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Jenzi Pilk-Dorsch-Vorfach 2 Arme

Beschreibung

Jenzi Pilk-Dorsch-Vorfach 2 Arme

Wer vom Kutter oder vom Kleinboot auf Dorsch pilkt, hängt oberhalb des Pilkers gern ein Beifängersystem ein. Das Pilk-Dorsch-Vorfach von Jenzi ist dafür gebaut: Zwei Arme stehen vom Hauptstrang ab und tragen die Köder in einem Abstand, der sie frei im Wasser arbeiten lässt, ohne dass sie sich in die Schnur legen.

Geführt wird die Familie über die Achse Farbe mit den Werten Glow, Japanrot und Pink Silberglitter. Jeder dieser Farbwerte hat seine Lage: Glow spielt seine Stärke in tiefem oder trübem Wasser aus, Japanrot ist der klassische Reizton am Dorschfisch, und Pink Silberglitter gibt zusätzliche Lichtblitze, wenn Sonne auf die Wasserfläche fällt. Viele Angler führen mehrere Farbwerte an Bord mit und tauschen, wenn eine Weile nichts geht.

Die Montage wird zwischen Hauptschnur und Pilker geschaltet. Der Pilker übernimmt das Gewicht und bringt das System in die Tiefe, die beiden Arme bieten darüber die Köder an. Beim Absinken und beim Führen der Rute pendeln sie seitlich aus, und genau diese Bewegung reizt Dorsche zum Zupacken. Pilker in verschiedenen Formen stehen in der Abteilung Pilker.

Gefischt wird das System in der Ostsee, an Steilkanten und über Riffen, auf der Nordsee an Wracks und Kiesgründen sowie in den norwegischen Fjorden. Zielfisch ist zuerst der Dorsch, doch gehen auch Wittling, Köhler und mitunter Makrele auf die Arme. Vom driftenden Boot deckt man mit dieser Montage während eines Drifts eine lange Strecke Grund ab.

Hinweise für die Praxis an Bord:

  • System gestreckt ins Wasser geben, nie als Bündel
  • Pilker erst anhängen, wenn das Vorfach frei hängt
  • Grundkontakt halten und die Rute ruhig führen
  • Bei Doppelfischen den Kescher oder Gaff nutzen
  • Nach Grundkontakt die Knoten und Arme prüfen

Leuchtende Köder laden sich an Tageslicht oder mit einer Lampe auf. Ein kurzes Beleuchten vor dem Absenken bringt den Glow-Ton auf seine Wirkung, besonders in den ersten und letzten Stunden des Tages und in größerer Tiefe, wo rote Farbanteile verschwinden. Japanrot und Pink Silberglitter arbeiten dagegen mit Kontrast und Reflexion und sind im oberen Wasser und bei klarer Sicht stark.

Beim Gerät passen eine Pilkrute mit Rückgrat und eine robuste Rolle mit ausreichend geflochtener Schnur. Weil die Bisse in der Tiefe weich ausfallen, hilft eine Schnur ohne Dehnung bei der Übertragung. Ein kurzes Stück harte Schnur vor dem System schützt vor Scheuerstellen an Muscheln und Wrackteilen.

Vergleichbare Montagen für andere Zielfische und Gewässer sind bei den Dorschvorfächern versammelt. Wer nur einen einzelnen Arm oberhalb des Pilkers möchte, findet die passenden Einheiten unter Seitenarmmontage.

Nach dem Törn verlangt Salzwasser Aufmerksamkeit. Das System in Süßwasser ausspülen, abtropfen lassen und offen trocknen, bevor es in die Box kommt. Feucht verpackte Haken rosten innerhalb weniger Tage, und ein rostiger Haken greift nicht mehr sauber. Danach gestreckt in eine lange Tasche oder um ein Wickelbrett legen.

Auf dem Kutter bewährt sich ein kleiner Vorrat in mehreren Farben, da Verluste am Grund zum Pilken gehören. Weitere Systeme mit mehreren Armen sind unter Beifängermontagen eingeordnet.

Der Ablauf während einer Drift ist stets ähnlich: absenken, Grund fühlen, einige Kurbelumdrehungen anheben, die Rute ruhig führen und zwischendurch den Kontakt zum Grund erneuern. Steht der Dorsch dicht über dem Sand, reicht ein knapper Abstand; zieht er höher, arbeitet man zwei Meter über Grund. Die beiden Arme bieten dabei zwei Reize auf unterschiedlicher Höhe an, ohne dass eine zweite Rute nebenher laufen muss.

Zum Umgang an Bord gehört Platzdisziplin. Mehrere Angler an der Reling bedeuten viele Schnüre im Wasser, und ein System mit Armen verheddert sich schneller als ein nackter Pilker. Darum senkt man gerade ab, hält den Pilker beim Einholen frei und legt das System in der Pause gestreckt an die Bordwand, nicht in einen Haufen.

Wind und Welle entscheiden über das Gewicht am Pilker. Bei starker Drift braucht es mehr Gewicht, damit das System senkrecht unter dem Boot bleibt; bei ruhiger See genügt weniger, und die Arme spielen freier. Der Grundkontakt ist die Richtschnur, denn wer ihn nicht mehr fühlt, fischt zu leicht.

Vom Ufer aus hat diese Montage ihre Grenzen. Sie ist für das senkrechte Fischen vom Boot gebaut und entfaltet dort ihre Wirkung. An der Brandung und von der Mole kommen Systeme zum Einsatz, die auf Wurfweite und Grundblei abgestimmt sind.

Für die Fahrt an sich gilt der Rat, die Systeme vorbereitet mitzunehmen. An Bord ist es eng, das Deck bewegt sich, und das Binden von Armen zwischen zwei Driften bringt wenig Freude. Ein fertiges Vorfach aus der Tasche zu nehmen und einzuklinken, dauert einen Augenblick, und die Rute fischt wieder, während der Kutter noch auf Position liegt.

Insgesamt ist dieses Vorfach eine schlichte, zweckmäßige Lösung für das Pilken auf Dorsch: zwei Arme, abgestufte Farbwerte und ein Aufbau, der sich mit jedem gängigen Pilker verbinden lässt.

Produktdetails

  • Produktnummer SW23781.1
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 7686004
  • Gewicht 0.0254 kg

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