Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Jenzi Pilk- und Dorschpaternoster

Beschreibung

Jenzi Pilk- und Dorschpaternoster

Auf der Ostsee und vor der norwegischen Küste läuft das Dorschangeln meist nach demselben Muster ab: Der Pilker geht zu Boden, und oberhalb davon arbeitet ein Beifänger mit. Für diese zweite Ebene der Montage ist das Pilk- und Dorschpaternoster von Jenzi gebaut. Es sitzt zwischen Hauptschnur und Pilker und bringt einen zusätzlichen Reiz ins Spiel, ohne dass die Führung des Bleikörpers darunter leidet.

Der Vorteil dieser Anordnung liegt in der Bewegung. Während der Pilker beim Absinken taumelt und beim Anheben Druckwellen erzeugt, folgt der Beifänger derselben Bewegung mit Verzögerung. Für den Dorsch entsteht so der Eindruck eines kleineren Fisches, der einem größeren folgt oder vor ihm flieht. Viele Fische greifen genau deshalb oberhalb des Pilkers zu, auch dann, wenn der Pilker selbst mehrfach unbeachtet durch das Wasser gezogen wurde.

Angeboten wird das Paternoster in zwei Farbausführungen, und die Wahl zwischen ihnen richtet sich nach Tiefe und Licht. Die Ausführung orange spielt ihre Stärke dort aus, wo noch Restlicht ankommt: im flacheren Wasser über Riffkanten, an hellen Tagen und in der ersten Phase der Drift, solange die Sonne hoch steht. Orange bleibt in den oberen Wasserschichten lange als kräftiger Farbreiz erkennbar und hebt sich gut vom bläulich gefilterten Hintergrund ab.

Die Variante Luminous ist nachleuchtend. Sie nimmt Licht auf und gibt es im Dunkeln wieder ab, was sie überall dort nach vorn bringt, wo kaum noch etwas durchdringt: in großer Tiefe, bei trübem Wasser, in der Dämmerung und beim Nachtangeln. Vor dem Ablassen bekommt sie am besten eine kurze Aufladung an einer Lampe oder am Tageslicht, dann steht die Leuchtkraft gleich zu Beginn des Absinkens zur Verfügung. Bei langen Driften über tiefem Grund wird die Aufladung zwischendurch wiederholt.

In der Praxis bewährt es sich, beide Farben an Bord zu haben und nach den ersten Driften zu entscheiden. Fängt das Boot in zwanzig Metern, läuft orange oft gleichwertig mit; geht es auf achtzig Meter oder tiefer hinunter, liegt die nachleuchtende Ausführung meist vorn. Auch die Reaktion der Fische gibt Hinweise: Bleiben Anfasser aus, ist ein Farbwechsel häufig wirkungsvoller als ein Wechsel des Pilkers. Dazu kommt die Jahreszeit. Nach Stürmen und in den dunklen Monaten steht oft trübes Wasser an, in dem die nachleuchtende Ausführung schneller gefunden wird, während in klaren Sommerphasen über flachem Grund der kräftige Farbton genügen kann.

Vom driftenden Boot aus verändert sich der Winkel der Schnur fortlaufend. Zu Beginn der Drift steht die Montage noch fast senkrecht unter dem Kiel, später läuft sie schräg weg, und der Kontakt zum Grund geht verloren. Deshalb wird regelmäßig nachgeführt: etwas Schnur geben, den Grund neu suchen, dann wieder anheben. Der Beifänger arbeitet in dieser Phase besonders auffällig, weil er beim Nachlassen seitlich ausschwenkt und der Montage erst verzögert folgt.

Neben dem Dorsch greifen weitere Arten oberhalb des Pilkers zu. Köhler und Wittling nehmen den Beifänger häufig im Aufstieg, Plattfische dagegen eher kurz über Grund. Entsprechend verändert sich die Führung: Ein zügiger, hoher Zug spricht die im Freiwasser jagenden Arten an, während kurze Hübe dicht über dem Boden die grundnahen Fische erreichen. Der Biss auf den Beifänger fällt dabei oft weniger deutlich aus als der harte Schlag auf den Pilker. Häufig fühlt er sich nur nach zusätzlichem Gewicht an, manchmal setzt die gewohnte Bewegung schlicht aus; in beiden Fällen genügt es, die Rute ruhig anzuheben und Druck aufzubauen.

  • Beifänger oberhalb des Pilkers montieren und die Montage beim Absinken auf Spannung halten
  • Luminous vor dem Ablassen aufladen und die Aufladung bei tiefen Driften wiederholen
  • Bei viel Licht und geringer Tiefe zuerst orange testen
  • Hängen zwei Fische zugleich, den Drill ruhiger führen und auf gleichmäßigen Druck achten
  • Nach dem Törn mit Süßwasser abspülen und vollständig trocknen lassen

Die Pflege ist schnell erledigt und verlängert die Einsatzdauer deutlich. Salzwasser greift Metallteile an, deshalb gehört jede Meeresmontage nach dem Angeltag unter klares Wasser und anschließend offen zum Trocknen. Erst danach zurück in die Tasche, sonst bleibt Feuchtigkeit in der Verpackung stehen.

Passende Ergänzungen finden Sie in unserem Bereich für Dorschvorfächer in verschiedenen Ausführungen sowie bei den Pilkern für Ostsee und Norwegen. Einen Überblick über die gesamte Bandbreite gibt die Auswahl an Meeressystemen für das Angeln vom Boot.

Produktdetails

  • Produktnummer SW24756
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 7753004
  • Gewicht 0.0127 kg

Passend dazu

Ähnliche Produkte

Mehr aus Dorschvorfächer – ausgesucht für draußen, vom Ufer bis ins Revier.