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HIKMICRO Falcon FQ35 2.0 Wärmebild-Monokular 35 mm
HIKMICRO Falcon FQ35 2.0 Wärmebild-Monokular 35 mm

HIKMICRO Falcon FQ35 2.0 Wärmebild-Monokular 35 mm


In dichtem Bewuchs entscheidet sich vieles auf wenigen Metern: Ein Stück steht plötzlich im Gestrüpp, verschwindet zwischen zwei Büschen wieder und taucht Sekunden später an anderer Stelle auf. Für solche Situationen braucht es kein Gerät, das auf große Distanz ausgelegt ist, sondern eines, das schnell einsatzbereit ist und ohne Umwege ein klares Bild liefert. Das HIKMICRO Falcon FQ35 2.0 ist genau für diesen Nahbereich gedacht: ein Wärmebild-Monokular mit 35 mm Brennweite, das sich auf die Kernaufgabe konzentriert – die Beobachtung selbst.

Innerhalb der Falcon-2.0-Baureihe markiert das FQ35 bewusst den Einstieg. Während die L-Varianten der Reihe zusätzlich einen Laser-Entfernungsmesser mitbringen, verzichtet das FQ35 darauf und bleibt dadurch in Aufbau und Bedienung schlanker. Weniger Funktionen bedeuten weniger Menüpunkte, weniger Tasten mit Zusatzbelegung und damit ein Gerät, das sich ohne lange Einarbeitung bedienen lässt – ein Vorteil gerade für alle, die zum ersten Mal mit Wärmebildtechnik ins Revier gehen.

Wer regelmäßig mit Nachtsichtgeräten unterwegs ist, kennt das Prinzip: Ein Blick durchs Okular ersetzt das bloße Auge in der Dunkelheit. Beim FQ35 kommt hinzu, dass Entfernungen in der Praxis meist nicht gemessen, sondern eingeschätzt werden – anhand bekannter Wegmarken im eigenen Revier, anhand der Deckung, aus der ein Stück tritt, oder schlicht aus jahrelanger Erfahrung mit der jeweiligen Fläche. Für diese Herangehensweise ist kein Laser nötig, sondern ein zuverlässiges, unkompliziertes Bild.

Innerhalb der Falcon-Familie steht das FQ35 damit als Gegenstück zum FQ50: Die 50-mm-Ausführung ist auf lange Sichtachsen und größere Reichweite ausgelegt und büßt dafür Sichtfeld ein. Das FQ35 geht den umgekehrten Weg. Die kürzere Basisbrennweite hält den Bildausschnitt breiter, das Gerät bleibt handlicher, und genau das zahlt sich dort aus, wo ohnehin nicht auf hunderte Meter, sondern auf wenige Dutzend Meter beobachtet wird – am Dickungsrand, im Unterholz oder entlang eines schmalen Wildwechsels.

Im Ansitz an einer engen Schneise oder am Übergang zwischen Feld und Bewuchs zeigt sich der Vorteil der reduzierten Ausstattung am deutlichsten. Es gibt kein Lasermenü, das erst aufgerufen werden müsste, keine Zusatzanzeige, die vom eigentlichen Bild ablenkt. Das FQ35 wird angehoben, das Bild steht, und die Aufmerksamkeit bleibt dort, wo sie hingehört – auf der Bewegung im Gebüsch. Für die Nachsuche nach dem Schuss gilt dasselbe Prinzip: Auf kurzer Distanz zählt die schnelle Reaktion mehr als eine exakt gemessene Zahl auf dem Display.

Wie jedes Wärmebildgerät profitiert auch das FQ35 von einer durchdachten Grundausstattung im Feld. Eine Möglichkeit, die Frontlinse sauber zu halten, ein Etui für den Transport zwischen zwei Ansitzen oder eine Halterung, die das Monokular griffbereit am Gurt hält – solche Ergänzungen finden sich in der Zubehörwelt für Optik & Nachtsicht und machen aus dem reinen Beobachtungsgerät ein Set für den Dauereinsatz.

Da Wärmebildtechnik grundsätzlich auf einen geladenen Akku angewiesen ist, lohnt sich für längere Ansitze oder mehrere Nächte hintereinander ein Blick in den Bereich Akkus & Ladegeräte. Eine geladene Reserve in der Tasche verhindert, dass ausgerechnet am spannendsten Punkt des Ansitzes die Anzeige schwächer wird, während das Stück noch nicht angesprochen ist.

Wer die eigene Fläche zusätzlich tagsüber im Blick behalten möchte, etwa um zu sehen, wann und aus welcher Richtung Wild eine Dickung annimmt, ergänzt das FQ35 sinnvoll um eine stationäre Wildkamera. So entsteht ein vollständigeres Bild über die Fläche, während das Monokular selbst für den unmittelbaren Moment am Ansitz reserviert bleibt.

Am Ende steht eine klare Rollenverteilung innerhalb der Baureihe: Wer Entfernungen im Nahbereich ohnehin aus Erfahrung einschätzt und ein unkompliziertes, leicht zu bedienendes Gerät sucht, findet im FQ35 2.0 den passenden Einstieg in die Wärmebildbeobachtung. Wer dagegen regelmäßig auf große, offene Flächen blickt oder die Distanz lieber exakt ablesen möchte, ist mit den reichweitenstärkeren oder laserbestückten Varianten der Falcon- und Condor-Reihe besser bedient.

  • Baureihe: Falcon 2.0
  • Brennweite: 35 mm
  • Ausstattung: ohne Laser-Entfernungsmesser
  • Gerätetyp: Wärmebild-Monokular
  • Einsatzschwerpunkt: Nahbereich und Dickung
  • Produktnummer SW24970
  • Hersteller HIKMICRO
  • Herstellernummer 50-2-140
  • Gewicht 2.28 kg

Herstellerangaben

Hangzhou Microimage Software Co., Ltd
Gebäude A1, Nr. 299, Qiushi Road, Tonglu Economic Development Zone
China

Mail: techsupport.cee@hikmicrotech.com
Web: https://www.hikmicrotech.com/