Jenzi Dorsch- und Schellfisch-Vorfach
Jenzi
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Beschreibung
Jenzi Dorsch- und Schellfisch-Vorfach
Dorsch und Schellfisch halten sich am Grund auf, häufig in Tiefen, in die nur noch wenig Tageslicht reicht. Dieses Vorfach von Jenzi ist auf die beiden Arten ausgelegt und setzt dort an, wo das Angeln in der Tiefe zuerst an Grenzen stößt: bei der Sichtbarkeit des Köders.
Mit jedem Meter Wassersäule verschwindet ein Teil des Farbspektrums. Rot und warme Töne verlieren zuerst an Wirkung, kühle Töne halten länger, und in großer Tiefe bleibt vor allem Helligkeit als Unterscheidungsmerkmal. Ein Vorfach für diese Zone muss deshalb nicht bunt sein, sondern hell und eigenleuchtend. Genau darauf zielen die beiden Ausführungen dieser Familie.
Als Variantenachse steht die Farbe zur Wahl:
- Orange: kräftiger, warmer Ton, der im flacheren und mittleren Tiefenbereich sowie bei einfallendem Licht einen klaren Kontrast gegen den dunklen Grund setzt
- Glow: nachleuchtende Ausführung für große Tiefe, Dämmerung und Nachtstunden, die ihr Licht aus vorherigem Aufladen bezieht
Die Glow-Ausführung nimmt Licht auf und gibt es anschließend über eine Weile wieder ab. Vor dem Absenken kurz an eine Lampe gehalten, startet sie mit voller Leuchtkraft; nach längerer Standzeit in der Tiefe wird sie beim nächsten Einholen erneut aufgeladen. Orange und Glow ergänzen sich dabei im Wechsel: Solange Licht von oben einfällt, trägt Orange, mit abnehmender Helligkeit übernimmt Glow.
Die Sichtbarkeit wirkt nicht allein über die Farbe. Entscheidend ist der Kontrast zum Hintergrund: Über hellem Sand hebt sich ein warmer Ton deutlicher ab, über dunklem Hartgrund und in der Dämmerung gewinnt das Eigenleuchten. Auch das Wasser selbst spielt mit — nach Sturm und in Mündungsbereichen trägt getrübtes Wasser weniger Licht, dann rückt die nachleuchtende Ausführung schon im mittleren Tiefenbereich nach vorn.
Zwischen den beiden Zielfischen gibt es Unterschiede, die sich auf die Führung auswirken. Dorsch nimmt den Köder häufig in kurzem Abstand über dem Grund und reagiert auf Bewegung; Schellfisch sucht gründlicher und nimmt ruhiger auf, oft unmittelbar am Boden. Ein Vorfach, das beide Arten bedient, wird deshalb in der Höhe variiert: Erst wird der Bodenkontakt gesucht, dann in kleinen Schritten angehoben, bis eine der beiden Arten antwortet.
Gefischt wird vom Kutter, vom Kleinboot und bei der Drift über Grundstrukturen. Beim Driften wandert die Montage über den Boden, deckt Strecke ab und trifft wechselnde Tiefen; vor Anker steht sie an einer Stelle, und die Leuchtkraft übernimmt die Arbeit. In der dunklen Jahreszeit und in den frühen Morgenstunden spielt die nachleuchtende Ausführung ihre Stärke aus, an klaren Tagen im flacheren Wasser steht Orange vorn.
Beim Zusammenstellen der Montage gehört das Gewicht zur Rechnung. Es muss die Tiefe schnell erreichen und den Strang gegen die Drift gestreckt halten, damit das Vorfach in der vorgesehenen Höhe arbeitet. Wird zu leicht gefischt, steigt die Montage in der Strömung auf und verlässt die Zone, in der Dorsch und Schellfisch stehen. Mit passendem Gewicht bleibt die Leuchtfläche dort, wo sie gesehen wird.
Der Grundkontakt bestimmt Erfolg und Risiko gleichermaßen. Über Sand und Kies darf die Montage auftippen, über Steinen und Wracks bleibt sie eine Spanne darüber. Ein gestreckter Strang überträgt den Biss sofort auf die Rutenspitze, ein durchhängender schluckt ihn. Bei Drift über wechselndem Grund wird die Tiefe laufend nachgeführt, damit das Vorfach nicht in Strukturen gerät.
Für den Umgang mit den Fischen am Haken gilt ein eigener Punkt. Beide Arten kommen aus der Tiefe und werden zügig nach oben gebracht, der Strang bleibt dabei durchgehend unter Zug. Werden mehrere Meter nachgelassen, lösen sich Haken bei bodennah gefangenen Fischen besonders leicht. Ein ruhiger, gleichmäßiger Kurbelrhythmus bringt die Montage verlässlicher nach oben als ein Wechsel aus Pumpen und Nachlassen.
Über den Angeltag verteilt bewährt sich ein Wechsel nach Plan. Die ersten Abstiege gehören der Ausführung, die zum Licht passt; bleibt die Reaktion aus, wird nicht die Stelle, sondern zuerst die Farbe gewechselt. Erst wenn beide Ausführungen über mehrere Abstiege ohne Antwort bleiben, wird der Platz verlassen. So lässt sich unterscheiden, ob die Sichtbarkeit oder der Fischbestand am Platz die Ursache ist. Nach dem Einsatz folgen klares Wasser und Trocknen an der Luft; die nachleuchtende Ausführung wird hell aufbewahrt, damit sie beim ersten Abstieg sofort arbeitet.
Bei purewild.de ist die Familie in der Abteilung Dorschvorfächer eingeordnet und über den Bereich Meeressysteme erreichbar. Weitere Köder für die Tiefe stehen unter Kunstköder, das vollständige Programm im Hauptbereich Angeln. Die Varianten laufen unter SW23785.1 und SW23786.
Produktdetails
- Produktnummer SW23785.1
- Hersteller Jenzi
- Herstellernummer 7723003
- Gewicht 0.0318 kg