Jenter Weiselnäpfchen (115 Stück)
Karl Jenter
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Beschreibung
Jenter Weiselnäpfchen (115 Stück)
In den Jenter Weiselnäpfchen entsteht die eigentliche Königinnenzelle. Der Hersteller beschreibt beim zugehörigen Universal-Stecker, dass die Einsteckzellen mit der Larve in die Weiselnäpfchen umgesteckt werden. Das Näpfchen ist damit die Basis, an der die Pflegebienen die nach unten hängende Weiselzelle anbauen. Geliefert wird ein Beutel mit 115 Stück.
Optisch handelt es sich laut Foto um kleine, bernsteinbraune Becher aus durchscheinendem Kunststoff. Der Körper ist leicht konisch, oben schließt ein abgesetzter Ring mit runder Öffnung an. Seitlich verlaufen zwei senkrechte Stege, die wie kleine Flügel vom Becher abstehen. Eines der abgebildeten Näpfchen ist umgedreht und zeigt die weite, offene Unterseite. Der Farbton entspricht dem der Jenter-Einsteckzellen, sodass beide Teile optisch als zusammengehörig erkennbar sind.
Die Anzahl von 115 Näpfchen ist auf eine volle Bestückung abgestimmt, wie sie sich aus der Jenter-Zuchtwabe ergibt, und lässt Spielraum für Reserve. Wer im System bereits arbeitet, nutzt den Beutel als Ersatz für beschädigte oder verlorene Näpfchen. Einsteiger erhalten mit Einsteckzellen und Weiselnäpfchen in gleicher Stückzahl die Grundlage für ihre ersten Serien.
Der Weg vom Ei zur verdeckelten Weiselzelle führt im Jenter-System über mehrere Stationen, bei denen das Weiselnäpfchen die mittlere Rolle spielt:
- Die Königin bestiftet die Einsteckzellen in der Zuchtwabe.
- Die Einsteckzellen mit den jungen Larven werden entnommen.
- Mit dem Universal-Stecker wandern sie in die Weiselnäpfchen.
- Die bestückten Näpfchen kommen über Zellenträger in den Zuchtrahmen.
- Im Pflegevolk ziehen die Bienen aus jedem angenommenen Näpfchen eine Weiselzelle hoch.
Damit die Pflegebienen die Näpfchen gut annehmen, werden neue oder frisch gereinigte Näpfchen vor dem Bestücken häufig für einige Stunden in ein Volk gegeben. Die Bienen belecken sie und tragen Stockgeruch auf. Dieser einfache Schritt kann die Annahmequote verbessern, ist aber keine Pflicht.
Die beiden seitlichen Stege geben dem Näpfchen eine definierte Lage, sodass es beim Aufsetzen und Abnehmen nicht verdreht. Beim Herausnehmen der fertigen Zelle bieten sie zudem eine kleine Grifffläche. Der abgesetzte Ring an der Oberseite schafft einen klar begrenzten Rand, an dem die Bienen mit dem Zellbau ansetzen.
Wer erstmals mit dem Jenter-System arbeitet, sollte die Stückzahlen im Blick behalten. Für jede Einsteckzelle, die übertragen wird, ist ein Weiselnäpfchen nötig. Daher ist es sinnvoll, Einsteckzellen und Näpfchen in ähnlicher Menge vorrätig zu haben. Die Zahl der Zellenträger und Schutzzellen richtet sich dagegen nach der tatsächlich geplanten Seriengröße, die meist deutlich unter der Kapazität der Zuchtwabe liegt.
Auch die Annahme durch das Pflegevolk lässt sich steuern. Ein starkes, gut versorgtes Pflegevolk mit vielen jungen Bienen nimmt mehr Näpfchen an als ein schwaches. Lieber weniger Näpfchen bestücken und dafür kräftige Zellen erhalten, als das Volk mit zu vielen Larven zu überfordern.
Weil das Näpfchen später den oberen Teil der Weiselzelle bildet, lässt sich jede fertige Zelle sauber am Näpfchen fassen und weitergeben, ohne die empfindliche Wachszelle selbst zu drücken. Das ist beim Verteilen auf Begattungseinheiten und beim Aufsetzen von Schutzzellen ein großer Vorteil.
Nach dem Schlupf der Königin bleiben im Näpfchen Wachsreste, Kokon und Futtersaft zurück. Für die Reinigung ist der Jenter Universal-Näpfchenputzer vorgesehen. Die Näpfchen werden eingeweicht, mit dem Putzer ausgeräumt, warm ausgespült und anschließend vollständig getrocknet. Abflammen ist bei diesen Kunststoffteilen nicht vorgesehen. Gesammelt in einer Dose bleiben sie bis zur nächsten Saison sauber.
Für das Arbeiten an den Völkern gelten die üblichen Regeln: Schleier und Handschuhe beim Ziehen der Waben, ruhige Bewegungen und kurze Zeiten außerhalb des Volkes. Das Umstecken selbst erfolgt an einem warmen Arbeitsplatz, an dem die Larven vor Wind und Sonne geschützt sind.
Alle weiteren Teile der Jenter-Zucht, von den Einsteckzellen über die Zellenträger bis zum Verschulungskäfig, gibt es in der Kategorie Königinnenzucht. Für das Unterbringen der geschlüpften Königinnen bieten sich die Begattungskästchen an, und die spätere Markierung in der Jahresfarbe erfolgt mit Material aus Zeichenlack für Königinnen.
Die Jenter Weiselnäpfchen im 115er-Beutel sind wiederverwendbares Grundmaterial für jeden, der nach Jenter züchtet.
Produktdetails
- Produktnummer SW42913
- Hersteller Karl Jenter
- Herstellernummer 16515
- Gewicht 0,53 kg