Zuchtrahmen mit 2 Zuchtlättchen, ohne Pfropfen
Bienen Ruck GmbH
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Beschreibung
Zuchtrahmen mit 2 Zuchtlättchen, ohne Pfropfen
Der Zuchtrahmen ist das Herzstück der klassischen Königinnenaufzucht im Pflegevolk. Er wird wie eine normale Wabe in die Beute gehängt, trägt aber anstelle einer Mittelwand zwei waagerechte Leisten mit Bohrungen für die Weiselnäpfchen. Laut Hersteller wird dieser Rahmen mit 2 Zuchtlättchen, jedoch ohne Pfropfen geliefert, und zwar wahlweise im Normalmaß oder im Zandermaß. Das Produktbild zeigt einen hellen Holzrahmen mit Oberträger samt Ohren, zwei Seitenteilen und einem Unterträger. Zwischen den Seitenteilen sitzen in zwei Etagen die gelochten Zuchtlättchen, im Bild jeweils mit acht runden Bohrungen.
Ohne Pfropfen bedeutet: Die Zellenstopfen beziehungsweise Pfropfen, die in die Bohrungen gesteckt werden und die Weiselnäpfchen tragen, sind separat zu beschaffen. Das ermöglicht, das System nach eigenen Vorlieben zu bestücken, etwa mit Holzpfropfen und Wachsnäpfchen oder mit Kunststoffnäpfchen auf passenden Stopfen. Die Kombination muss lediglich zum Durchmesser der Bohrungen passen.
Der Rahmen eignet sich für Imkerinnen und Imker, die gezielt nachziehen möchten, sei es für die eigenen Völker oder für den Verkauf. Bei zwei Lättchen mit je acht Bohrungen, wie im Bild, lassen sich in einer Serie bis zu sechzehn Zellen ansetzen. Das Maß wird nach dem Beutensystem des Pflegevolkes gewählt, damit der Rahmen genau zwischen die anderen Waben passt.
So wird eine Zuchtserie mit diesem Rahmen angesetzt:
- Pfropfen mit Weiselnäpfchen in die Bohrungen beider Lättchen stecken.
- Den bestückten Rahmen einen halben bis ganzen Tag in das Pflegevolk hängen, damit die Näpfchen angenommen und geputzt werden.
- Rahmen entnehmen, Lättchen bei Bedarf herausnehmen und in einem warmen, feuchten Raum möglichst junge Larven in die Näpfchen umlarven.
- Lättchen wieder einsetzen und den Zuchtrahmen zügig mittig ins weisellose oder vorbereitete Pflegevolk zwischen offene Brut und Futterwaben hängen.
- Nach einigen Tagen die Annahme kontrollieren, angenommene Zellen bleiben im Volk.
- Rund zehn Tage nach dem Umlarven die verdeckelten Zellen verschulen, in Schlupfkäfige setzen oder an Begattungseinheiten verteilen.
Für die Zeitplanung gilt die Faustregel der Königinnenentwicklung: Etwa am sechzehnten Tag nach der Eiablage schlüpft die Königin. Bei umgelarvten Larven im Alter von rund einem Tag fällt der Schlupf daher auf etwa den elften bis zwölften Tag nach dem Umlarven. Bis dahin müssen die Zellen sicher verteilt oder gekäfigt sein, sonst sticht die zuerst geschlüpfte Königin ihre Schwestern ab.
Zur Pflege werden nach jeder Serie Wachsreste von den Lättchen und am Rahmen mit dem Stockmeißel entfernt. Holz lässt sich mit heißer Waschsodalauge reinigen oder vorsichtig abflammen. Danach vollständig trocknen lassen und trocken, luftig lagern. Beim Arbeiten am Pflegevolk sind Schleier, Handschuhe und ruhige Bewegungen selbstverständlich; die umgelarvten Larven dürfen nicht der Sonne oder Zugluft ausgesetzt werden.
Ein Vorteil dieser Bauweise mit zwei Etagen liegt in der Flexibilität: Wer nur wenige Königinnen benötigt, bestückt lediglich ein Lättchen und lässt das zweite leer. Bei größerem Bedarf werden beide Etagen voll genutzt. Da die Lättchen im Rahmen eingesetzt sind, lassen sie sich zum Umlarven einzeln handhaben, während der restliche Rahmen ruhig liegen bleibt.
Ergänzend zum Rahmen werden für eine vollständige Zuchtausstattung meist Weiselnäpfchen, passende Pfropfen, ein Umlarvwerkzeug und später Schlupfkäfige oder Zellenschützer benötigt. Wer den Rahmen in Normalmaß oder Zandermaß passend zum eigenen Beutensystem wählt, kann ihn in jedes vorhandene Pflegevolk einfügen, ohne Zwischenstücke oder Adapter verwenden zu müssen.
Vor dem ersten Einsatz empfiehlt es sich, den neuen Rahmen einige Tage in einem Volk mitlaufen zu lassen oder mit etwas Wachs einzureiben. Das Holz nimmt dabei den Stockgeruch an, und die Bienen akzeptieren den Rahmen in der eigentlichen Zuchtserie schneller, was die Annahmequote der Weiselnäpfchen unterstützen kann.
Weiselnäpfchen, Pfropfen, Umlarvnadeln und einzelne Zuchtlättchen sind unter Königinnenzucht gesammelt. Für die geschlüpften Königinnen bieten sich Einheiten aus Begattungskästchen an, alternativ werden Zellen direkt in Ablegerkästen gegeben.
Produktdetails
- Produktnummer SW42900
- Hersteller Bienen Ruck GmbH
- Herstellernummer 17201
- Gewicht 0,2862 kg