1,49 €
- Produktnummer SW14964
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer LS-A700-04
- Gewicht 0.008 kg
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Mikado Fish Skin Rig Holo Heringsvorfach
Das Heringsangeln an der deutschen Ostseeküste lebt von dichten Schwärmen, die im Frühjahr und im Herbst nahe an die Molen, Brücken und Hafeneinfahrten ziehen. Genau dort spielt ein Vorfach dieser Bauart seine Stärke aus: Es wird an der Hauptschnur geführt, bleibt im Wurf schlank und bietet dem Fisch in derselben Wasserschicht mehrere Angriffspunkte. Mikado führt den Besatz unter dem Namen Fish Skin, kombiniert mit holografischen Elementen, die im Wasser Lichtreflexe streuen. Vom Kutter aus lässt sich das System ebenso einsetzen wie von der Mole, wo der Schwarm oft nur wenige Meter vor den Steinen steht.
In der Praxis entscheidet die Wasserschicht über den Erfolg. Hering steht je nach Jahreszeit, Tageslicht und Strömung flach unter der Oberfläche oder knapp über Grund. Bewährt hat sich ein Absenken in Stufen: absinken lassen, einige kurze Zupfer geben, kurz halten, dann wieder ein Stück tiefer arbeiten. Sobald die erste Berührung kommt, lohnt es, diese Tiefe über mehrere Würfe beizubehalten. Die kurzen, eher weichen Zupfer brauchen keine Kraft, denn die beweglichen Besätze arbeiten bereits bei geringer Bewegung der Rutenspitze. Beim Einholen nach einem Biss empfiehlt sich gleichmäßiger Druck ohne Pumpen, damit der weiche Heringsmund nicht ausschlitzt.
Die Jahreszeit bestimmt den Platz. Im Frühjahr ziehen die Schwärme zum Ablaichen in flache, geschützte Bereiche und stehen dann oft in Reichweite vom Ufer, also an Molenköpfen, Seebrücken und in Hafenbecken mit ausreichender Tiefe. Im Sommer verteilen sich die Fische weiträumiger, und das Boot bringt den Vorteil, Kanten und tiefere Rinnen abzusuchen. Im Herbst sammeln sich die Schwärme erneut, bevor sie ins tiefere Wasser abwandern. Ein Blick auf stehende Möwen oder auf Angler, die bereits Fische landen, führt in der Regel schneller zum Schwarm als langes Probieren an derselben Stelle.
Die optische Wirkung stammt aus dem Zusammenspiel von Besatz und Reflexfläche. Bei klarem Wasser und Sonne reicht oft ein zurückhaltendes Spiel, weil die Holo-Anteile schon bei kleinen Bewegungen blitzen. An trüben Tagen, in der Dämmerung oder bei aufgewühltem Küstenwasser darf die Führung deutlicher ausfallen, damit sich mehr Reize aufbauen. Mit mehreren Größen in der Tasche lässt sich die Signalstärke an die Bedingungen anpassen, statt gleich den Standort zu wechseln.
Die Serie steht in fünf Abstufungen bereit:
- Größe #00
- Größe #01
- Größe #02
- Größe #03
- Größe #04
Für die Auswahl gilt eine einfache Linie: kleinere Abstufungen passen zu vorsichtig beißenden, zögerlichen Schwärmen und zu feinem Gerät, größere Abstufungen zu kräftigeren Fischen, mehr Strömung und zu Ruten mit höherem Wurfgewicht. Viele Angler nehmen bewusst zwei benachbarte Größen mit und tauschen am Wasser, sobald die Bisse nur noch zupfend ausfallen. Eine Auswahl weiterer Modelle steht in der Kategorie Heringsvorfächer bereit.
Beschwert wird das System am unteren Ende. Üblich ist ein Blei oder ein kleiner Pilker, der das Vorfach straff hält und für Wurfweite sorgt. Ein kompakter Metallköder bringt zusätzlich Eigenbewegung in die Montage und wird vom Kutter aus gern verwendet, weil er die Schnur auch bei Drift senkrecht führt. Passende Modelle finden sich unter Pilker. Zwischen Hauptschnur und Vorfach sorgt ein Wirbel für weniger Drall, besonders wenn über viele Würfe gefischt wird.
Hängen mehrere Fische in der Montage, verändert sich der Drill deutlich. Das Gewicht verteilt sich auf mehrere Punkte, und jeder Fisch zieht in eine andere Richtung. Bewährt hat sich, die Rute flach zu halten und gleichmäßig einzuholen, ohne die Schnur zwischendurch zu entlasten. Am Bootsrand wird die Montage besser übernommen als hochgehoben: Wer die unteren Fische zuerst fasst, verliert die oberen seltener. An der Mole hilft ein Kescher mit langem Stiel, weil das Hochziehen über die Steine die größte Belastung für die Verbindungen bedeutet. Gefangene Heringe kommen am besten zügig in eine Kiste mit kaltem Wasser oder Eis, da die Qualität bei dieser Art schnell leidet.
Neben dem Hering sprechen auch andere Schwarmfische der Küste auf kleine, glänzende Besätze an. Wer im Sommer auf wandernde Makrelen trifft, fischt vergleichbare Systeme häufig etwas zügiger und mit kräftigerer Beschwerung; eigens darauf abgestimmte Montagen stehen unter Makrelenvorfächer. Für die Angelei auf Grundfische und für die Brandung lohnt ein Blick in die übrigen Meeressysteme, in denen die Montagen nach Zielfisch sortiert sind.
Zur Handhabung gehört die Ordnung an Bord. Vorfächer dieser Länge lassen sich nach dem Angeln am besten locker aufgerollt und einzeln verpackt lagern, damit sich die Schenkel nicht ineinander legen. Salzwasser sollte vor dem Verstauen mit Süßwasser abgespült werden, und feuchte Systeme trocknen besser offen als in der geschlossenen Box. Vor dem nächsten Einsatz empfiehlt sich ein kurzer Blick auf Hakenspitzen und Knotenstellen: Rechtzeitig erkannte stumpfe Spitzen verhindern später den Fischverlust. Mit dieser Routine bleibt ein Satz Vorfächer über mehrere Touren brauchbar und ist bei der nächsten Ausfahrt sofort einsatzbereit.
- Produktnummer SW14964
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer LS-A700-04
- Gewicht 0.008 kg
Herstellerangaben
Abramis Sp. z o.o.
ul. Łąkowa 52a
05-092 Łomianki
Polen
Tel: +48 22 751 74 97
Web: https://www.mikado.pl/