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- Produktnummer SW24226
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7085012
- Gewicht 0.0021 kg
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Jenzi Stahlvorfach 7x7 No-Knot 50 cm
Weich, biegsam und trotzdem zahnfest: Das 7x7 aus der No-Knot-Reihe von Jenzi folgt einer anderen Linie als ein steifer Einzelstrang. Neunundvierzig feine Drähte sind in sieben Litzen zu je sieben Drähten verseilt, und dieses mehrlagige Geflecht nimmt jede Bewegung des Köders mit, anstatt sie zu bremsen.
Genau darum geht es beim Angeln mit natürlich arbeitenden Ködern. Ein Köderfisch an der Pose, ein langsam geführter Gummifisch oder ein kleiner Wobbler reagiert spürbar auf die Steifigkeit des Endstücks. Das biegsame Geflecht hängt lose durch, dreht sich mit und legt dem Köder keinen Widerstand in den Weg, sodass auch zurückhaltende Fische den Happen ohne Misstrauen nehmen.
Die Führung der Litze durch die Finger zeigt den Unterschied sofort. Während ein Eindrahtgeflecht eine Form behalten will, fällt das 7x7 weich zurück und lässt sich auch nach engen Radien wieder strecken. Kleine Schlaufen im Vorfach bleiben deshalb seltener dauerhaft stehen, und das Material geht nach einem Drill meist unverformt zurück in die Tasche.
50 cm sind für diese Bauart eine gut gewählte Länge. Der Abschnitt reicht weit genug, um Maul und Kiemen eines kräftigen Raubfischs zu überbrücken, und er bleibt kurz genug, damit die Montage beim Werfen nicht pendelt. Bei der Grundangelei auf Wels oder beim Ansitz mit zwei Ruten lässt sich die Strecke außerdem ohne Umbauten in bestehende Systeme einhängen.
Welche Tragkraft an die Rute kommt, richtet sich nach Zielfisch und Gewässer. Die Serie bietet 6 Kg, 9 Kg, 12 Kg, 15 Kg und 20 Kg und reicht damit von der feinen Barschmontage bis zu schweren Ansätzen auf Großfisch. Ein Querschnitt mehrerer Abstufungen in der Tasche macht Improvisieren am Wasser unnötig.
Im Fluss arbeitet die biegsame Litze mit der Strömung. Ein Köderfisch an der Strömungskante bewegt sich auf dem weichen Geflecht lebhafter, und in Buhnenfeldern passt sich der Strang dem Zug um Steine und Kanten an. Am stehenden Wasser spielt die Bauart ihre Stärke beim langsamen Einholen aus, wenn der Köder mit kleinen Impulsen geführt wird. Das übrige Sortiment dieser Warengruppe steht im Bereich Stahlvorfach.
Bei der Verbindung zur Hauptschnur haben sich einige Punkte bewährt:
- die Montage über einen Wirbel einhängen, damit sich rotierende Köder nicht in die Hauptschnur übertragen
- bei Hängergrund eine Abstufung höher greifen als am freien Ufer
- die Litze nach jedem Fisch auf aufgedrehte Drähte und Knoten im Geflecht prüfen
- im Zweifel austauschen, denn ein beschädigtes Endstück versagt beim nächsten harten Biss
Die Abstufungen folgen einem klaren Muster. Der leichte Wert gehört an die feine Rute, wenn Barsche und kleine Zander im Vordergrund stehen und ein Hechtbiss nur als Beifang zu erwarten ist. Die mittleren Werte decken den Alltag am See und am Kanal ab. Die kräftigen Abstufungen sind für Großhecht, Wels und schwere Köderfischmontagen gedacht, bei denen am Ende eines langen Drills viel Last auf der Verbindung liegt.
Beim Ansitz mit zwei oder drei Ruten zeigt sich ein weiterer Vorteil dieser Machart. Weil das Geflecht nicht steif absteht, liegen die Montagen am Grund flach und ruhig, und ein aufnehmender Fisch zieht keinen sperrigen Draht hinter sich her. Der Widerstand bleibt gering, bis der Bissanzeiger anspricht, was besonders bei zurückhaltend beißenden Herbstfischen den Unterschied macht.
Auch im Brackwasser und an der Küste hat die Bauart ihren Platz. Beim Spinnfischen auf Hornhecht und beim Angeln mit Fischfetzen vom Boot schirmt das Geflecht die Schnur gegen Zähne und raue Kiemenränder ab, ohne das Spiel leichter Köder zu bremsen. Nach einem Tag im Salzwasser braucht es dann allerdings mehr Zuwendung als nach einem Nachmittag am Weiher.
Die Verbindung zum Köder richtet sich nach der Angelei. Beim Spinnfischen hängt der Kunstköder frei beweglich am Ende, beim Köderfischangeln sitzt eine kurze Hakenmontage daran. In beiden Fällen bleibt das Endstück das Bauteil, das zuerst geprüft wird, denn ein Abschnitt, der einen Drill überstanden hat, ist nicht automatisch für den nächsten gut.
Als Hauptschnur eignet sich ein Geflecht mit wenig Dehnung, weil es die Impulse der Rute durch das weiche Vorfach hindurch sauber an den Köder weitergibt. Passende Rollenfüllungen und Zwischenstücke stehen im Bereich Geflochtene Vorfachschnur. Monofile Lösungen für den Ansitz und als Puffer vor dem Blei finden sich unter Monofile Vorfachschnur.
Die Pflege unterscheidet sich kaum von anderen Stahlvorfächern, wird bei einem mehrlagigen Geflecht aber wichtiger. Sand und Salz setzen sich zwischen die feinen Drähte und arbeiten dort weiter, deshalb spült man die Litze nach einem Tag an der Küste gründlich mit klarem Wasser ab und lässt sie an der Luft trocknen, bevor sie in die geschlossene Box kommt.
Für die Aufbewahrung reicht eine Vorfachtasche mit langen Fächern. Da sich das 7x7 weich zusammenlegen lässt, nimmt es auch in einer kleinen Tasche wenig Platz ein, doch starke Knäuel sollte man vermeiden: Verdrehungen im Geflecht lassen sich später schwerer wieder herausziehen als eine einfache Schlaufe im Einzelstrang.
Wer das Thema Bissfestigkeit auf mehreren Wegen abdecken möchte, ergänzt dieses Geflecht um ein Kevlarvorfach für besonders weich fallende Montagen. In der Summe ergibt das ein Endstücksortiment, das vom vorsichtigen Barschbiss bis zum Hechtschlag am Totholz jede Lage am Wasser abdeckt.
- Produktnummer SW24226
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7085012
- Gewicht 0.0021 kg
Herstellerangaben
Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland
Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com