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Mikado Roll-Wirbel mit Sprengring

Beschreibung

Mikado Roll-Wirbel mit Sprengring

Ein Blinker, der durchs Wasser zieht, rotiert um seine eigene Achse. Ohne ein drehbares Zwischenglied gibt er diese Rotation ungebremst an die Schnur weiter. Die Folgen kennt jeder, der länger mit Kunstköder unterwegs ist: verdrallte Hauptschnur, Schlaufenwürfe beim Wurf, verhärtetes Monofil und eine Spule, die sich beim Ablegen selbst aufwirft. Dieser Wirbel setzt an genau dieser Stelle an und trennt die Drehung des Köders von der Schnur, bevor sie überhaupt bis zur Rolle vordringt.

Die Bauform des Roll-Wirbels bringt die Drehachse auf eine Linie mit dem Zug. Die walzenförmige Mitte läuft in den beiden Ösen, und zwar auch dann, wenn Zug anliegt. Gerade das unterscheidet die Bauart von einfachen Blechwirbeln, die unter Last gern blockieren und erst beim Nachlassen wieder anlaufen. Beim Schleppen, beim Einkurbeln gegen Strömung und bei allen Ködern mit starker Eigenrotation zählt dieses Weiterlaufen unter Last mehr als jede andere Eigenschaft.

Am unteren Ende sitzt ein Sprengring, und er macht aus dem Wirbel eine feste Verbindung zum Kunstköder. Der Ring wird mit einer Sprengringzange gespreizt, über die Öse oder den Sprengring des Köders geführt und wieder zusammengelassen, sodass die Windungen bündig aufeinanderliegen. Mit den Fingernägeln geht das zwar auch, doch der Ring verwindet sich dabei leicht und schließt nicht mehr sauber. Ist er einmal geschlossen, bleibt er geschlossen: Nichts kann aufklappen, kein Schnappmechanismus kann unter Last aufgehen, und die Verbindung hält auch dann, wenn ein Hecht den Köder quer nimmt und kräftig schüttelt. Dafür braucht jeder Köderwechsel die Zange, weshalb diese Lösung vor allem dort sinnvoll ist, wo ein Köder länger im Einsatz bleibt.

Erhältlich sind zwei Größen:

  • Nr. 8 ist die kräftigere Abstufung für große Blinker, schwere Spinner, Meerforellenblinker und das Schleppfischen auf Hecht und Zander.
  • Nr. 11 ist die feinere Abstufung für kleine Spinner, leichte Blinker, Forellenköder am Bach und das Angeln mit dünner Schnur.

Die Abstimmung läuft immer über den Köder, nicht über den Fisch. Ein kleiner Spinner, der an einem zu massiven Wirbel hängt, verliert seinen Lauf, weil das zusätzliche Gewicht vorn die Köderbewegung dämpft und der Köder tiefer absinkt als beabsichtigt. Umgekehrt wirkt ein zu zierliches Zwischenglied an einem schweren Metallköder wie eine Einschnürung, auf die sich beim Wurf die ganze Beschleunigung konzentriert. Als Faustregel gilt: Das Verbindungsstück bleibt in der Masse deutlich unter dem Köder, in der Bauform aber kräftig genug für die verwendete Schnur. Bei Ködern, die zwischen zwei Abstufungen liegen, entscheidet die Wurfweite — wer weit werfen will, nimmt die kleinere Bauform, weil sie beim Flug weniger bremst.

Drall entsteht nicht allein am Köder. Eine Schnur, die beim Aufspulen verdreht wurde, und eine Rolle, die das Material schräg auf die Spule legt, bringen einen eigenen Anteil mit. Dieser Wirbel kann den bereits vorhandenen Drall nicht auflösen, er hält nur den neu entstehenden Teil von der Schnur fern. Beide Maßnahmen gehören daher zusammen: ein rollendes Zwischenglied vor dem Köder und eine Hauptschnur, die ohne Verdrehung auf die Spule kommt. Bei Monofil zeigt sich das Ergebnis nach wenigen Angeltagen daran, dass die Schnur bei lockerer Spannung gerade herabhängt, statt sich von selbst zu Schlaufen zu legen.

Typische Einsatzgebiete der Kombination aus Rollenkörper und Ring:

  • Blinkerangeln an See, Fluss und Küste, wo der Köder beim Einholen rotiert
  • Spinnerangeln auf Barsch, Forelle und Döbel mit dauerhaft drehendem Blatt
  • Schleppfischen über längere Strecken, bei dem sich Drall besonders stark aufbaut
  • Naturködersysteme mit drehendem Köderfisch
  • Feste Anbindung von Metallködern, die eine Saison über am selben Wirbel bleiben

Vor dem Anknoten empfiehlt sich ein kurzer Funktionstest zwischen zwei Fingern: Der Körper muss sich leicht und ohne Hakeln drehen. Zum Verbinden mit der Schnur eignen sich die bekannten Wirbelknoten, bei Geflecht in doppelter Ausführung durch die Öse geführt. Nach dem Knüpfen wird der Knoten angefeuchtet und langsam gesetzt. Wichtig ist außerdem, dass der Sprengring nicht am Knoten, sondern am Köder sitzt — ein Ring als Schnuranschluss scheuert Monofil in kurzer Zeit auf.

Im Sortiment stehen weitere Bauformen bereit. Einzelne Wirbel ohne Anbauteil versammelt die Kategorie Einzelwirbel, einen Überblick über alle Varianten gibt der Bereich Wirbel. Für Vorfächer, die an zwei Punkten drehen sollen, stehen Doppelwirbel bereit, und bei Seitenarmen an Grund- und Meeresmontagen übernehmen 3-Fach Wirbel die Verteilung.

Nach dem Angeln im Salzwasser werden Wirbel und Ring mit klarem Süßwasser abgespült und offen getrocknet, bevor sie in die Box zurückkommen. Sand im Inneren macht sich durch ein Knirschen beim Drehen bemerkbar und wird mit Wasser ausgeschwemmt. Ein schwergängiger Wirbel gehört ausgetauscht, denn er erfüllt seine Aufgabe nicht mehr und verlagert den Drall wieder in die Schnur. Wer die beiden Größen getrennt in einer Kleinteilebox aufbewahrt, greift am Wasser ohne Suchen zur richtigen Abstufung.

Produktdetails

  • Produktnummer SW15056
  • Hersteller Mikado
  • Herstellernummer AMA02-034-11
  • Gewicht 0,007 kg

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