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HIKMICRO Lynx LH19 3.0 Wärmebild-Monokular 19 mm
HIKMICRO Lynx LH19 3.0 Wärmebild-Monokular 19 mm

HIKMICRO Lynx LH19 3.0 Wärmebild-Monokular 19 mm


Neunzehn Millimeter Brennweite sind in der LH-Linie die Zwischengröße, und diese Stufe hat einen klaren Zweck. Gegenüber der kurzen Ausführung derselben Linie trägt das Bild spürbar weiter, gegenüber der 25-mm-Variante bleibt deutlich mehr Fläche stehen. Damit ist das Lynx LH19 3.0 auf den Ansitz mit mittlerer Schussentfernung zugeschnitten: auf die Wiese, die Du in ihrer ganzen Breite überschauen willst, und auf den Waldrand dahinter, an dem angesprochen wird.

Dahinter sitzt ein ungekühltes Fokalebenen-Array auf VOx-Basis mit 384 × 288 Bildpunkten bei 12 μm Rastermaß, aufnahmefähig im Wellenlängenband von 8 bis 14 μm. Die Temperaturtrennung bleibt unter 15 mK, ermittelt bei 25 °C und F# = 1.0. Eine flach abgestrahlte Signatur vor einem Boden, der die Wärme des Tages noch abgibt, hält damit ihre geschlossene Form, statt in Flimmern zu zerfallen. Die Bildfolge von 50 Hz sorgt dafür, dass die Darstellung beim Schwenk über die Wiesenkante nicht nachzieht.

Vorn öffnet die 19-mm-Optik mit F1.0. Ihr Bildfeld von 13,8° × 8,4° deckt auf 100 m eine Fläche von 24,2 m Breite und 14,7 m Höhe ab. Aus der Grundvergrößerung von 1,9× werden über den achtfachen Digitalzoom bis zu 15,2×. Warme Körper meldet das Handgerät bis auf 900 m.

Anders als die kurzbrennweitigen Geräte der Familie hat das LH19 3.0 einen Fokusring am Objektiv. Du legst die Schärfe damit auf die Weite, auf der Du wirklich beobachtest, statt eine Werkseinstellung hinzunehmen. Ab 3 m Mindestfokusdistanz ist alles einstellbar, also auch der Grund direkt unter der Kanzel und die Kirrung ein paar Schritte vor Dir. Das kostet einen Handgriff. Wer ihn zu Beginn der Nacht auf die Hauptentfernung seines Standes ausführt, fasst den Ring danach kaum noch an.

Ausgegeben wird auf ein AMOLED von 0,49 Zoll mit 1920 × 1080 Bildpunkten. Das Okularbild fällt dadurch großzügiger und feiner gerastert aus als bei den kleineren Geräten der Reihe, und genau das zählt, wenn Du über Stunden immer wieder ansetzt: Das Auge findet den Ausschnitt schneller und ermüdet langsamer. Sechs Farbdarstellungen liegen bereit, nämlich Black Hot, White Hot, Red Hot, Fusion, Rotmonochrom und Grünmonochrom.

Die Bildaufbereitung übernehmen Image Pro 3.0 und Zoom Pro. Beide ziehen Konturen nach und halten den Kontrast zusammen, sobald Du in die oberen Zoomstufen gehst. Kalibriert wird shutterlos über HSIS, das HIKMICRO Shutterless Image System. Weder ein mechanisches Geräusch noch ein eingefrorenes Standbild unterbricht die Beobachtung, während ein Stück über die Fläche zieht.

An Bord sind Bild-in-Bild, Hot Track, eine Distanzmessung sowie Video-, Audio- und Snapshot-Aufnahme. Abgelegt wird auf 64 GB internem EMMC-Speicher, weitergereicht per WLAN-Hotspot in 2,4 und 5 GHz aufs Telefon. Soll ein Platz auch dann beobachtet bleiben, wenn niemand vor Ort ist, übernehmen das fest montierte Wildkameras.

Das Gehäuse ist nach IP67 abgedichtet und läuft von −30 °C bis +45 °C. 158,4 × 53,6 × 49,5 mm ergeben einen schmalen Riegel, 331 g mit Akku eine Masse, die der Arm auch über eine halbe Stunde am Okular noch ruhig hält. Genau darauf kommt es an, wenn Du eine Wiese nicht absuchst, sondern über lange Zeit im Blick behältst. Trageriemen, Beutel und Pflegemittel sind unter Zubehör für Optik und Nachtsicht gelistet.

Den Strom liefert ein wechselbarer 18650 Li-Ion-Akku. Bei 25 °C und eingeschaltetem WLAN hält eine Zelle mindestens 5 Stunden durch, bei −20 °C und ebenfalls aktivem WLAN mindestens 4,5 Stunden. Der Kälteverlust fällt also gering aus. Nachgeladen wird per Typ-C mit 5 V DC und 2 A, eine externe Stromversorgung ist möglich. Ersatzzellen und passende Ladetechnik findest Du unter Akkus & Ladegeräte.

Auf dem Stand wird sichtbar, wofür diese Zwischengröße gebaut ist. Von der Kanzel aus liegt die Wiese in einem einzigen Bild vor Dir, denn 24,2 m Breite auf 100 m umfassen eine mittlere Grünlandfläche am Stück. Tritt am Waldrand etwas heraus, reichen Auflösung und Zoom, um Körpergröße, Haltung und Verhalten zu beurteilen, bevor überhaupt über einen Schuss nachgedacht wird. Nach vorn hinaus trägt die Erfassung 900 m und damit bis in die nächste Senke. Restlichtverstärker beruhen auf einem völlig anderen Wirkprinzip und stehen bei den Nachtsichtgeräten.

Beim Vergleich innerhalb der Baureihe bleibt zu bedenken, dass 19 mm ein Mittelweg sind. Wer beinahe nur auf sehr weite Distanz anspricht, ist mit 25 oder 35 mm Brennweite im Vorteil, wer meist in dichtem Jungwuchs steckt, mit einer kürzeren Linse. Die Laufzeit von gut 5 Stunden deckt eine gewöhnliche Ansitznacht ab; für zwei Nächte hintereinander gehört eine Ersatzzelle eingepackt. Hinzu kommt ein rechtlicher Punkt: Der Umgang mit Wärmebildgeräten kann Ausfuhrkontrollen unterliegen. Ob im Einzelfall eine Genehmigung nötig ist, klärst Du bei der dafür eingerichteten Stelle.

Die Messwerte im Überblick:

  • Detektor: VOx ungekühltes Fokalebenen-Array
  • Auflösung: 384 × 288 Pixel
  • Rastermaß: 12 μm
  • NETD: kleiner 15 mK (25 °C, F# = 1.0)
  • Bildfolge: 50 Hz
  • Wellenlängen: 8–14 μm
  • Objektiv: 19 mm F1.0
  • Scharfstellung: Fokusring
  • Mindestfokusdistanz: 3 m
  • Vergrößerung: 1,9× – 15,2× (8× digital)
  • Bildfeld: 13,8° × 8,4° (24,2 × 14,7 m auf 100 m)
  • Detektionsreichweite: 900 m
  • Anzeige: AMOLED 0,49 Zoll, 1920 × 1080 Pixel
  • Farbdarstellungen: Black Hot, White Hot, Red Hot, Fusion, Rotmonochrom, Grünmonochrom
  • Bildaufbereitung: Image Pro 3.0, Zoom Pro, HSIS
  • Funktionen: PIP, Hot Track, Distanzmessung, Video- und Audioaufnahme, Snapshot
  • Interner Speicher: 64 GB EMMC
  • Funkstrecke: WLAN-Hotspot 2,4 / 5 GHz
  • Stromquelle: wechselbarer 18650 Li-Ion-Akku
  • Betriebsdauer: mindestens 5 Stunden bei 25 °C, mindestens 4,5 Stunden bei −20 °C (WLAN an)
  • Ladung: Typ-C, 5 V DC / 2 A, externe Stromversorgung möglich
  • Dichtigkeit: IP67
  • Einsatztemperatur: −30 °C bis +45 °C
  • Baumaß: 158,4 × 53,6 × 49,5 mm
  • Masse: 331 g mit Akku

Im Karton liegen bei:

  • 18650 Akku
  • Typ-C Ladekabel
  • Objektivschutzkappe
  • Bedienungsanleitung
  • Produktnummer SW24996
  • Hersteller HIKMICRO
  • Herstellernummer 50-2-241
  • Gewicht 1.67 kg

Herstellerangaben

Hangzhou Microimage Software Co., Ltd
Gebäude A1, Nr. 299, Qiushi Road, Tonglu Economic Development Zone
China

Mail: techsupport.cee@hikmicrotech.com
Web: https://www.hikmicrotech.com/