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Mikado Zange Gebogen
Mikado Zange Gebogen

Mikado Zange Gebogen

Der Unterschied zu einer geraden Zange steckt vorn. Die Spitze ist abgewinkelt, und dieser Winkel verschiebt die Hand aus der Arbeitsachse heraus. Was geradlinig nur durch Verrenken des Handgelenks zu erreichen wäre, liegt mit der gebogenen Form im Zugriff: Der Arm bleibt in bequemer Haltung, während die Spitze hinter eine Kante greift. Mikado führt diese Zange in acht Längen von 10cm bis 30cm.

Am deutlichsten zeigt sich der Vorteil bei einem Haken, der tief sitzt. Steckt ein Drilling weit hinten im Maul eines Hechts oder hat ein Zander den Köder vollständig genommen, ist der Weg zum Hakenbogen nicht gerade. Eine abgewinkelte Spitze folgt diesem Weg, ohne dass die Hand ins Maul nachrücken muss. Der Hakenschenkel wird gefasst, der Haken um seinen Bogen gedreht und auf demselben Weg zurückgeführt, auf dem er eingedrungen ist. Das geht schneller als jeder Versuch, mit den Fingern nachzuhelfen, und der Fisch bleibt kürzer aus dem Wasser.

Typische Lagen, in denen der Winkel die Arbeit übernimmt:

  • Drillinge im hinteren Maulbereich von Hecht und Zander
  • Haken, die sich hinter dem Kiemendeckel verfangen haben
  • Köder, die im Maschenwerk eines Keschers hängen
  • Arbeiten an der Montage, bei denen die Sichtlinie verdeckt ist
  • Griffe in enge Fächer einer Köderbox

Acht Werte bilden die Variantenachse: 10cm, 13cm, 15cm, 18cm, 20cm, 23cm, 25cm und 30cm. Entschieden wird nach Reichweite. Die kurzen Fassungen bis 15cm bleiben in der Hand unauffällig, lassen sich in einer Jackentasche oder an der Sitzkiepe mitführen und sind für Barsch, Forelle und Weißfisch die naheliegende Wahl. Ab 18cm wächst der Abstand zwischen Hand und Spitze so weit, dass auch ein geöffnetes Hechtmaul kein Hindernis mehr darstellt. 25cm und 30cm sind die Fassungen für große Raubfische, für das Boot und für das Meeresangeln, wo Dorschzähne und Seelachsmäuler Abstand verlangen.

Beim Lösen gilt eine einfache Reihenfolge. Zuerst wird der Fisch sicher fixiert, auf einer feuchten Matte oder im nassen Kescher, denn ein zappelnder Fisch verschiebt den Haken weiter. Dann folgt der Blick auf den Sitz: Zeigt der Hakenbogen nach hinten, wird nach hinten gedreht, zeigt er zur Seite, wird seitlich gearbeitet. Gezogen wird nie gegen den Widerstand. Hat der Haken Gewebe mitgefasst, bringt Drehen mehr als Kraft, und sitzt er zu tief, wird der Vorfachknoten gekappt, statt den Fisch weiter zu belasten.

Ob Drilling oder Einzelhaken macht dabei einen Unterschied. Ein Drilling hat fast immer einen Schenkel, der frei liegt, und genau dort setzt die gewinkelte Spitze an, ohne die beiden anderen Spitzen in Gewebe zu drücken. Bei Einzelhaken mit angedrücktem Widerhaken genügt häufig ein kurzer Dreh, und der Haken fällt heraus. Wer überwiegend widerhakenlos fischt, braucht das Werkzeug seltener, aber dann meist in einer Lage, in der ohne Winkel nichts geht.

Über das Hakenlösen hinaus wird eine gewinkelte Zange am Wasser für alles verwendet, was Finger allein nicht greifen. Sprengringe werden aufgebogen, Wirbel gefasst, verhakte Montagen auseinandergenommen, Gewichte umgesteckt. Die Kombination aus Winkel und Länge zahlt sich dann aus, wenn das Werkstück tief in einer Box, unter einer Abdeckung oder hinter dem Rand eines Bootskastens liegt.

Im Boot und an der Küste zählt zusätzlich der Abstand. Auf schwankendem Untergrund will niemand mit der Hand zwischen Zähnen und einem freiliegenden Drilling arbeiten, und der nächste Fisch wartet schon. Eine lange, gewinkelte Fassung liegt deshalb oft griffbereit neben der Abhakmatte oder am Bootskasten. Beim Brandungsangeln kommt hinzu, dass Sand und Salz in alles eindringen, weshalb das Werkzeug dort nach jedem Tag Aufmerksamkeit braucht.

Zur Haltbarkeit trägt vor allem Trockenheit bei. Nach dem Einsatz in Salzwasser wird das Werkzeug mit klarem Wasser abgespült, abgetrocknet und nicht feucht in eine geschlossene Box gelegt. Das Gelenk bleibt leichter beweglich, wenn es gelegentlich einen Tropfen Öl bekommt und zwischendurch mehrfach geöffnet und geschlossen wird. Sand im Gelenk wird ausgespült, bevor er sich einarbeitet, und wer eine Zange im Boot nutzt, sichert sie gegen das Über-Bord-Gehen.

Viele Angler führen zwei Fassungen mit, eine kurze für kleine Fische und feine Griffe und eine lange für Hecht, Dorsch und die Arbeit über die Bordwand. Weil die Achse dieser Reihe acht Stufen umfasst, lässt sich eine solche Kombination aus demselben Programm zusammenstellen, statt zwei verschiedene Werkzeuge nebeneinander zu legen.

Im Sortiment steht dieses Modell bei den Zangen. Wer das Lösen statt mit einer Zange mit einem spezialisierten Werkzeug erledigen möchte, findet Alternativen bei den Hakenlöser. Alles Weitere rund um die Ausstattung am Wasser liegt unter Angelzubehör.

  • Produktnummer SW21330
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer AI-7925
  • Gewicht 0.025 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/

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