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Mikado Spinner Blaster Kupfer Farbe 00

Beschreibung

Mikado Spinner Blaster Kupfer Farbe 00

Spinner zählen zu den ältesten und zugleich wirksamsten Kunstködern der Süßwasserfischerei, weil sie zwei Reize gleichzeitig aussenden. Das Blatt dreht sich um die Achse, wirft dabei Lichtblitze und erzeugt eine Druckwelle, die Fische auch dann wahrnehmen, wenn die Sicht im Wasser gering ist. Der Blaster von Mikado folgt diesem bewährten Prinzip und wird hier in fünf Größenstufen geführt. Dadurch lässt sich dasselbe Köderprofil vom kleinen Waldbach bis zum tiefen Stausee einsetzen, ohne auf eine andere Bauart wechseln zu müssen.

Die Auswahlachse dieses Artikels heißt Größe und reicht von 1 bis 5. Stufe 1 ist die kleinste Ausführung, Stufe 5 die größte. Mit der Stufe wachsen Blattfläche und Gesamtmasse, und damit verschieben sich gleich mehrere Eigenschaften: Der Köder fliegt weiter, läuft tiefer, baut eine kräftigere Druckwelle auf und spricht größere Fische an. Kleine Stufen lassen sich dagegen langsamer und oberflächennäher führen, was in klarem, flachem Wasser oft den Unterschied macht. Die Zuordnung in der folgenden Übersicht hat sich in der Praxis eingespielt.

  • Größe 1 für Bäche, kleine Flüsse und klares Flachwasser. Das Blatt läuft bereits bei sehr langsamem Zug an, was vorsichtige Bachforellen und kleine Barsche anspricht.
  • Größe 2 als Allrounder für Kanäle, Weiher und schmale Flussläufe. Diese Stufe verbindet eine noch feine Druckwelle mit brauchbarer Wurfweite.
  • Größe 3 für Seen mittlerer Tiefe, Hafenbecken und kräftigere Strömung. Hier beginnt der Bereich, in dem Barsch, Döbel und kleinere Hechte gleichermaßen antworten.
  • Größe 4 für tiefere Abschnitte, Buhnenfelder und windige Tage. Das größere Blatt arbeitet deutlich druckvoller und ist über weitere Distanz wahrnehmbar.
  • Größe 5 als größte Stufe für Hechtreviere, große Flüsse und trübes Wasser. Der Köder verlangt ein zügigeres Grundtempo, sendet dafür das stärkste Signal.

Einsatzschwerpunkt ist die Spinnfischerei auf Barsch, Forelle, Döbel, Rapfen und Hecht. Besonders gut arbeitet der Spinner in bewegtem Wasser, weil die Strömung das Blatt mit antreibt. Am Fluss wirft man quer oder leicht gegen den Strom und lässt den Köder im Bogen zurückschwingen, wobei die Rutenspitze den Weg vorgibt. Im Stillwasser gehört der Spinner an Schilfkanten, über Krautfelder und an Einmündungen, also dorthin, wo Futterfisch steht. Auch getrübtes Wasser nach Regen ist ein typisches Spinnerrevier, weil die Druckwelle über die Sichtweite hinaus wirkt. In der kalten Jahreszeit lohnt es, die Stufe eine Nummer kleiner zu wählen und langsamer zu führen, da die Fische dann kürzere Wege zum Köder akzeptieren.

Zur Handhabung gehört vor allem ein Tempo, bei dem das Blatt sicher dreht. Nach dem Aufklatschen wird die Schnur gespannt und sofort angezogen, damit die Rotation anläuft, bevor der Köder den Grund erreicht. Ein kurzes Anheben der Rute hält den Spinner flacher, ein Absenken lässt ihn tiefer arbeiten. Wechselnde Kurbelgeschwindigkeit in kleinen Schritten bringt zusätzliche Reize, während ein vollständiges Absetzen die Rotation unterbricht und vor allem über hängerfreiem Grund sinnvoll ist. In stark bewachsenen Zonen bleibt es ratsam, den Lauf hoch zu halten und den Köder zügig einzuholen.

Weil ein drehendes Blatt zwangsläufig Drall in die Schnur gibt, gehört ein Wirbel oder ein Perlenlaufwirbel in jede Spinnermontage. Ohne diesen Zwischenbaustein verdrillt sich die Hauptschnur mit jeder Stunde weiter und verliert Tragvermögen. Eine mittlere Spinnrute mit sensibler Spitze überträgt die Rotation bis in die Hand, sodass ein Aussetzen des Blattes sofort auffällt. Beim Fischen auf Hecht sichert ein Stahlvorfach die Verbindung ab. Die geflochtene Hauptschnur erlaubt zudem einen direkten Anschlag, der bei den harten, kurzen Attacken auf Spinner wichtig ist.

Ergänzend lohnt ein Blick in die weiteren Abteilungen für Kunstköder. Wenn die Fische auf Blitz und Druck nicht mehr antworten, bringen oft taumelnde Blinker oder langsam geführte Gummifische den Umschwung. Für konstante Lauftiefen über längere Strecken stehen Wobbler bereit. Eine Box, in der alle vier Bauarten in zwei bis drei Größen vertreten sind, deckt einen kompletten Angeltag ab.

Für den dauerhaften Einsatz empfiehlt sich, die Achse nach jedem Angeltag kurz zu prüfen und den Köder trocken zu verstauen, damit die Drehbewegung leichtgängig bleibt. Verhakt sich das Blatt am Transport, läuft es beim nächsten Wurf unruhig an. Wer zwei benachbarte Größen gleichzeitig dabeihat, kann am Wasser direkt reagieren: eine Nummer kleiner bei klarer Sicht und zurückhaltenden Fischen, eine Nummer größer bei Wind, Trübung und mehr Tiefe. Damit bleibt die Reihe über das ganze Jahr hinweg nutzbar.

Produktdetails

  • Produktnummer SW22248
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer PMB-OBL-3M-00
  • Gewicht 0.012 kg

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