Dosierhilfen
Dosierhilfen – genau abmessen, sicher behandeln
Bei der Varroabehandlung entscheidet die Dosierung über Erfolg und Verträglichkeit. Zu wenig Wirkstoff erreicht nicht genug Milben, zu viel belastet die Bienen und die Brut. Dosierhilfen machen es möglich, die in der Gebrauchsinformation vorgegebene Menge genau einzuhalten, ob pro Volk oder pro besetzter Wabengasse.
Das wichtigste Werkzeug ist die Dosierspritze. Mit ihr wird die Behandlungslösung aus der Flasche aufgezogen und anschließend gleichmäßig auf die Bienen in den Wabengassen geträufelt. Eine gut lesbare Skala erleichtert das Abmessen, ein großes Volumen erspart das ständige Nachziehen bei mehreren Völkern. Für Sprühbehandlungen gibt es passende Sprühköpfe und Zerstäuber.
Vor der Behandlung sollte feststehen, wie viele Wabengassen das Volk besetzt. Danach richtet sich bei der Träufelbehandlung die Gesamtmenge. Die Lösung sollte handwarm sein, damit sie die Bienen nicht abkühlt. Nach dem Einsatz werden Spritzen gründlich mit Wasser gespült und trocken gelagert, damit sie lange leichtgängig bleiben.
Weitere Artikel rund um die Behandlung findest du in der Übersicht Varroa & Bienengesundheit. Für die Kontrolle des Milbenfalls eignen sich Varroaböden aus dem Bereich Bienenkästen.
Wichtig: Dosierhilfen ersetzen nicht die Gebrauchsinformation des Tierarzneimittels. Die dort genannten Mengen, Zeitpunkte und Temperaturgrenzen haben immer Vorrang.