39,99 €
- Produktnummer SW19588
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer KDA157-3008
- Gewicht 0.461 kg
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Mikado MFT Runner
Der Freilauf verändert den Ansitz. Statt die Bremse so weit zu öffnen, dass ein abziehender Fisch die Spule mitnimmt, trennt die Freilaufmechanik zwei Einstellungen voneinander: eine fast widerstandsfreie Schnurabgabe für die Wartezeit und die eigentliche Kampfbremse für den Drill. Die MFT Runner von Mikado ist auf dieses Prinzip gebaut. Ein Hebel am Rollenfuß schaltet um, ein Kurbeldreh holt die Rolle in den Drillmodus zurück.
Gefischt wird damit überall dort, wo die Rute liegt und nicht in der Hand gehalten wird. Karpfen am Baggersee, Schleien im Krautfeld, Aal in der Dämmerung, Brassen auf dem Futterplatz: In all diesen Situationen hat der Fisch den Köder genommen, bevor jemand an der Rute steht. Gibt die Spule in diesem Moment nachgiebig Schnur frei, zieht der Fisch ab, ohne Widerstand zu spüren, und dreht nicht ab. Genau dafür ist der Freilauf da.
Zur Ausrüstung gehört die Ablage. Eine Rute liegt auf Auflage oder Rod Pod, die Schnur läuft über einen Bissanzeiger oder über ein hängendes Gewicht. Der Freilauf muss so eingestellt sein, dass der Swinger abzieht, aber nicht jeder Windstoß Schnur von der Spule holt. Mit wenigen Umdrehungen am Einstellrad findet sich dieser Punkt: Schnur mit der Hand ziehen, nachjustieren, bis der Widerstand eben spürbar wird. Nachts, wenn nur noch der Ton zählt, ist diese Einstellung der Unterschied zwischen einem verwertbaren Signal und einem Fehlalarm.
- 2008 — die kleinste Abstufung der Baureihe, gedacht für leichte Ansitzruten auf Schleie, Brassen und Aal auf überschaubare Entfernung.
- 3008 — die mittlere Größe für den gemischten Ansitz, bei dem dieselbe Rute heute Brassen und morgen einen Karpfen bedienen soll.
- 4008 — die größte Ausführung mit der größten Spule der Reihe, abgestimmt auf kräftige Ruten und weit draußen liegende Montagen.
Die Variantenachse trägt den Namen Modell und führt 2008, 3008 und 4008. Es handelt sich um die Größenbezeichnung des Herstellers. Mit der Zahl wächst das Gehäuse, und mit dem Gehäuse wächst der Platz auf der Spule — mehr Schnur für Montagen, die weiter draußen liegen, und ein Körper, der zu stärkeren Ruten passt. Umgekehrt bleibt das kleine Modell am leichten Ansitzgerät in seinem Element.
Die Schnurwahl folgt dem Gewässer. Im offenen Stillwasser genügt monofile Schnur, deren Dehnung Kopfstöße im Nahbereich abfedert. Liegt die Montage hinter einer Krautkante oder weit draußen, bringt eine dehnungsarme Schnur das Signal deutlicher an den Anzeiger. Für die Spule gilt in beiden Fällen dieselbe Regel: bis knapp unter den Rand füllen und nicht darüber hinaus, sonst springen beim Auswerfen ganze Lagen mit ab.
Mehrere Ruten nebeneinander verlangen Ordnung. Wer zwei oder drei Montagen auslegt, stellt den Freilauf an allen Rollen gleich ein und merkt sich, welche Rute auf welche Entfernung fischt. Fällt nachts ein Anzeiger, zählt jede Sekunde: Rute greifen, Kurbel drehen, damit der Freilauf schließt, Schnur straffen, anhieben. Dieser Ablauf sitzt nach wenigen Nächten im Muskelgedächtnis und läuft dann auch im Halbschlaf zuverlässig ab.
Ein Ansitz dauert. Deshalb zählen beim Freilaufmodell Dinge, die bei einer Spinnrolle kaum auffallen: Der Umschalthebel muss im Dunkeln blind zu finden sein. Die Kurbel darf nicht von allein durchdrehen, wenn die Rute stundenlang auf der Auflage liegt. Und die Bremse soll nach dem Umschalten sofort den eingestellten Wert liefern, ohne dass erst nachgedreht werden muss. Wer die Kampfbremse schon vor dem Auswerfen festlegt, hat im entscheidenden Moment nur noch eine Handbewegung zu machen.
Beim Auslegen hilft eine feste Reihenfolge: Montage auswerfen, Schnur straffen, Rute ablegen, Bissanzeiger anhängen, Freilauf aktivieren, Rutenspitze ausrichten. Am Fluss wird der Freilauf etwas strammer gestellt, damit die Strömung die Spule nicht allein in Gang setzt. Im Stillwasser darf er leichter laufen. Beides ist in Sekunden angepasst, ohne die bereits gesetzte Kampfbremse anzurühren.
Pflege ist beim Ansitz vor allem Schmutzabwehr. Rollen, die im Gras oder auf Sand liegen, ziehen Körner an den Spulenrand. Vor dem Verstauen wird abgewischt, die Spule von Schnurresten befreit und die Rolle offen getrocknet, bevor sie in die Tasche kommt. Nach Nächten im Regen hilft eine Stunde bei Zimmertemperatur mehr als jedes Öl. Steht eine längere Pause an, wird die Kampfbremse gelöst und der Freilauf abgeschaltet.
Weitere Modelle mit Freilauf stehen in der Abteilung für Rollen mit Freilaufsystem. Wer schwerer auf Großfisch ausrichten möchte, schaut zusätzlich bei den Rollen für das Karpfenangeln vorbei; einen Überblick über das gesamte Programm geben die Angelrollen im Sortiment.
- Produktnummer SW19588
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer KDA157-3008
- Gewicht 0.461 kg
Herstellerangaben
Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen
Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/