krankheitserreger und Sporen im dunklen Wachs. Alte, schwarze Brutwaben sind daher ein Reservoir für Nosema, Faulbrut und andere Probleme und sollten konsequent aus dem Umlauf genommen werden. Als Faustregel erneuerst Du pro Jahr etwa ein Drittel der Brutwaben, sodass keine Wabe deutlich älter als drei Jahre wird. Das ausgeschmolzene Altwachs kannst Du reinigen und zu neuen Mittelwänden umarbeiten lassen, wodurch sich der Wachskreislauf schließt.

Womit kombinierst Du die Bienenwabe im Betrieb?

Eine Wabe steht nie für sich allein, sondern ist Teil eines durchdachten Beutensystems. Die Rähmchen mit den Waben hängst Du in Zargen wie die Dr. Liebig Ganzzarge montiert Zandermaß oder, wer selbst zusammenbauen möchte, in die Dr. Liebig Ganzzarge in Teilen. Nach unten schließt ein Dr. Liebig Hochboden die Beute ab und gibt Dir Raum für die Varroakontrolle. Das komplette, aufeinander abgestimmte System findest Du in der Kategorie Dr. Liebig Beute. Zum Öffnen der verkitteten Waben und Rähmchen brauchst Du außerdem einen Stockmeißel und weiteres Gerät aus den Imkerwerkzeugen.

Worauf solltest Du beim Kauf von Waben und Wabenmaterial achten?

Fertige, ausgebaute Waben kauft man kaum, wohl aber das Material, aus dem gute Waben entstehen: saubere Rähmchen, hochwertige Mittelwände aus rückstandsarmem Wachs und ein einheitliches Maß, das zu Deiner Beute passt. Achte darauf, dass Rähmchen und Mittelwände zum selben System gehören, damit die Waben später untereinander tauschbar bleiben. Praktisch ist es, das Baujahr jeder Wabe zu dokumentieren, zum Beispiel mit einer Purewild Stockkarte, auf der Du Alter, Zustand und Behandlungen festhältst. So behältst Du den Überblick über Deinen Wabenbestand und weißt genau, welche Wabe demnächst aus dem Verkehr gezogen werden sollte. Passende Rähmchen und ganze Beuten findest Du unter Bienenkästen.

Für wen ist der richtige Umgang mit Bienenwaben besonders wichtig?

Ob Du gerade Deine ersten Bienen kaufen möchtest oder schon länger imkerst: Der Umgang mit den Waben entscheidet über den Erfolg. Einsteiger profitieren von vorgegebenen Mittelwänden und klaren Maßen, weil damit gerade, gut kontrollierbare Waben entstehen. Erfahrene Imker steuern über die Wabenführung gezielt die Volksentwicklung, den Schwarmtrieb und die Königinnenzucht. In jedem Fall brauchst Du beim Arbeiten am geöffneten Volk vernünftige Imkerbekleidung und einen Smoker, damit Du die Waben in Ruhe ziehen und begutachten kannst.

Welche Fehler solltest Du beim Umgang mit Waben vermeiden?

Der häufigste Fehler ist, alte, schwarze Brutwaben viel zu lange im Volk zu belassen und so Krankheiten Vorschub zu leisten. Ebenso ungünstig ist ruppiges Hantieren: Wer Waben ruckartig zieht oder auf den Kopf stellt, quetscht Brut, verliert Honig und riskiert, die Königin zu verletzen. Vergiss auch nicht, den Bienen ausreichend Bauraum zu geben, denn ein überfülltes Nest fördert den Schwarmtrieb. Um die Bienen beim Ziehen der Waben ruhig zu halten, arbeitest Du mit etwas Rauch aus geeignetem Rauchmaterial und gehst insgesamt bedächtig vor. Und schließlich solltest Du im Herbst nie zu knapp einfüttern, sondern mit passendem Bienenfutter für volle Wintervorräte in den Waben sorgen.

Wie pflegst und lagerst Du entnommene Waben richtig?

Ausgebaute Leerwaben sind wertvoll, aber empfindlich. Ihr größter Feind ist die Wachsmotte, deren Larven sich durch gelagerte Waben fressen. Lagere Waben deshalb kühl, trocken, luftig und hell, denn diese Bedingungen mögen die Motten überhaupt nicht. Kontrolliere den Vorrat regelmäßig und schmilz alte oder befallene Waben konsequent ein. Am Bienenstand hilft ein sauberer Boden mit Rubee Varroaschiebeboden bei der Kontrolle des Varroabefalls, und mit einem Dr. Liebig Fluglochkeil engst Du das Flugloch so ein, dass schwache Völker ihre Waben besser gegen Räuberei und Motten verteidigen können.

Damit ist die Bienenwabe weit mehr als nur ein Stück Wachs: Sie ist Kinderstube, Speisekammer und Gerüst des Volkes zugleich und damit einer der wichtigsten Bausteine erfolgreicher Imkerei. Wer seine Waben aufmerksam führt, regelmäßig erneuert und sauber lagert, legt die Grundlage für gesunde Völker und reiche Honigernten. Die passenden Beuten, Rähmchen und das komplette Zubehör für Deine Wabenpflege findest Du direkt bei Purewild.