Mikado Bixlite Light Spin 183 WG 0.5-3g
Mikado
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Beschreibung
Mikado Bixlite Light Spin 183 WG 0.5-3g
Ein halbes Gramm am unteren Ende der Wurfgewichtsangabe beschreibt eine eigene Disziplin. Mit 0,5 bis 3 Gramm fällt diese Rute in das Ultraleichte, also in den Bereich der Mikroköder: Spinner der kleinsten Größen, Spoons von einem bis zweieinhalb Gramm, zwei bis fünf Zentimeter kurze Gummiköder an Jigköpfen von 0,6 bis 1,5 Gramm sowie winzige Wobbler und Crankbaits. Köder dieser Klasse lassen sich mit normalem Spinngerät kaum werfen, weil ihr Gewicht die Rute gar nicht belädt. Mit der Angabe Light Spin ordnet Mikado dieses Modell genau diesem feinen Spinnfischen zu.
Die Gewässer dazu sind klein und oft übersehen: schmale Bäche mit Kehrwasser hinter Steinen, der Graben am Ortsrand, die Hafenkante unter dem Ponton, der Vereinsteich am Abend und klare Kanäle, in denen Barsche jede groß geworfene Montage meiden. Dazu kommen Forellenanlagen, in denen leichte Spoons zu den bewährten Ködern gehören. Barsch, Bachforelle, Döbel, Hasel und an warmen Tagen auch Ukelei und Rotauge gehen auf Mikroköder, und jeder dieser Fische fühlt sich am leichten Gerät nach deutlich mehr an, als die Zahlen auf dem Maßband hergeben.
Die Variantenachse ist die Länge, zur Auswahl stehen 1,83 m, 1,98 m und 2,10 m. Die Abstände sind klein, die Wirkung am Wasser ist es nicht:
- 1,83 m ist die Länge für überwachsene Bäche, für Würfe aus dem Handgelenk unter Ästen hindurch und für das Pirschen auf wenigen Metern Abstand zum Fisch.
- 1,98 m bleibt handlich, gewinnt aber beim seitlichen Führen des Köders um Hindernisse herum ein Stück Spielraum.
- 2,10 m hilft am offenen Ufer von Teich und Kanal, wo etwas mehr Weite und mehr Kontrolle über die Schnur bei Seitenwind gebraucht werden.
Beim Zusammenstellen der Kombination ist die Schnur der entscheidende Baustein. Zu dicke Schnur bremst Köder dieses Gewichts im Flug und verhindert, dass sie überhaupt auf Distanz kommen. Sehr dünne geflochtene Schnur oder feines monofiles Material bringen die nötige Weite und melden gleichzeitig das zarte Ansaugen eines Barsches. Davor gehört ein feines Fluorocarbonvorfach, das im klaren Wasser kleiner Gewässer weniger auffällt. Die Auswahl dazu findet sich unter Angelschnur. An der Rolle genügt eine kleine Stationärrolle mit feinfühlig einstellbarer Bremse, denn gebremst wird hier über die Rute und nicht über Kraft.
Mikroköder arbeiten anders als große Köder. Ein Spoon wird quer zur Strömung eingeworfen und flattert in langsamem Zug durch das Kehrwasser, ein Spinner läuft knapp unter der Oberfläche an der Krautkante vorbei, und ein kleiner Gummifisch darf nach dem Auftreffen zunächst einfach absinken, weil der Biss oft genau dann kommt. Passende Köder in diesen Größen stehen unter Kunstköder, und die feinen Kleinteile dafür, von winzigen Wirbeln bis zu leichten Jigköpfen, sind über Angelzubehör erreichbar.
Drei Fehler ziehen sich durch das leichte Spinnfischen. Der erste ist das Überladen: ein 5-Gramm-Köder liegt über der Angabe und hat an dieser Rute nichts zu suchen. Der zweite ist der harte Anschlag; bei kleinen Haken und feinem Vorfach genügt ein zügiges Anheben der Rute, alles darüber reißt aus. Der dritte ist das Herausheben des Fisches über die Rutenspitze, das kleine Ruten unnötig belastet. Mit einem kleinen Kescher oder einem nassen Griff ins Wasser ist der Fisch schneller gelandet und bleibt unbeschadet.
Weil diese Angelei aus Bewegung besteht, ist die Ausrüstung bewusst klein: eine flache Box mit Spoons und Jigköpfen, eine Rolle Vorfachmaterial, Zange und Maßband in der Hüft- oder Schultertasche, mehr braucht ein Nachmittag am Bach nicht. Taschen in passendem Format finden sich unter Boxen & Taschen.
Der Wasserstand steuert diese Angelei stärker als der Kalender. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze steht ein Bach trüb und hoch, dann stehen die Fische am Rand und hinter Strukturen, und ein etwas schwererer Köder am oberen Rand der Angabe hält die Spur. Im Sommer fällt das Wasser, es wird klar, und die Fische reagieren nur noch auf die kleinsten Köder, dafür bis in die Dämmerung hinein. Im Herbst sind kurze Abschnitte mit tieferen Gumpen die Adressen, im Winter ruht diese Angelei an vielen Gewässern wegen der Schonzeiten ohnehin.
Bei Transport und Lagerung verdient die feine Spitze Aufmerksamkeit, weil sie dünner ausfällt als an kräftigerem Gerät. Sie gehört in ein Futteral und nicht lose in den Kofferraum, in dem Kescherstiel und Kescherrahmen darauf drücken. Nach dem Einsatz abspülen, trocknen lassen, Schnur regelmäßig prüfen: so bleibt die Kombination über Jahre fischbereit, gleich welche der drei Längen gewählt wurde.
Produktdetails
- Produktnummer SW18814
- Hersteller Mikado
- Herstellernummer WAA858-210
- Gewicht 0,108 kg