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Jenzi 3-D Fischaugen
Jenzi 3-D Fischaugen

Jenzi 3-D Fischaugen

Das Auge ist am Kunstköder der Punkt, auf den ein Raubfisch zielt. Viele Angriffe gehen genau auf diese Stelle, weil Hecht, Barsch und Zander beim Beutefisch nach dem Kopf greifen. Im Köderbau sind Augen deshalb kein Beiwerk, sondern das Bauteil, das aus einem lackierten Körper einen Köder mit Gesicht macht. Die 3-D Fischaugen von Jenzi sind für genau diesen Arbeitsschritt gedacht.

Zwei Achsen führen zur passenden Wahl: der Durchmesser und die Farbe. Beim Durchmesser stehen drei Größen zur Verfügung:

  • 6,3mm für kleine Köder, Jigköpfe, Streamer und schlanke Kunstköder
  • 7,9mm für mittlere Körper, etwa gegossene Gummiköder und Blinker
  • 9,5mm für große Köder, breite Köpfe und Hechtmodelle

Als Faustregel gilt, dass das Auge etwa ein Viertel bis ein Drittel der Kopfhöhe einnehmen darf. Fällt es kleiner aus, verliert der Kopf seine Wirkung; fällt es zu groß aus, wirkt der Köder im Wasser gestaucht. Wer unsicher ist, legt die drei Durchmesser 6,3mm, 7,9mm und 9,5mm trocken auf den Rohling und entscheidet nach dem Bild von der Seite, nicht von oben.

Bei der Farbe stehen Silber, rot und Fluo Grün zur Wahl, und jede Richtung hat ihre Aufgabe. Silber bleibt am nächsten an der Natur und passt zu Köderkörpern, die einen Weißfisch nachbilden sollen. Rot setzt einen deutlichen Reizpunkt am Kopf und ergänzt dunkle oder braune Lackierungen. Fluo Grün bringt einen leuchtenden Akzent ins trübe Wasser und in die Dämmerung, wo ein natürliches Auge in der Fläche untergeht.

Beim Finish entsteht die Wirkung durch das Zusammenspiel von Lackierung und Auge. Ein silbern geflankter Körper mit silbernem Auge in 7,9mm ergibt ein geschlossenes, ruhiges Bild. Derselbe Körper mit rotem Auge in 6,3mm wirkt angriffslustiger und zeigt eine klare Zielmarke. Große, dunkel lackierte Hechtköder tragen 9,5mm in Fluo Grün, damit der Kopf auch in angetrübtem Wasser erkennbar bleibt.

Der Arbeitsablauf ist in jeder Werkstatt ähnlich. Der Köderkörper wird vollständig lackiert und ausgehärtet, anschließend die Position der Augen mit einem spitzen Stift leicht markiert. Danach wird das Auge mit einer Pinzette gesetzt, angedrückt und vor dem nächsten Schritt in Ruhe gelassen. Zum Schluss sichert eine Schicht Klarlack oder ein im Köderbau übliches Zweikomponentenharz die Kante rundherum, damit das Auge im Betrieb nicht aufsteht.

Die Einsatzfelder reichen über selbst gegossene Gummiköder und geschnitzte Holzköder hinaus. Auch Jigköpfe, Pilker, Blinker, selbst gebundene Streamer und Tubes lassen sich mit Augen ergänzen. Beim Fliegenbinden kommen vor allem 6,3mm an Baitfish-Mustern zum Einsatz, während 9,5mm an großen Pike-Streamern und an Swimbait-Rohlingen sitzt.

Ein zweiter, oft unterschätzter Einsatz ist die Instandsetzung. Köder, die über Jahre im Einsatz waren, verlieren Augen oder bekommen Kratzer im Kopfbereich. Mit einem neuen Auge in passender Größe und einer kurzen Lackschicht sieht ein solcher Köder wieder vollständig aus und wandert zurück in die Box, anstatt aussortiert zu werden. Das gilt auch für Modelle, deren Farbe im Laufe der Saison nachgearbeitet wurde.

Für sauberes Arbeiten hilft ein kurzer Blick auf die Werkstatt: eine Pinzette mit feiner Spitze, eine helle Lampe, fettfreie Hände und eine Unterlage, auf der nichts wegrollt. Die Augen bleiben bis zum Einsatz in ihrer Verpackung und werden nach Größen getrennt gelagert, damit beim Bauen nichts durcheinandergerät. Gearbeitet wird bei Zimmertemperatur, weil Lacke und Harze in der Kälte träge werden und länger brauchen.

Wer einen ganzen Satz Köder umbaut, stellt sich die Kombinationen vorher zusammen. Neun Varianten ergeben sich aus den drei Farben Silber, rot und Fluo Grün und den drei Durchmessern 6,3mm, 7,9mm und 9,5mm. Daraus lassen sich Serien bilden: natürliche Barschköder mit Silber in 6,3mm, Reizmuster für trübes Wasser mit Fluo Grün in 7,9mm und schwere Hechtköder mit rot in 9,5mm.

Augen verändern nicht den Lauf eines Köders, sie verändern seine Wirkung im letzten Moment vor dem Biss. Gerade bei Ködern, denen Fische folgen, ohne zu nehmen, ist der Kopfbereich die Stelle, an der ein Nachbau oder eine Nachbesserung am meisten verändert. Deshalb gehören Augen in verschiedenen Größen und Farben in jede Bastelkiste, in der Köder entstehen oder überarbeitet werden.

Neben Größe und Farbe entscheidet die Position. Augen sitzen am Beutefisch weit vorn und etwas oberhalb der Mittellinie; werden sie zu weit hinten gesetzt, wirkt der Kopf lang und der Köder träge. Beide Seiten sollten auf gleicher Höhe liegen, was sich am besten von vorn prüfen lässt. Bei kantigen Köpfen wird die Fläche vorher leicht angeschliffen, damit das Auge plan aufliegt und keine Luft unter der Kante bleibt.

Material für die eigene Werkstatt steht in der Kategorie Zubehör für Kunstköder.

  • Produktnummer 66075
  • Hersteller Jenzi
  • Herstellernummer 8283106
  • Gewicht 0.0021 kg

Herstellerangaben

Jenzi
Wilhelm-Bahmüller-Straße 53
73655 Plüderhausen
Deutschland

Tel: 0718198870
Mail: verkauf@jenzi.com
Web: https://www.jenzi.com

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