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Mikado MFT Bolo WG bis 25g
Mikado MFT Bolo WG bis 25g

Mikado MFT Bolo WG bis 25g

Die MFT Bolo von Mikado ist eine Bologneserute und damit für eine Angelart gebaut, die lange im Schatten stand und inzwischen viele Anhänger hat: das Fischen mit treibender Pose in fließendem Wasser. Das angegebene Wurfgewicht reicht bis 25g, die Rute führt beim Hersteller die Stammnummer WAA102. Die einzelnen Varianten laufen unter WAA1023-400 bis WAA1023-700.

Beim Bolognesefischen führt die Rute die Montage, nicht die Rolle. Die Pose treibt mit der Strömung, die Schnur wird über die Rutenspitze kontrolliert, immer wieder leicht gebremst und wieder freigegeben, damit der Köder vor der Pose läuft und natürlich durch die Rinne zieht. Dafür braucht es Länge. Je weiter die Spitze über das Wasser reicht, desto mehr Schnur bleibt oben, desto weniger greift die Strömung an und desto feiner lässt sich der Drift steuern. Das Wurfgewicht bis 25g gibt den Rahmen vor, in dem Pose, Bleimontage und Köder gemeinsam bleiben sollten.

Die Variantenachse dieser Familie ist die Länge. Vier Werte stehen bereit: 4,00m, 5,00m, 6,00m und 7,00m. Jede Stufe verschiebt den Einsatzbereich ein Stück weiter vom Ufer weg und in stärkere Strömung hinein.

  • 4,00m — die handlichste Länge, gut an kleinen Fließgewässern, an engen Uferstellen mit Bewuchs im Rücken und für das Fischen vom Boot.
  • 5,00m — vielseitige Mitte für mittlere Flüsse und Kanäle, noch leicht zu führen und schon mit deutlichem Mehr an Schnurkontrolle.
  • 6,00m — für breitere Strömungsrinnen und tiefere Züge, wenn der Drift über eine längere Strecke begleitet werden soll.
  • 7,00m — die weiteste Auslage der Familie, gedacht für große Flüsse, Buhnenfelder und Stellen, an denen die Rinne erst einige Meter vor dem Ufer beginnt.

Im Zielfischbereich liegen Döbel, Barbe, Brasse, Rotauge, Aland und Hasel, am Kanal kommen Güster und Karpfen dazu. Gefischt wird mit Made, Wurm, Mais oder Teig, häufig begleitet von kleinen Futtergaben, die den Fisch im Drift halten. Auch am stehenden Wasser hat die lange Rute ihren Platz, etwa wenn die Pose über ein Krautfeld geführt oder dicht an eine Seerosenkante gelegt werden soll, ohne dass ein weiter Wurf nötig ist. Weil die Montage über die Rutenlänge und nicht über die Wurfweite ins Ziel kommt, bleibt sie leicht und fällt unauffällig ein.

Die Montage selbst folgt einem einfachen Aufbau. Eine Laufpose oder eine fest gestellte Pose trägt die Bleikette, die zum Haken hin feiner abgestuft wird, damit der Köder zuletzt absinkt und im Drift hinter dem Blei herläuft. Die Tiefe wird so eingestellt, dass der Köder knapp über Grund arbeitet und gelegentlich aufsetzt. Treibt die Montage an, hebt ein kurzer Zug am Rutenblank die Pose wieder in die Spur. Angefüttert wird in kleinen Portionen am Kopf der Strecke, damit die Wolke dort ankommt, wo der Köder vorbeiläuft. Mit wachsender Routine entsteht ein ruhiger Takt aus Füttern, Einlegen, Begleiten und Wiederaufnehmen.

Beim Anschlag macht sich die Länge ebenfalls bemerkbar. Weil viel Schnur über dem Wasser liegt, genügt ein seitliches Anheben der Rute, um die Verbindung straff zu stellen, ein harter Schlag ist nicht nötig und würde bei feinen Vorfächern mehr schaden als nutzen. Im Drill arbeitet der lange Blank als Puffer: Fluchten eines Döbels oder einer Barbe werden über die gesamte Rutenlänge abgefangen, und der Fisch kann im Bogen stromabwärts geführt werden, bis er ruhig genug für den Kescher ist.

Für Platzwahl und Transport gilt ein praktischer Hinweis: Lange Ruten brauchen Raum über dem Kopf und hinter dem Angler. An Strecken mit Baumreihen dicht am Wasser setzt das der Länge eine natürliche Grenze, ebenso an Treppen, Geländern und Stegen. Wer solche Stellen regelmäßig befischt, ist mit den kürzeren Varianten besser aufgestellt. Für offene Uferzonen, Buhnen und breite Kanäle gilt das Gegenteil. Zusammengeschoben lässt sich eine lange Rute ohnehin bequem tragen, ins Gewicht fällt die Länge erst im Dauereinsatz über mehrere Stunden, weshalb viele Angler die Rute zwischen den Driften kurz auf der Sitzkiepe ablegen.

Für die Entscheidung innerhalb der Familie zählt vor allem das Gewässer, nicht der Zielfisch. An einem schmalen Bach bringt die weiteste Variante keinen Vorteil, sondern nur Gewicht in der Hand, und unter Bäumen ist kurz die bessere Wahl. An einem breiten Fluss dagegen entscheidet die zusätzliche Auslage darüber, ob die Hauptströmung überhaupt erreicht wird. Wer regelmäßig an einem Gewässer fischt, wählt nach dessen Breite, wer wechselnde Strecken befischt, liegt mit einer mittleren Länge als erster Rute meist richtig und ergänzt später nach Bedarf.

Weitere Modelle dieser Bauart stehen bei den Bologneseruten. Den vollständigen Überblick gibt die Übersicht der Angelruten, Alternativen ohne Rollenhalter liegen bei den Stippruten, und wer am Stillwasser weiter werfen will, findet Passendes unter den Matchruten.

  • Produktnummer SW19273
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer WAA1023-700
  • Gewicht 0.53 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/

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