Jenzi Vorfach für Butt, Aal und Dorsch
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi Vorfach für Butt, Aal und Dorsch
Der Kalender bestimmt bei dieser Montage, wann sie zum Zug kommt. Ab dem Spätsommer zieht die Flunder in die flachen Bereiche vor der Küste, im Herbst folgt die Zeit, in der das Brandungsangeln von der Ostsee bis zur Nordseeküste seinen Höhepunkt erreicht. Der Aal beißt in den warmen Monaten vor allem nach Sonnenuntergang, wenn die Brandung ruhig läuft und der Köder lange liegen darf. Der Dorsch kommt bei kühlem Wasser dicht unter Land, besonders bei auflaufendem Wasser und in den Stunden um die Dämmerung. Dieselbe Grundmontage begleitet damit drei sehr unterschiedliche Angeltage, von der langen Nacht am Strand bis zur kurzen Ausfahrt im Kleinboot.
Angeboten wird das Vorfach in zwei Ausführungen. mit Perlen setzt einen zusätzlichen Reiz direkt am Köder: Die Körper bringen Farbe in trübes Wasser und halten den Köder etwas vom Grund ab, was bei weichem Sand und bei Schlick hilft. ohne Perlen ist die zurückhaltende Lösung für klares, ruhiges Wasser und für scheue Fische in flacher Brandung, und sie liegt beim Nachtangeln auf Aal sauberer am Grund. Wer unsicher ist, nimmt von beidem etwas mit und wechselt nach der ersten Stunde.
Am Strand beginnt der Angeltag mit der Wahl des Platzes. Eine Rinne hinter der ersten Sandbank sammelt Nahrung und führt Plattfische entlang, eine Mündung oder ein Buhnenfeld bringt Bewegung ins Wasser und zieht Dorsche an. Geworfen wird in die Rinne und nicht blind auf Weite, denn der Fisch sucht die Kante und nicht die freie Fläche. Zwei Ruten in unterschiedlicher Entfernung zeigen innerhalb der ersten Stunde, welche Strecke an diesem Abend trägt.
Die Stunden nach Sonnenuntergang bringen in der Brandung die meiste Bewegung. Mit dem letzten Licht rücken Plattfische in das flache Wasser, danach folgt beim Aal die ruhige Phase der Nacht. Ein Knicklicht an der Rutenspitze hilft beim Erkennen des Bisses, ohne das Wasser auszuleuchten. Starke Lampen am Ufer vertreiben Fische aus dem flachen Bereich, weshalb die Stirnlampe nur zum Beködern angeht.
Die Zielfische stellen verschiedene Ansprüche an die Köderführung. Flundern suchen den Grund ab und nehmen den Köder im Liegen, weshalb die Montage nach dem Wurf ruhig bleibt und nur selten um ein kurzes Stück versetzt wird. Der Aal braucht Geruch und Ruhe, also einen kräftigen Wurmköder und eine Rute im Ständer mit leicht durchhängender Schnur. Der Dorsch dagegen reagiert auf Bewegung und auf Kontrast, sodass sich bei ihm ein gelegentliches Anheben lohnt. In allen drei Fällen entscheidet die Lage des Köders am Grund über den Erfolg, nicht die Menge an Gerät.
- mit Perlen für trübes Wasser und weichen Grund
- ohne Perlen für klares Wasser und ruhige Nächte
In der Handhabung ist die Montage unkompliziert. Sie wird an der Hauptschnur eingehängt, das Blei kommt an das untere Ende, und beködert wird erst unmittelbar vor dem Wurf, damit der Köder frisch bleibt. Beim Werfen hängt der Köder nahe am Blei, damit er den Flug übersteht; ein Beschleunigen über die ganze Rutenlänge schont Schnur und Knoten. Am Strand liegt die Rute hoch im Ständer, von Boot oder Mole aus genügt ein kurzes Nachlassen, bis das Blei Halt findet.
Zwischen den beiden Ausführungen liegt allein der zusätzliche Reiz am Köder. Deshalb werden sie am besten im Wechsel gefischt: eine Rute mit Perlen, eine ohne, und nach einer Stunde entscheidet der Fang über die zweite Hälfte des Abends. Bei auflaufendem Wasser und aufgewühltem Sand setzt sich die auffälligere Lösung meist durch, in klarer Ruhe die schlichte.
Vom Kleinboot und von der Mole aus ändert sich die Handhabung. Dort wird nicht geworfen, sondern das Blei senkrecht abgelassen, bis es Halt findet, und die Schnur anschließend leicht gespannt gehalten. In der Strömung an einer Hafeneinfahrt reicht ein kurzes Nachgeben, damit die Montage sich legt. Der Biss zeigt sich dann als Zupfen in der Rutenspitze und nicht als weiter Ausschlag.
Im Shop steht die Montage unter Dorschvorfächer. Wer vom Strand aus auf große Weite fischt, findet die dafür gebauten Einheiten im Bereich Brandungsvorfächer, und für die gezielte Plattfischangelei mit beweglichem Metall lohnt der Blick auf die Buttlöffel. Grundlagen zum eigenen Beködern zeigen die Naturködersysteme.
Als Köder haben sich Wattwurm, Seeringelwurm und Heringsfetzen bewährt, je nach Fisch und Jahreszeit. Für Flundern reicht ein kurzer Wurm, für den Aal darf es ein dickes Bündel sein, und Dorsche nehmen einen kräftigen Fischstreifen gern an. Nach dem Angeln wird die Montage mit Süßwasser abgespült und gestreckt getrocknet; Sandkörner in den Verbindungen sorgen sonst für Verschleiß. Aufgehängt in einer flachen Mappe bleibt sie ohne Knoten und ist beim nächsten Mal sofort bereit. Ein kleiner Vorrat ist sinnvoll, denn Muschelbänke und Steinpackungen fordern Haken und Knoten, und in der Dunkelheit ist eine fertige Einheit schneller eingehängt als eine neu gebundene.
Produktdetails
- Produktnummer 64864
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7700004
- Gewicht 0.0127 kg