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Mikado Rutenauflage teleskopierbar Klemmung Wabi
Mikado Rutenauflage teleskopierbar Klemmung Wabi

Mikado Rutenauflage teleskopierbar Klemmung Wabi

Am Ufer entscheidet die Lage der Rute darüber, wie deutlich sich ein Biss abzeichnet und wie sauber der Anschlag durchkommt. Die teleskopierbare Rutenauflage aus der Wabi-Reihe von Mikado übernimmt genau diesen Teil des Aufbaus. Sie nimmt den vorderen Abschnitt der Rute auf, hält ihn in einer ruhigen Lage und wird über die Klemmung an einem bereits stehenden Halter festgesetzt. Weil sich der Auszug verändern lässt, bestimmt der Angler die Arbeitshöhe unmittelbar am Platz und bleibt nicht an eine einmal gewählte Einstellung gebunden.

Die Variantenachse Länge legt fest, wie weit die Auflage über den Haltepunkt hinausreicht. Zwei Ausführungen stehen zur Wahl:

  • 50cm für flache Aufbauten unmittelbar am Wasser, wenn die Rute dicht über dem Boden liegen soll und der Standplatz kaum Höhe hergibt
  • 70cm für erhöhte Positionen, überwachsene Böschungen und Plätze, an denen die Schnur über Steinpackungen oder Uferkraut hinweg laufen muss

Die Klemmung ist der Punkt, an dem die Auflage ihre Arbeit tatsächlich aufnimmt. Sie wird um das Rohr eines Banksticks oder um die Querstange eines Rod Pods gelegt und so weit festgezogen, bis sich die Auflage nicht mehr von selbst verdreht. Ein kurzer Zug nach dem Festsetzen zeigt, ob die Verbindung hält. Auf weichem Grund sollte der Halter zuerst sicher stehen und erst danach die Auflage angesetzt werden, weil sich sonst jede Korrektur am Halter auf die schon ausgerichtete Auflage überträgt. Passende Standrohre und Gestelle stehen bei den Banksticks und den Rod Pods.

Für die Bissanzeige zählt vor allem eine Rutenlage ohne Spannung. Die Auflage trägt den vorderen Teil, der Griff ruht auf einem zweiten Halter, und der mittlere Rutenbereich bleibt dazwischen frei. Steht die Spitze zu hoch, schlägt sie bei Wind aus und erzeugt Bewegungen, die von einem Biss kaum zu unterscheiden sind. Liegt sie zu tief, taucht die Schnur ein und der Zug eines Fisches wird gedämpft. Der veränderbare Auszug hilft, diesen schmalen Bereich zu treffen, ohne das Standrohr neu in den Boden zu setzen.

An unterschiedlichen Gewässerabschnitten ergeben sich daraus unterschiedliche Einstellungen:

  • Flache Kiesbank: kurzer Auszug, Rute nahezu waagerecht, Schnur dicht über dem Wasser
  • Steile Böschung: langer Auszug und angehobene Spitze, damit die Schnur den Hang nicht berührt
  • Schilfkante: mittlerer Auszug und ein Standplatz hinter dem Bewuchs, damit die Rute frei bleibt
  • Steinschüttung: Auszug so weit, dass die Schnur über die Kanten läuft und nicht an ihnen reibt

Unterschiedliche Angelarten stellen dabei eigene Anforderungen. Beim Feederangeln liegt die Rute meist flach und leicht seitlich zur Wurfrichtung, damit die Spitze den Zug am Futterkorb sauber abbildet. Beim Ansitz auf Karpfen steht sie oft steiler, damit viel Schnur aus dem Wasser kommt und Hindernisse überspannt werden. In der Dämmerung auf Aal zählt wieder eine tiefe, ruhige Lage, bei der sich jeder Zupfer an der Spitze abzeichnet. Diese Lagen deckt die Auflage über den Auszug und über den Winkel der Klemmung ab.

Im Aufbau hat sich eine feste Reihenfolge bewährt:

  • Standplatz prüfen und den Halter so setzen, dass er auch unter Zug stehen bleibt
  • Auflage ansetzen, grob ausrichten und die Klemmung zunächst nur leicht anlegen
  • Rute einlegen, Höhe und Winkel am Auszug nachstellen
  • Klemmung endgültig festziehen und die Lage noch einmal von der Seite betrachten

Die Auflage arbeitet selten allein. Beim Grundangeln mit zwei oder drei Ruten steht neben ihr ein zweiter Halter für den Griff, dazu kommen Ständer für die Ruten, die gerade nicht im Wasser liegen. Wer den Platz häufig wechselt, stellt sich am besten eine feste Gruppe aus Haltern zusammen und ergänzt sie nach Bedarf. Einen Überblick über die zugehörigen Teile gibt die Übersicht Rutenauflagen und Rutenhalter.

Nach dem Ansitz gehört die Auflage kurz abgespült, sobald sie mit Sand, Schlamm oder Salzwasser in Berührung gekommen ist. Der ausgezogene Teil wird vor dem Zusammenschieben trocken gewischt, damit kein Korn in das Rohr gelangt und die Verstellung schwergängig wird. Zum Verstauen löst man die Klemmung und packt sie nicht unter Spannung ein. So bleibt der Mechanismus über viele Ansitze hinweg leicht beweglich.

Für den Weg zum Wasser wird die Auflage eingeschoben und zu den übrigen Haltern gelegt. Sie nimmt in diesem Zustand nur wenig Raum in der Tasche ein und lässt sich gemeinsam mit den Standrohren verstauen. Vor dem ersten Ansitz einer Saison ist ein kurzer Funktionstest zu Hause sinnvoll: den Auszug mehrmals bewegen, die Klemmung öffnen und schließen, danach alles wieder in den eingeschobenen Zustand bringen.

Für die Auswahl gilt eine einfache Linie. Wer überwiegend an gleichmäßig flachen Ufern sitzt, kommt mit 50cm aus. Wer an wechselnden Gewässern unterwegs ist und auch höher gelegene Plätze annimmt, hat mit 70cm den größeren Spielraum. Beide Ausführungen tragen dieselbe Klemmung und lassen sich innerhalb eines Aufbaus miteinander kombinieren.

  • Produktnummer SW16695
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer O600-02
  • Gewicht 0.191 kg

Herstellerangaben

Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen

Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/