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Mini Plus Beute III Styropor mit Varroaschubboden, ohne Rähmchen

Beschreibung

Mini Plus Beute III Styropor mit Varroaschubboden, ohne Rähmchen

Diese Ausführung der Mini Plus Beute III richtet sich an Imkerinnen und Imker, die bereits Rähmchen für ihr Mini-Plus-System besitzen oder diese selbst zusammenstellen. Geliefert werden eine Zarge in Einzelteilen, ein Boden mit Varroaschubboden und ein Deckel, Rähmchen sind laut Hersteller ausdrücklich nicht enthalten. Das Material ist leichter Hartschaum (Styropor), der eine gute Wärmedämmung bietet.

Kennzeichen der Variante III ist der Boden. Auf dem Bild ist ein Gitter aus feinem Lochblech zu sehen, darunter liegt ein gelber Schieber, der seitlich aus dem Boden herausragt. Diese Einlage lässt sich herausziehen, ohne dass die Beute geöffnet werden muss. Herabfallende Milben sammeln sich auf dem Schieber und können gezählt werden. So wird der natürliche Milbenfall auch bei kleinen Einheiten regelmäßig kontrolliert, was für ein vorausschauendes Gesundheitsmanagement im Bienenvolk hilfreich ist.

Die Zarge kommt laut Hersteller in Teilen und wird vor dem ersten Einsatz zusammengesetzt. Die Einzelteile greifen an den Ecken ineinander, wie es die Kantenführung auf dem Foto andeutet. Nach dem Zusammenbau ergibt sich ein Außenmaß von 305 mm Länge, 305 mm Breite und 260 mm Höhe für die komplette Beute. Seitlich sind Griffmulden eingeformt, die das Anheben erleichtern.

Für die Arbeit mit dieser Beute ergibt sich folgende Reihenfolge:

  • Zargenteile auf einer sauberen Fläche zusammenstecken und auf festen Sitz prüfen.
  • Boden mit eingeschobenem Schieber aufstellen, die Zarge darauf setzen.
  • Eigene Mini-Plus-Rähmchen einhängen, je nach Vorhaben mit Mittelwand, Anfangsstreifen oder bereits ausgebauter Wabe.
  • Bienen einlogieren, Königin oder reife Weiselzelle zugeben, Deckel auflegen.
  • Nach dem Einfliegen in regelmäßigen Abständen den Schieber ziehen, Milbenfall notieren und die Einlage gesäubert zurückschieben.

Weil die Rähmchen fehlen, ist dieses Set preislich die schlanke Lösung für die Erweiterung eines bestehenden Bestands. Wer stattdessen sofort startklar sein möchte, greift zur Ausführung mit sechs Rähmchen. Beide Varianten sowie Einzelteile wie Zargen, Böden, Deckel und Futterzargen sind in der Kategorie Begattungskästchen zu finden.

Eine Mini Plus Beute dient in der Zucht zunächst als Begattungseinheit. Ist die junge Königin in Eilage gegangen, kann sie im kleinen Volk verbleiben und die Einheit wächst durch Aufsetzen weiterer Zargen zum Reservevolk heran. Aus solchen Reserven lassen sich später Völker umweiseln oder schwache Völker verstärken. Für das Kennzeichnen der Königin bietet die Kategorie Zeichenlack für Königinnen Stifte in den Jahresfarben, für das spätere Einweiseln in ein Wirtschaftsvolk stehen Käfige unter Versand- & Zusetzkäfig bereit.

Die Durchsicht kleiner Einheiten erfordert Ruhe. Schleier und Handschuhe schützen, sanfte Bewegungen verhindern, dass das Völkchen unruhig wird. Rähmchen werden beim Herausnehmen nicht über die offene Beute gehalten, damit die Königin nicht unbemerkt herabfällt.

Am Saisonende wird die Beute zerlegt. Der Schieber lässt sich unter fließendem Wasser abwaschen, Zarge, Boden und Deckel werden mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste gereinigt. Styropor ist nicht hitzebeständig und darf daher nicht mit Flamme oder Heißluft behandelt werden. Gut getrocknet und mäusesicher gelagert, ist die Beute im nächsten Frühjahr wieder einsatzbereit.

Für wen sich diese Ausführung eignet, lässt sich klar umreißen: Sie passt zu Betrieben, die bereits mit dem Mini-Plus-System arbeiten, einen Vorrat an Rähmchen besitzen und ihren Bestand an Einheiten mit Varroakontrolle vergrößern möchten. Auch wer Rähmchen aus einer aufgelösten Einheit weiterverwenden will, spart mit dieser Variante den doppelten Kauf. Für Einsteiger ohne vorhandene Rähmchen ist dagegen das Set mit sechs Rähmchen die bequemere Wahl.

Die Werte vom Schieber werden am besten in einer kleinen Tabelle je Einheit festgehalten, mit Datum, Anzahl der Tage und gezählten Milben. Über die Saison ergibt sich so eine Verlaufskurve, an der sich ablesen lässt, ob ein Völkchen auffällig wird. Zwischen den Kontrollen bleibt der Schieber eingeschoben, damit das Gemüll vollständig aufgefangen wird und keine Zugluft unter das Gitter gelangt.

Auch der Standort trägt zu einem guten Start bei. Begattungseinheiten werden bevorzugt windgeschützt und halbschattig aufgestellt, die Fluglöcher benachbarter Kästen zeigen in unterschiedliche Richtungen, damit sich die junge Königin nach dem Hochzeitsflug nicht verfliegt. Die helle Oberfläche des Styropors heizt sich in der Sonne kaum auf, eine Abdeckung gegen Regen schadet dennoch nicht.

Produktdetails

  • Produktnummer SW42821
  • Hersteller Stehr
  • Herstellernummer 61803
  • Gewicht 2,65 kg

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