27,99 €
- Produktnummer SW18278
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer WAA611-600
- Gewicht 0.541 kg
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Mikado Sasori Pole
Die Sasori Pole von Mikado gehört in die Gruppe der Stippruten und wird ohne Rolle gefischt. Die Schnur sitzt fest an der Rutenspitze, die Länge des Blanks bestimmt die Reichweite, und im Drill federt der Blank die Fluchten ab. Diese Variantenfamilie führt vier Längen: 3,00m, 4,00m, 5,00m und 6,00m. Damit ist der Bereich abgedeckt, der beim Stippen am Vereinsweiher, am Kanal und am ruhig ziehenden Flussabschnitt tatsächlich gebraucht wird – von der kurzen Rute für den Nahbereich direkt vor den Füßen bis zur langen Rute, die die Montage über Schilf- und Krautkanten hinweg ablegt.
Stippen ist die direkteste Form des Angelns. Zwischen Hand und Fisch liegen keine Rolle und keine Bremse, sondern nur Blank, Schnur und Montage. Der Köder arbeitet an einer festen Stelle, die Pose zeigt den Biss, und der Anschlag kommt kurz aus dem Handgelenk. Wer auf Rotaugen, Rotfedern, Lauben, Güster oder kleine Brassen fischt, kommt damit schneller in einen Ablauf als mit jeder Rollenmontage: Die Montage geht ins Wasser, der Fisch kommt an die Hand, der Haken wird gelöst, und die Montage liegt wieder genau auf dem alten Punkt. Über mehrere Stunden entsteht daraus ein ruhiger Rhythmus, der beim Angeln auf Weißfisch den Unterschied zwischen einzelnen Fischen und einem gut gefüllten Setzkescher macht.
Die vier Längen trennen sich im Einsatz klar voneinander:
- 3,00m – die kurze Länge für enge Plätze, überhängende Äste, Stege und das Angeln vom Boot. Sie liegt lange bequem in einer Hand und ist für junge Angler und Einsteiger die handlichste Wahl.
- 4,00m – die mittlere Länge für kleine Gewässer und Vereinsteiche. Die Montage kommt über die erste Krautkante hinaus, ohne dass das Rutengewicht im Arm störend auffällt.
- 5,00m – gedacht für Kanäle und breitere Gräben, wenn der Schwarm auf der Fahrwasserkante zieht und der Nahbereich leer bleibt.
- 6,00m – die längste Variante der Familie. Sie erreicht Rinnen und Fahrwasser, an die man vom Ufer sonst nicht herankommt, und legt leichte Montagen auch bei Seitenwind sauber ab.
In der Hand verhält sich jede Länge anders. Bis 4,00m lässt sich die Rute über lange Zeit einhändig halten, ab 5,00m arbeiten die meisten Angler mit zwei Händen oder legen den Griff zwischen den Bissen auf eine Rutenauflage. Für alle Längen gilt: Beim Ablegen gehört die Rute auf eine weiche Auflage und wird nicht über Kies oder Beton geschoben. Beim Anschlag genügt eine kurze Bewegung nach oben – ein harter Schlag aus dem ganzen Arm reißt bei feinen Vorfächern mehr Fische aus, als er hakt. Zum Landen wird die Rute aufgerichtet, bis der Fisch in Griffweite über die Wasserkante kommt.
Die Tiefe wird vor dem ersten Wurf eingestellt. Dazu hängt man ein Lotblei an den Haken, legt die Montage an die vorgesehene Stelle und verschiebt die Pose, bis sie knapp aufrecht im Wasser steht. Erst dann ist bekannt, wie weit der Köder über dem Grund schwebt. An Gewässern mit abfallender Sohle lohnt es, zwei Einstellungen festzuhalten: eine für den Nahbereich, eine für die äußere Kante. Weil die Montage an der Stipprute fest sitzt, bleibt diese Einstellung über den ganzen Tag erhalten, solange der Wasserstand sich nicht ändert.
Über das Jahr verschiebt sich der Fang. Im Frühjahr stehen die Schwärme flach und dicht unter der Uferkante, im Sommer tiefer und im Schatten der Bäume, im Herbst häufig in der Nähe der Zuläufe. Kurze Längen tragen deshalb im Frühjahr, längere Varianten im Hochsommer, wenn die Fische Abstand zum Ufer halten. Bei auflandigem Wind lohnt der Wechsel auf die nächstkürzere Rute, weil sich die Montage dann ruhiger halten lässt.
Zur Stipprute gehört eine feine Montage. Üblich sind dünne Hauptschnur, eine kleine Pose, eine abgestufte Kette aus Schrotblei und ein kurzes Vorfach mit feindrahtigem Haken. Als Köder dienen Maden, Caster, Pinkies, Dosenmais, Brotflocke oder Teig, dazu ein zurückhaltend dosiertes Grundfutter. Die passenden Kleinteile, Posen und Haken stehen gesammelt im Bereich Angeln. Ein Setzkescher, eine Lösezange und ein Eimer für das Futter runden die Zusammenstellung am Platz ab.
Der Platz entscheidet beim Stippen mehr als das Gerät. Eine Rute von 6,00m bringt nichts, wenn die Fische unter der Uferkante stehen, und umgekehrt bleibt die Variante mit 3,00m stumm, sobald der Schwarm erst hinter dem Seerosenfeld zieht. Sinnvoll ist es, zwei Längen am Wasser zu haben und nach der ersten halben Stunde zu wechseln, wenn die Pose ruhig bleibt. Kleine Futterbällchen, regelmäßig auf dieselbe Stelle gegeben, halten den Schwarm im Bereich der festen Montage und machen die Tiefeneinstellung über den Tag berechenbar.
Nach dem Angeln wird die Rute mit Süßwasser abgespült und trocken verstaut. Sand in den Steckverbindungen ist der häufigste Grund für Schäden, deshalb lohnt der kurze Blick auf die Übergänge, bevor die Teile zusammengeschoben werden. Festsitzende Segmente lösen sich mit gleichmäßigem Zug und einer leichten Drehung, nicht mit Gewalt. Gelagert wird die Rute im Futteral, liegend oder aufrecht, und niemals feucht in einem geschlossenen Behälter.
Im Shop steht diese Familie unter Stippruten, die gesamte Rutenauswahl findet sich in der Übersicht Angelruten. Die vier Kinder tragen die Artikelnummern SW18275, SW18276, SW18277 und SW18278; die Herstellernummern lauten WAA611-300, WAA611-400, WAA611-500 und WAA611-600.
- Produktnummer SW18278
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer WAA611-600
- Gewicht 0.541 kg
Herstellerangaben
Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen
Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/