Mikado Bixlite Zander Spin 210 WG 7-28g
Mikado
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Beschreibung
Mikado Bixlite Zander Spin 210 WG 7-28g
Im Namen dieser Rute steht der Fisch, für den sie gedacht ist. Zander Spin verweist auf das Angeln mit Kunstködern auf Zander, und die Wurfgewichtsangabe 7 bis 28 Gramm passt zu dem, was bei dieser Angelei die meiste Zeit an der Schnur hängt: Gummifische von acht bis dreizehn Zentimetern an Jigköpfen zwischen sieben und einundzwanzig Gramm, dazu Gummifische am Systemkopf, Zocker und schlanke Wobbler für die Dämmerung.
Zanderangeln lebt vom Rhythmus. Der Köder wird geworfen, sinkt an gespannter Schnur, wird mit zwei oder drei Kurbelumdrehungen angehoben und darf wieder fallen. Der Biss kommt fast immer in der Absinkphase und fühlt sich nicht wie ein Ruck an, sondern wie ein kurzes Tippen oder wie plötzliche Leichtigkeit in der Schnur. Wer diesen Moment erkennen will, braucht eine straff gespannte Verbindung zum Köder: geflochtene Schnur ohne Dehnung, ein kurzes Vorfach und eine Rute, deren Wurfgewicht zum Jigkopf passt. Hängt ein 28-Gramm-Köder an einer zu leichten Rute, verschwimmt die Grundberührung; ein 7-Gramm-Kopf an schwerem Gerät ist umgekehrt kaum zu spüren.
Die Gewässer dieser Rute sind Flüsse mit Buhnenfeldern, Hafenbecken, Schleusenvorhäfen, Kanäle mit Steinschüttung und die tiefen Rinnen großer Seen. Die Hauptzeit beginnt, wenn das Laub fällt. Kaltes Wasser sammelt die Fische an wenigen Stellen, und von Oktober bis in den Winter gehören die Stunden um Sonnenuntergang und die erste Dunkelheit zu den fängigsten des Jahres. Genau deshalb gehört zu dieser Angelei warme, winddichte Kleidung, wie sie unter Angelbekleidung zu finden ist. Kalte Finger verhindern Bisse, weil die Hand die feinen Signale nicht mehr auflöst.
Die Variantenachse ist die Länge mit den Werten 2,10 m, 2,40 m und 2,70 m. Die kurze Länge spielt ihre Stärke dort aus, wo senkrecht unter der Rutenspitze gefischt wird, also vom Boot über der Fahrwasserkante, am Hafenponton oder an einer steilen Spundwand. Die mittlere Länge ist der Kompromiss für den Angler, der vom Ufer wirft und dabei auch einmal ins Boot steigt. Die lange Länge trägt den Köder über breite Buhnenfelder und hält beim Anschlag auf große Entfernung mehr Schnur aus dem Wasser.
Ein Vorfach gehört immer vor den Köder, denn dort, wo Zander stehen, schwimmen auch Hechte. Wer Gummifische mit mehreren Haken führt, prüft die Hakenspitzen regelmäßig an der Daumenkuppe und tauscht sie, sobald sie über Steinen stumpf geworden sind. Die passenden Köder und Jigköpfe in den nötigen Gewichtsstufen stehen unter Kunstköder.
Beim Landen entscheidet sich, ob der Fisch im Kescher oder im Wasser bleibt. Zander haben einen harten, knöchernen Kiefer; der Haken sitzt oft nur am Rand des Mauls. Ein großer, tiefer Kescher am langen Stiel ist deshalb kein Zubehör, sondern Pflichtausrüstung, besonders an hohen Ufern und Spundwänden. Modelle dazu finden sich unter Kescher & Netze, dazu gehören Kopflampe, Lösezange und ein Maßband für die Einhaltung des Schonmaßes.
Erfolg bei dieser Angelei hängt weniger am Köder als an der Stelle. Zander halten sich an Kanten auf, an denen flaches Wasser in tiefes übergeht, am Kopf einer Buhne, wo die Strömung eine Grube ausspült, an der Mündung eines Zulaufs, an Brückenpfeilern und an den Spundwänden von Hafenbecken. Hartgrund mit Steinen, Muscheln und Totholz ist ihnen lieber als weicher Schlamm. Im Dunkeln ziehen sie oft weit ins Flache und stehen dann über Bereichen, die am Tag unbeachtet bleiben. Auch Schleusenvorhäfen und die Kehrströmung hinter einem Wehr zählen zu den aussichtsreichen Plätzen. Ein Gewässer systematisch in Fächern abzuwerfen und die Absinkzeit mitzuzählen, bringt deshalb mehr Erkenntnis als häufiges Wechseln der Köderfarbe.
Weil ein großer Teil dieser Angelei in der Dunkelheit stattfindet, entscheidet Ordnung über das Tempo. Jigköpfe nach Gewicht sortiert, Gummifische flach liegend, Vorfächer vorgebunden und aufgerollt, dazu eine zweite Kopflampe mit frischen Batterien: wer so vorbereitet ist, wechselt den Köder in einer Minute statt in zehn und ist zur besten Zeit am Wasser und nicht in der Tasche unterwegs. Boxen und Rucksäcke, die sich dafür einteilen lassen, stehen unter Boxen & Taschen.
Nach einer Nacht am Wasser verlangt das Gerät kurze Aufmerksamkeit. Rute abspülen, trocknen, Schnur auf Beschädigungen durch Steine und Muschelkanten prüfen und die letzten Meter im Zweifel abschneiden. Diese zwei Minuten verhindern den Schnurbruch beim nächsten guten Fisch.
Produktdetails
- Produktnummer SW18640
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer WAA829-240
- Gewicht 0,176 kg